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Reform der Bundeswehrreform: Dr. Powerpoint greift an

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Verteidigungsminister Thomas de Maizière präsentiert am Mittwoch die Eckpunkte seiner Bundeswehrreform. Es ist nicht nur der größte Armee-Umbau der deutschen Geschichte, sondern auch eine Auseinandersetzung mit Vorgänger Guttenberg - die der Neue im Amt zu nutzen weiß.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière mit Soldaten: "Anderer Stil als Guttenberg" Zur Großansicht
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Verteidigungsminister Thomas de Maizière mit Soldaten: "Anderer Stil als Guttenberg"

Berlin - Das war wohl nichts. Gescheitert auf ganzer Linie. Eine Reformruine habe er da hinterlassen, lästert die Opposition. Von ungelösten Problemen berichten die eigenen Leute. Gar von einem "militär- und strukturpolitischen Desaster" ist die Rede. Ja, "überhastet" sei diese Bundeswehrreform angegangen worden. Der Schuldige für Politik-Freund und -Gegner: CSU-Mann Karl-Theodor zu Guttenberg, früherer Verteidigungsminister.

Das ist die Stimmung, in die hinein nun Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière (CDU) seine Eckpunkte zur Reform der Bundeswehr präsentiert. Eine Stimmung, die der Politik-Profi de Maizière zu nutzen weiß.

Am Mittwochmorgen stellt er sein Konzept im Kabinett vor, mittags tritt er in der Berliner Julius-Leber-Kaserne vor Militärs auf, und nachmittags informiert er die Öffentlichkeit in der Bundespressekonferenz. Vom kleinsten zum größten Kreis - die Dramaturgie ist wohldurchdacht. Guttenberg dagegen hatte immer wieder dem Boulevard den Vorzug vor den Gremien gegeben.

"Das ist ein ganz anderer Stil als bei Guttenberg"

Seit Tagen bereits läuft de Maizières Reform-Ouvertüre. In der vergangenen Woche unterrichtete er zuerst den Vorstand der Unionsfraktion, dann trat er vor den Abgeordneten von CDU, CSU und FDP auf - mit einer elfseitigen Powerpoint-Präsentation im Gepäck. Außerdem servierte de Maizière harsche Kritik am Zustand der Bundeswehr: Von unhaltbaren Zuständen im Wehrressort sprach er und wies auf überkommene Strukturen und unzulängliche Planungsarbeiten hin. So seien die Vorbereitungen der Umstellung zu einer Freiwilligen-Armee unzureichend. Der Name Guttenberg fiel dabei allerdings nicht.

Vor der Fraktion vermochte de Maizière zu punkten: "Das ist ein ganz anderer Stil als bei Guttenberg", loben sie in der Unionsfraktion die Informationspolitik des Ministers und erinnern an des Vorgängers salbungsvolle Reden. Jetzt heißt es: Powerpoint statt Pathos. In der Öffentlichkeit platziert de Maizière dann jenen Satz, den man als Kritik an Guttenberg deuten kann, aber nicht muss: "Die Wunschzahlen, die ich vorgefunden habe, passten mit der mittelfristigen Finanzplanung unter keinem denkbaren Gesichtspunkt zusammen."

Attacken auf Guttenberg? Keineswegs, sagen sie im Verteidigungsministerium. Vielmehr habe de Maizière in der Truppe das vorgefunden, was auch Guttenberg seinerzeit vorgefunden habe. De Maizière habe sodann in der Unionsfraktion "schonungslos" die Defizite der Truppe dargestellt - dies sei aber mitnichten eine Kritik an Guttenberg gewesen, sondern eine "Bestandsaufnahme" zur Begründung, warum die Reform jetzt erforderlich sei.

De Maizières Reformkonzept

Doch klar ist auch: Je überzeugender de Maizière den Anti-Guttenberg gibt, desto besser seine Erfolgsaussichten in der Reform-Sache. Und je problembeladener das Erbe Guttenbergs erscheint, desto niedriger hängt die Latte für den Nachfolger. De Maizière hat sich von Beginn an abgegrenzt: Als eine seiner ersten Amtshandlungen etwa feuerte er Staatssekretär Walther Otremba, der bei Guttenberg für die Reform zuständig war, und verlangte nach "gründlicher Lageaufstellung".

