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Jahresauswertung: 75 Angriffe von Rechtsextremen auf Parlamentarier

Rechtsextreme Gewalt (Archivbild): 25 Übergriffe im vierten Quartal 2015 Zur Großansicht
DPA

Rechtsextreme Gewalt (Archivbild): 25 Übergriffe im vierten Quartal 2015

Meist trifft es Politiker der Linken und der SPD: Im Jahr 2015 verübten Rechtsextreme 75 Attacken auf Abgeordnete oder deren Büros, das berichtet der NDR und beruft sich auf eine Anfrage an die Bundesregierung.

Parlamentarier im Bund und in den Ländern sind im vergangenen Jahr 75 Mal zum Ziel rechtsextrem motivierter Angriffe geworden. Das berichtet das NDR-Politmagazin "Panorama" und beruft sich auf eine Anfrage an die Bundesregierung. Allein im letzten Quartal 2015 gab es demnach 25 Übergriffe auf Abgeordnete, deren Mitarbeiter oder ihre Büros.

Nur in neun Fällen konnten dem Bericht zufolge bisher Tatverdächtige ermittelt werden. Am häufigsten betroffen waren mit 46 Angriffen Politiker der Linken. 22 Attacken richteten sich gegen SPD-Abgeordnete. Die meisten Delikte gab es in Sachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Die Anfrage hatte die Rechtsextremismus-Expertin der Grünen-Fraktion, Monika Lazar, gestellt. Sie sagte "Panorama": "Die Hemmschwelle, Gewalt als Mittel in der politischen Auseinandersetzung einzusetzen, ist gefährlich gesunken."

Im vergangen Jahr war die Zahl rechtsextremer Gewalttaten im Vergleich zu Vorjahr um 40 Prozent gestiegen. Auch die Zahl gewaltbereiter Rechtsextremer hatte stark zugenommen, rechtsextreme Parteien und Gruppierung erhielten starken Zulauf.

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Quelle: Amadeu Antonio Stiftung und Pro Asyl / Polizei / eigene Recherchen / dpa
Stand: 7. Januar 2016

cht/AFP

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