Liberale in der Krise: FDP-Chef Rösler bietet Rücktritt an - Brüderle soll übernehmen

FDP-Politiker Rösler: Ende der Personalstreitigkeiten in Sicht?Zur Großansicht
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FDP-Politiker Rösler: Ende der Personalstreitigkeiten in Sicht?

In der FDP könnte es zu einem Personalwechsel kommen: Liberalen-Chef Philipp Rösler zieht den Bundesparteitag vor, dort wird ein neuer Vorstand gewählt. Er selbst hat seinen Rücktritt bereits angeboten, Fraktionschef Brüderle soll übernehmen.

Berlin - Philipp Rösler hat seinen Rücktritt als FDP-Vorsitzender angeboten. Zugleich schlug er im Präsidium vor, Fraktionschef Rainer Brüderle könne den Vorsitz übernehmen, falls er das wünsche. "Ich bin bereit, zur Seite zu treten, wenn Rainer Brüderle auch Bundesvorsitzender werden will", sagte Rösler dem Vernehmen nach. Brüderle soll auch Spitzenkandidat im Wahlkampf werden.

Zunächst war nur bekannt geworden, dass Rösler den Bundesparteitag der Liberalen vorziehen will. Dies schlug er am Montag im Präsidium vor, der Vorstoß wurde umgehend und einstimmig angenommen. Auf dem Parteitag soll auch der Bundesvorstand neu gewählt werden.

Ursprünglich war das Treffen erst im Mai vorgesehen. Der neue Termin steht bisher noch nicht fest, wahrscheinlich scheint aber ein Datum im März.

Am Sonntag hatte die Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen noch feiern dürfen. Dabei holten die Liberalen mit Schützenhilfe der Union überraschend 9,9 Prozent.

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jok/dpa/dapd

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insgesamt 39 Beiträge
maco 21.01.2013
Da will jemand schnell den kurzfristigen Rückenwind der Wahl nutzen, bevor ihm dieser wieder kräftig ins Gesicht bläst. Wäre die Wahl für die FDP verloren worden (unter 5%), so hätte er wohl für eine Verschiebung nach hinten [...]
Da will jemand schnell den kurzfristigen Rückenwind der Wahl nutzen, bevor ihm dieser wieder kräftig ins Gesicht bläst. Wäre die Wahl für die FDP verloren worden (unter 5%), so hätte er wohl für eine Verschiebung nach hinten plädiert.
dahier 21.01.2013
Solange Kastenkopp Rösler und seine Spießgesellen sich weiterhin jeder ernsthaften Analyse ihres Versagens entziehen und süffisant auf den angeblichen Wählerwillen verweisen, siecht diese Partei weiter dahin. Fehler einzugestehen [...]
Solange Kastenkopp Rösler und seine Spießgesellen sich weiterhin jeder ernsthaften Analyse ihres Versagens entziehen und süffisant auf den angeblichen Wählerwillen verweisen, siecht diese Partei weiter dahin. Fehler einzugestehen ist wohl nicht möglich, im Gegensatz zu Peer Steinbrück, der so doch eine bessere Figur macht. Unbelehrbarkeit ist leider das Merkmal der meisten Politiker auf Bundesebene.
maizecorner 21.01.2013
Das alles erinnert doch nur noch an schlechtes Kasperletheater! Und wer soll jetzt den Kasper geben? Zumindest bei dieser Auswahl mangelt es der FDP ja nicht an Kandidaten.
Das alles erinnert doch nur noch an schlechtes Kasperletheater! Und wer soll jetzt den Kasper geben? Zumindest bei dieser Auswahl mangelt es der FDP ja nicht an Kandidaten.
darthmax 21.01.2013
Die von der Presse totgesagte Partei scheint doch viele Wähler zu überzeugen und dass Erst- und Zweitstimmen nicht den gleichen Parteien gegeben werden ist bei der Erststimme nur sinnvoll, da von den kleinen Parteien keiner das [...]
Die von der Presse totgesagte Partei scheint doch viele Wähler zu überzeugen und dass Erst- und Zweitstimmen nicht den gleichen Parteien gegeben werden ist bei der Erststimme nur sinnvoll, da von den kleinen Parteien keiner das Direktmandat erringen kann. Also, Totgesagte leben lang.
cheechago 21.01.2013
Siet Jahren nur Personaldebatten und Kleinkriege - aber immerhin Opposition in NDS. Die Stimmen-Transfusion der CDU dürfte wohl einmalig bleiben. So dumm können die Konservativen doch gar nicht sein...oder?
Siet Jahren nur Personaldebatten und Kleinkriege - aber immerhin Opposition in NDS. Die Stimmen-Transfusion der CDU dürfte wohl einmalig bleiben. So dumm können die Konservativen doch gar nicht sein...oder?
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  • Montag, 21.01.2013 – 10:48 Uhr
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Das Wahljahr 2013
Die Niedersachsen haben entschieden - allerdings sehr knapp. Ein hauchdünner Vorsprung von einem Mandat für eine rot-grüne Koalition ermöglicht es dem SPD-Herausforderer Stephan Weil, den erst seit 2010 amtierenden David McAllister (CDU) als Regierungschef abzulösen. Nach dem anstehenden Machtwechsel zu Rot-Grün wird Schwarz-Gelb nur noch über 15 der 69 Stimmen im Bundesrat verfügen. Die schwächelnde FDP erreichte mit 9,9 Prozent der Stimmen ein sehr starkes Ergebnis - profitierte dabei aber von vielen strategisch wählenden CDU-Anhängern. Dennoch: Durch den Erfolg bleibt Philipp Rösler vorerst Parteichef, Fraktionschef Rainer Brüderle übernimmt lediglich die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl.



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