Auch Abgrenzung will inszeniert sein. "Ich habe keinen anderen Stil als mein Vorgänger, sondern ich habe meinen eigenen Stil", sagte de Maizière jüngst. Man solle ihn nicht mit Guttenberg vergleichen: "Am besten vergleicht man mich mal mit mir selbst. Das reicht." Die Reform, so viel ist abzusehen, wird eine Mammutaufgabe für den pflichtbewussten de Maizière, den "besten Mann" der Kanzlerin, wie es in Berlin heißt. Zentrale Punkte in de Maizières Reformkonzept sind:

  • die Reduzierung der Truppenstärke von rund 220.000 auf voraussichtlich 170.000 Soldaten - bei gleichzeitiger Aufstockung der Kräfte fürs Ausland;
  • Einsparungen in Milliardenhöhe: Guttenberg hatte 8,3 Milliarden Euro bis 2015 versprochen, de Maizière hat sich nun mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) offenbar auf eine Lockerung des Spardiktats geeinigt. Erwartet wird, dass ein Teil der Kosten aus dem Verteidigungsetat ausgelagert wird;
  • die Nachwuchsgewinnung: Wo Guttenberg noch mit bis zu 15.000 Freiwilligen pro Jahr rechnete, kalkuliert de Maizière in seinen Eckpunkten offenbar nur noch mit 5000;
  • der Stellenabbau von möglicherweise einem Drittel der Posten im Ministerium.

Offen bleibt noch, welche der rund 400 Bundeswehrstandorte im Land geschlossen werden sollen. Eine Entscheidung wird erst im Herbst fallen. Der Überblick zeigt: So massiv sind die inhaltlichen Unterschiede zwischen Guttenberg und de Maizière nicht. Schon die vom CSU-Politiker eingesetzte Weise-Kommission hatte ja vieles von dem gerügt, was bei de Maizière jetzt zur schonungslosen Bestandsaufnahme erklärt wird.

Der Bundeswehr stellte die Expertengruppe um Frank-Jürgen Weise, dem Chef der Bundesagentur für Arbeit, ein katastrophales Zeugnis aus, diagnostizierte "Strukturen, die nicht erfolgsfähig sind", plädierte für die Halbierung des Personals, gestraffte Hierarchien, Abbau von Doppelstrukturen und eine Truppengröße von 180.000 Mann. Führungsfunktionen sollten zusammengefasst, Rüstungsgüter sinnvoller beschafft und alles besser kontrolliert werden.

Und schließlich bleibt die von Guttenberg Aussetzung genannte Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland. Es sei und bleibe das Verdienst Guttenbergs, die grundsätzliche Entscheidung zum Umbau der Truppe vorangebracht und den Veränderungsprozess angestoßen zu haben, sagt auch Regierungssprecher Steffen Seibert.

Nur den Stil Guttenbergs - den lobt niemand mehr.

Mitarbeit: Philipp Wittrock

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1. Dr.
Marion, 17.05.2011
Irgendwie hab ich das Gefühl, diesen Artikel im Zuge des Antritts des letzten Überfliegerministers schonmal gelesen zu haben, mit geringfügig anderen Hauptwörtern, vielleicht war manchmal die Reihenfolge bisschen anders. Schonungslos, ja, in dem Ministerium legen sie immer schonungslos alles offen. 11 ! - in Worten, elf! - PowerPoint-Folien. Na, dann kann die Bundeswehr frohgemut in die Zukunft! blicken.
2. Taschenrechner
Lorbeerblatt 17.05.2011
Zitat von sysopVerteidigungsminister Thomas de Maizière präsentiert am*Mittwoch die Eckpunkte seiner Bundeswehr-Reform. Es ist nicht nur der größte Armee-Umbau der deutschen Geschichte, sondern auch eine Auseinandersetzung mit Vorgänger Guttenberg - die der Neue im Amt zu nutzen weiß. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,763134,00.html
Ich habe gerade mal meinen Taschenrechner bemüht. 170.000 Mann vs. 5.000 Neue pro Jahr. Was altersmäßig rausgeht muss nachbesetzt werden. Nach der Rechnung müssten die Jungs und Mädels im Durchschnitt! 34 Jahre Dienst schieben. Spontan erscheint mir das ein klitzekleinwenig unrealistisch - so ganz ohne gezielte Durchhalteparolen. Bei allem Respekt vor Herrn de Maizière und insbesondere davor, dass er weniger Schaum schlägt und den auch nicht so laut wie sein Vorgänger - aber diese Rechnung geht auch nicht auf.
3. Ehrlichkeit bitte. Danke.
spmc-130304073144247 17.05.2011
---Zitat--- Als eine seiner ersten Amtshandlungen etwa feuerte er Staatssekretär Walther Otremba ---Zitatende--- Als Guttenberg damals die Herren Staatssekretär und Generalinspekteur feuerte, weil er mit deren Informationspolitik nicht zufrieden war: Großes Gebrüll. Jetzt entlässt sein Nachfolger "den neuen", weil der ihm nicht genehm ist: Großes Lob für die neuen Ansätze? Zunächst mal: Ich halte BEIDE für sehr gute Verteidigungsminister, so wie ich das als Reservist zu beurteilen wage. Und ich gewähre auch jedem Minister das Recht, sein Führungspersonal selbst auszusuchen. Das MUSS so sein in einer Demokratie, wo also immer mal wieder neue Richtungsentscheidungen erfolgen. Und nicht umsonst werden Generalsekretäre mit der Erreichung ihres Postens (finanziell) abgesichert, damit eben nicht derartige menschliche Erwägungen einem (möglicherweise) sinnvollen Austausch entgegenstehen. DAS IST IN JEDEM MINISTERIUM SO. Ausnahme ist derzeit vielleicht das Finanzministerium, in dem der "zweite Mann" schon unter mittlerweile 3 oder 4 Ministern gedient hat, SPD wie CDU. Die haben ihn wegen seiner Kompetenz "übernommen".
4. Sparen ist hier nicht angebracht
sukowsky, 17.05.2011
Deutschland ist kein Kleinstaat also braucht es eine moderne schlagkräftige Truppe um auch ernst genommen zu werden. Der jetzige Verteidigungsminister ist der richtige Mann. Sparen ist hier nicht angebracht.
5. .
Kassian 17.05.2011
Wenn diese Reform jemand schaffen kann dann wohl wirklich nur Minister de Maizière, es sollte mich nicht wundern wenn er sich bei einem Erfolg für höheres qualifizieren würde (viele gute Leute hat die Union ja nun wirklich nicht, aber die wenigen sie hat sind dann zumindest sehr gut bzw. kompetent).
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Sparvorgaben für die Bundeswehr

