Bundestagswahl 2017 Grüner Umweltminister Habeck erwägt Spitzenkandidatur

Wer führt die Grünen in die nächste Bundestagswahl? Nach SPIEGEL-Informationen erwägt Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck einen Sprung nach Berlin. Unterstützer hat er vor allem auf dem linken Parteiflügel.

Schleswig-Holsteins Umweltminister Habeck: Linker Flügel hofft
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Schleswig-Holsteins Umweltminister Habeck: Linker Flügel hofft


Bei den Grünen hat hinter den Kulissen das Rennen um die Spitzenplätze für die Bundestagswahl 2017 begonnen. Nach SPIEGEL-Informationen erwägt der Kieler Umweltminister Robert Habeck einen Wechsel nach Berlin, um sich für die Grünen-Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl zu bewerben. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 16/2015
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Habeck will sich bis Ende des Jahres entscheiden, ob er den Sprung in die Bundespolitik wagt. In diesem Fall könnte der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz nach Kiel wechseln, um dort Habeck als Führungskraft zu ersetzen und die Partei in die Landtagswahl zu führen, die im Frühjahr 2017 ansteht.

Nach SPIEGEL-Informationen sympathisieren Teile des linken Parteiflügels mit einer Kandidatur Habecks. Sie wollen so verhindern, dass Cem Özdemir, der als Ultra-Realo gilt, die Grünen in die Bundestagswahl führt. Habeck schloss im Gespräch mit dem SPIEGEL einen Wechsel nicht aus, sondern sagte lediglich: "Die Frage steht im Moment nicht an."

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insgesamt 14 Beiträge
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fördeanwohner 11.04.2015
1. -
Mit Robert Habeck hätten die Grünen dann einen wirklich vernünftigen Menschen an der Spitze. Das Gute ist, dass er zuhören und Positionen sachlich vertreten kann. In Schleswig-Holstein macht er jedenfalls eine gute Figur. Sogar mir bekannte CDU-Wähler (natürlich nicht CDU-Politiker) attestieren ihm Kompetenz;-) Ich würde mich freuen, bin mir aber nicht sicher, ob er das wirklich macht.
stranzjoseffrauss 11.04.2015
2. Wer ist das denn?
Politiker, die über Listenplätze gewählt wurden neigen leicht zur Überschätzung ihrer Sympathiewerte. Da erscheint mir z.B. der gewählte Bürgermeister von Tübingen Boris Palmer basisnäher und erfolgsversprechender als Kandidat.
stimmvieh_2011 11.04.2015
3.
Konstantin von Notz ist einer der ausgewiesenen Netzpolitiker der Grünen. Den in die Provinz zwischen Nord- und Ostsee zu verbannen, ist ja fast schon bösartig.
kachris 11.04.2015
4. Schwierige Angelegenheit
Mit Habeck hätten die Grünen die Chance wieder mehr Wähler anzusprechen, er vertritt die grünen Werte sehr gut, ist wortgewandt sympathisch und nicht so ein übermäßiger Gutmensch wie eine Claudia Roth. Allerdings muss ich auch meinem Vorredner zustimmen. Konstantin von Notz ist als Netzpolitiker der Grünen parteiübergreifend sehr geschätzt und wäre ein herber Verlust für die Bundestagsfraktion. Es ist schwierig. Da haben die Grünen eine schwere Entscheidung vor sich. Um für breitere Massen wählbar zu sein/werden, muss sich noch eine Menge tun. Insbesondere beim jetzigen Führungspersonal (insbesondere Simone Peter, Herr Hofreiter) ja nun ein Totalausfall ist...
fleischwurstfachvorleger 11.04.2015
5. Sollten
die Grünen wieder grüne Politik machen, dann könnte man sie auch wieder wählen. Eine ehemalige Friedenspartei, die inzwischen offen für den Krieg trommelt, kriegt jedenfalls meine Stimme nicht
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