Hamburg/Riesa - Die "Deutsche Stimme" ist das Propagandablatt der rechtsextremistischen NPD. Der neugewählte Bundesvorsitzende Holger Apfel hat das Verlagsgebäude in Riesa zu einer zweiten Parteizentrale umgebaut. Doch nun wird bekannt, dass die "Deutsche Stimme" große finanzielle Probleme hat.
"Es gibt Probleme", sagte Eckart Bräuniger, seit wenigen Wochen Geschäftsführer des Unternehmens, gegenüber Zeit Online. "Wir sind in einer angespannten wirtschaftlichen Situation."
Kenner der Szene sprechen dem Bericht zufolge von Liquiditätsengpässen, in die der NPD-Verlag geraten sei. Der bekannte Berliner Rechtsextremist Bräuniger soll ihn nun sanieren. Sein Vorgänger Uwe Meenen wurde Ende November beurlaubt, weitere Mitarbeiter sollen das Unternehmen verlassen haben.
Seit Jahren plagen die "Deutsche Stimme" wirtschaftliche Probleme - auch auf den Parteitag in Neuruppin war der Krisenverlag wieder Thema. Beobachter sprechen von einem schlechten Management des Unternehmens. Ein Insolvenzantrag sei im zuständigen Dresdner Amtsgericht aber noch nicht eingegangen, berichtete Zeit Online weiter.
Am Dienstag waren belastende Bilder von Apfel aufgetaucht: Sie stammen aus dem Jahr 1996 und zeigen den NPD-Chef gemeinsam mit Beate Zschäpe und Uwe Mundlos auf einer Demonstration. Zschäpe und Mundlos wird die Vereinigung des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) zu Last gelegt, die für zehn Morde verantwortlich sein soll.
heb
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