Auf rund 8,3 Milliarden Euro bis 2014 belaufen sich die Sparvorgaben für den Verteidigungsminister. Diese Summe wurde im Zuge des schwarz-gelben Sparpakets fest vereinbart. Allerdings wurde dem damaligen Minister Guttenberg von Bundesfinanziminister Wolfgang Schäuble im Februar eine zeitliche Streckung des Sparprogramms um ein Jahr auf jetzt 2015 zugestanden. Damit wird der Spardruck um 2,6 Milliarden Euro entlastet, errechnete die FDP. Sie fordert Schäuble auf, wieder zum alten Sparzeitplan zurückzukehren

Nach den alten Vorgaben musste der Verteidigungsminister bei der Reform der Bundeswehr innerhalb der nächsten drei Jahre insgesamt vier Milliarden Euro sparen - eine Milliarde im Jahr 2013 und weitere drei Milliarden im Jahr 2014.

Hinzu kamen Einsparungen bei "disponiblen Ausgaben", von denen alle Ressorts betroffen sind. Hier handelt es sich um Einschnitte bei nicht gesetzlich gebundenen Kosten. Danach muss Guttenberg gegenüber dem Finanzplan in diesem Jahr rund 598 Millionen Euro erbringen. Im nächsten Jahr wäre diese Einsparvorgabe auf 1,089 Milliarden Euro angestiegen, in den Jahren 2013 und 2014 hätten jeweils 1,334 Milliarden Euro erbracht werden müssen.

Guttenberg hatte bereits darauf verwiesen, dass er die Sparziele im Zuge der Wehrreform wegen Anschubinvestitionen für den Umbau der Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee nicht erfüllen könne. Der Minister wollte eine Verkleinerung der Bundeswehr auf 163.500 Soldaten, die Koalition entschied, dass es bis zu 185.000 Soldaten sein sollen. Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière versicherte nach seinem Amtsantritt, es bleibe bei der Reform. Allerdings kündigte er eine Lageanalyse an und erklärte in seinem ersten Tagesbefehl an die Truppe: "Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche."
Fotostrecke
Werbefeldzug der Bundeswehr: Nachwuchs, angetreten!

Ausrüstung der Bundeswehr
Mit welcher Ausrüstung arbeitet die Bundeswehr in Afghanistan? Panzer, Mörser, Hubschrauber - klicken Sie auf die Überschriften, um mehr zu erfahren
Panzer
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Zehn der vor mehr als 30 Jahren eingeführten Schützenpanzer "Marder" stehen der Bundeswehr in Afghanistan zur Verfügung. Für die deutsch-afghanische Militäroffensive im Juli 2009 wurden vier der Panzer von Masar-i-Scharif in die Krisenregion Kunduz verlegt und während der neuntägigen Offensive erstmals in einem Gefecht eingesetzt. Die 20-Millimeter-Bordkanone hat eine Reichweite bis höchstens 2000 Meter - Offiziere sehen hier Probleme beim Kampf gegen Taliban über größere Distanz. Der einst für norddeutsche Bedingungen konstruierte Panzer hat keine Klimaanlage.

dpa
Auch zwei Bergepanzer hat die Bundeswehr nach Afghanistan verlegt. Diese Fahrzeuge werden zum Bergen und Abschub von Material eingesetzt. Sie sind mit einem Kran und Winden ausgerüstet und dienen auch als Hebemittel bei der Instandsetzung. Zur weiteren Ausstattung dieser Panzer gehört zudem eine Schneid- und Schweißanlage.

