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Umfrage: Wähler halten schwarz-rote Rentenpläne für richtig

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Deutsche Rentner: Zustimmung zur Rente mit 63

Kanzlerin Merkel kann am Freitag im Bundestag bei der Abstimmung über die Rentenreform mit einer deutlichen Mehrheit rechnen. Auch die Wähler begrüßen laut einer Umfrage das umstrittene Großprojekt der Koalition.

Hamburg - Trotz der Kritik auch in der eigenen Fraktion geht Angela Merkel von einer satten Mehrheit im Bundestag bei der Abstimmung über das Rentenpaket aus. "Alles findet eine breite Zustimmung", sagte die Kanzlerin der "Passauer Neuen Presse" vor dem Votum am Freitag im Parlament.

Das Vorhaben der Großen Koalition findet nach einer neuen Umfrage aber auch die Unterstützung der Wähler: Laut dem "Deutschlandtrend" für das ARD-Morgenmagazin halten es 73 Prozent für richtig, mit 63 nach 45 Berufsjahren ohne Abschläge in Rente zu gehen. Nur 22 Prozent der Befragten sind der Meinung, dies gehe in die falsche Richtung.

In der jüngsten Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren gibt es etwas weniger Zustimmung für das umstrittene Großprojekt der Koalition. Dennoch findet auch dort die deutliche Mehrheit von 64 Prozent diese Rentenpläne richtig, für 31 Prozent sind sie der falsche Weg.

Die Koalition von Union und SPD verfügt im Parlament über rund 80 Prozent der Abgeordnetensitze. Bei einer Probeabstimmung in der Unionsfraktion hatte es am Mittwoch nur noch 14 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen gegeben. Ursprünglich war die Rede von bis zu 70 Unions-Abweichlern. Die SPD dürfte geschlossen zustimmen.

Das Rentenpaket besteht aus Verbesserungen bei der Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder, der abschlagsfreien Rente ab 63 sowie Verbesserungen bei Erwerbsminderungsrente und Reha-Leistungen. Es kostet pro Jahr zwischen neun und elf Milliarden Euro - finanziert aus der Rentenkasse. Bei der Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren sollen Phasen kurzer Arbeitslosigkeit mit angerechnet werden, aber nicht in den letzten zwei Jahren vor Beginn der Frührente.

Daten zur Umfrage

Stichprobe: Infratest dimap befragte 1017 deutsche Wahlberechtigte.

Zeitraum: 19. bis 21. Mai 2014

Statistische Fehlertoleranz: 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte

als/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
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1. Nicht nennen kann auch Lügenjournallie bedeuten
Susi Sorglos 23.05.2014
Warum ist immer nur von der "abschlagsfreien Rente ab 63" die Rede und keiner schreibt, dass das nur Leute betrifft, die VOR 1953 geboren wurden ? Mit dieser Nebeninformation wird doch erst deutlich, dass das Ganze Paket eine Schummelnummer ist.
2. Rente
kaalam 23.05.2014
Also ich glaube das ich der einzige dumme in Deutschland bin.Alle anderen befragten finden das KLAUEN der Rentenkasse normal.Da braucht man sich über die Moral keine gedanken mehr machen.Bin ich nun blöd oder die anderen?
3. Rentenregelung
XaverUnsinnig 23.05.2014
können Arbeitsplätz durch jüngere nachstrebende Generationen mit Migranten-Facharbeiter bedient werden! Die Gegner - überwiegend Politik "Frischlinge" und aus dem Wirtschaftsflügel/Selbstständige - in der GroKo konnten sich nicht durchsetzen! ZEIT dass Privilegien Beamter endlich abgebaut werden und diese SELBST ihr Ruhegeld erarbeiten d.h. Beiträge bezahlen müssen! Die Zeiten wo ausschließlich Steuerzahler deren VOLLVERSORGUNG garantiert hat ist vorbei - NUR - haben das Wähler immer noch nicht begriffen!!!
4.
mebl1978 23.05.2014
Wer die Pappnasen wählt is eh nich mehr ganz dicht. Bei solchen Umfragen gilt wie immer: traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast....
5. Diese Rentenpläne richtig?
noelkenproettel 23.05.2014
Es sich bei der rente mit 63 einige wenige Jahrgänge , die durch ihre 45 beitragsjahre eh schon eine üppige Rente bekommen... Entschuldigung Bitte was ist den daran richtig? Da sieht man wirklich das die Bevölkerung in unserm Land immer älter wird......
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