REUTERS
Nicht in Afghanistan stationiert sind bisher schwere Kampfpanzer vom Typ "Leopard 2", dem Standard-Kampfpanzer der Bundeswehr. Derzeit verfügt das Heer über 350 dieser Geräte. Gedacht ist der Panzer eigentlich, um in einem Krieg an vorderster Front feindliche Panzer zu vernichten. Die Kanone des "Leopard 2" hat eine Reichweite von mehr als vier Kilometern. Die Geschosse durchschlagen mehrere Dezimeter dicken Stahl und bringen beim Aufprall Metall zum Schmelzen. Das Fahrzeug hat einen 1500 PS starken Dieselmotor, fährt bis zu 70 km/h schnell und kann bis zu vier Meter tiefe Gewässer durchqueren.
Panzerhaubitzen
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Angesichts der angespannten Sicherheitslage wurden insgesamt drei Panzerhaubitzen 2000 in Afghanistan stationiert. Eine davon wurde ins deutsche Feldlager im nordafghanischen Kunduz verlegt.

Es ist das schwerste Geschütz, das die Bundeswehr je in einen Einsatz geschickt hat. Die Panzerhaubitze 2000 ist elf Meter lang und hat ein Gefechtsgewicht von 56 Tonnen. Die 155-Millimeter-Kanone kann 40 Kilometer weit schießen und selbst auf diese Entfernung auf 30 Meter genau treffen.

Mörser
Erstmals setzte die Bundeswehr im Jahr 2009 Mörser mit scharfer Munition ein. Der 120-Millimeter-Mörser "Tampella" stand schon länger zur Verfügung. Doch Deutschland wollte die dazugehörigen Granaten nicht verwenden, um den Tod von Zivilisten und eigenen Soldaten von vornherein auszuschließen. Bislang setzte die Bundeswehr auf Abschreckung durch Leuchtmunition.
Gewehre
Die Bundeswehr verwendet das Sturmgewehr G36, die Standard-Infanteriewaffe der Bundeswehr.
Transportfahrzeuge
DPA
Die Bundeswehr hat 970 zum Teil stark geschützte Fahrzeuge in Afghanistan, darunter 210 vom Typ "Dingo". Ferner fahren die Soldaten mit dem "Fuchs"-Transportpanzer (100) und dem leicht gepanzerten Militärfahrzeug "Eagle". Auch Geländewagen vom Typ "Wolf" (400) sind dort sowie das Mehrzweckfahrzeug "Mungo". Beide Fahrzeuge bieten bei Anschlägen kaum Schutz. Der "Mungo" wurde aus dem Kleinlaster "Multicar" entwickelt, der in vielen deutschen Kommunen zur Reinigung von Gehwegen verwendet wird.
Hubschrauber
Getty Images
Die Bundeswehr hat in Afghanistan keine eigenen Kampfhubschrauber, die Patrouillen schützen oder in Kämpfe am Boden aus der Luft eingreifen könnten. Die sogenannte Luftnahunterstützung im Gefechtsfall kommt von Isaf-Verbündeten. Die bereits an Deutschland ausgelieferten Modelle des europäischen Kampfhubschraubers "Tiger" sind wegen technischer Probleme noch nicht einsatzbereit. Für Lufttransporte stehen acht Hubschrauber "Sikorsky CH-53" zur Verfügung.
Transportflugzeuge
AP
Am Hindukusch sind acht "Transall" stationiert, die in den sechziger Jahren eingeführt wurden und eigentlich 2010 vom A400M abgelöst werden sollten. Wegen Entwicklungsproblemen des Herstellers wird der A400M nun aber erst Jahre später bereitstehen.
Aufklärungsflugzeuge
ddp
Recce-Tornados waren von April 2007 bis Ende November 2010 im Einsatz. Die sechs Flugzeuge waren in Masar-i-Scharif stationiert. Sie haben zwei Bordkanonen, die während des Einsatzes in Afghanistan ausschließlich dem Selbstschutz dienten. Einziger Auftrag der Tornados war wie bei den Nato-Awacs-Maschinen die Aufklärung. Die Awacs-Flugzeuge sind unbewaffnet und können nach Bundeswehrangaben im Gegensatz zu den Tornados keine Ziele am Boden ausmachen. Die Awacs-Besatzungen sollen durch Koordinierung für Sicherheit in der Luft sorgen, weil der zivile Flugverkehr massiv angestiegen ist und Kollisionen mit den Militärmaschinen der internationalen Truppen verhindert werden sollen. Die Taliban haben keine Flugzeuge oder Hubschrauber.

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