NRW-Landtagswahl: Röttgen holt Laschet in sein Schattenkabinett

Norbert Röttgen setzt auf bekannte Namen in seinem Team. Der CDU-Spitzenkandidat beruft nach SPIEGEL-Informationen den ehemaligen nordrhein-westfälischen Integrationsminister Armin Laschet in sein Schattenkabinett.

CDU-Politiker Laschet: Röttgen will ihn als Innenminister Zur Großansicht
dpa

CDU-Politiker Laschet: Röttgen will ihn als Innenminister

Hamburg - Norbert Röttgen will Armin Laschet, 51, das Innenministerium anvertrauen, sollte er zum Ministerpräsidenten in Nordrhein-Westfalen gewählt werden. Nach SPIEGEL-Informationen wird das Ressort erweitert um die Zuständigkeit für den demografischen Wandel. Im Bund gehört dieser Bereich zwar auch zum Innenministerium, Laschet will sich aber noch mehr auf die immer älter werdende Gesellschaft konzentrieren. Röttgen bezeichnet dies als eine der wichtigsten Zukunftsfragen der Politik.

Schon heute ist jeder fünfte Nordrhein-Westfale 65 Jahre alt oder älter. Die fortschreitende Deindustrialisierung habe in der Region zu hoher Arbeitslosigkeit geführt, so Laschet; die Strukturprobleme sind enorm. Im Ruhrgebiet gebe es überproportional viele Ältere: "Wir sind in der Entwicklung hier dem Bund um sieben Jahre voraus", sagt Laschet. Der CDU-Politiker aus Aachen war von 2005 bis 2010 Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Nordrhein-Westfalen.

Zuvor hatte Röttgen die Wirtschaftsprofessorin Claudia Kemfert in sein Schattenkabinett berufen. Die Forscherin ist durch zahlreiche TV-Auftritte bekannt und soll Chefin eines neuen Energie- und Klimaministeriums werden.

Nordrhein-Westfalens CDU hatte Röttgen am Mittwoch mit 96,4 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten gekürt. Fünfeinhalb Wochen vor der NRW-Wahl erhielt er auf einem Kongress in Mülheim an der Ruhr 238 Ja-Stimmen, neun Delegierte stimmten mit Nein, einer enthielt sich.

mit Material von dpa

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1. .
c++ 06.04.2012
Frau Kraft kann den Wahlen mit größter Gelassenheit entgegensehen. Der CDU-Spitzenkandidat aus Berlin auf Stippvisite zu Wahlkampfzwecken in NRW, bevor er ab Abend der Wahl im Helikopter wieder Richtung Berlin abhaut, das Schattenkabinett eher ein Schreckenskabinett mit Leuten, die schon unter Rüttgers nicht gerade Renner waren. Das war es denn wohl
2. ......
angler29 06.04.2012
Zitat von c++Frau Kraft kann den Wahlen mit größter Gelassenheit entgegensehen. Der CDU-Spitzenkandidat aus Berlin auf Stippvisite zu Wahlkampfzwecken in NRW, bevor er ab Abend der Wahl im Helikopter wieder Richtung Berlin abhaut, das Schattenkabinett eher ein Schreckenskabinett mit Leuten, die schon unter Rüttgers nicht gerade Renner waren. Das war es denn wohl
Von wegen Schreckenskabinett. Gute Leute hat er geholt. Der Überraschungscoup schlechthin: Frau Kemfert. Neid? Eben keine namen- und inhaltlosen Noboddys wie bei der SPD, die nach zwei Jahren Amtszeit entweder keiner kennt oder nur durch nichtstun und Katastophenmeldungen (z. B. Zählaffäre Jülich) aufgefallen sind. Und die Diskussion um seinen Verbleibe in Düsseldorf? Geschenkt. Heuchelei und Nebenkriegsschauplatz. Er ist Rheinländer druch und durch. Dort geboren und wohnhaft und ganz nebenbei leitet er ein Ministerium mit erstem Dienstsitz Bonn. Und hin und wieder muss er halt nach Berlin ;-) Wie war das noch gleich: die SPD hat es mal mit einem Migranten aus Hamburg versucht, der nach seiner Niederlage nach Berlin geflüchtet ist. Schon vergessen?
3. Versorgungsposten..
Baikal 06.04.2012
Zitat von angler29Von wegen Schreckenskabinett. Gute Leute hat er geholt. Der Überraschungscoup schlechthin: Frau Kemfert.
.. noch schnell schaffen: schließlich ist Zimmermann nicht mehr Obermarktgläubiger des DIW und damit fehlt Frau Kempfert der große Förderer und Laschet kann ja außer Politik auch nichts machen mit seinem 1. Staatsexamen und der journalistischen Schmalspurkarriere. Minister, das ist doch was und dann auch bei einem, der selbst demnächst auch in Berlin einen neuen Job haben muß, denn Düsseldorf wird eh nichts.
4. Welcher Neid?
kahabe 06.04.2012
Zitat von angler29Von wegen Schreckenskabinett. Gute Leute hat er geholt. Der Überraschungscoup schlechthin: Frau Kemfert. Neid? Und die Diskussion um seinen Verbleibe in Düsseldorf? Geschenkt. sen?
Wer, um alles in der Welt ist Frau Kemfert. Bitte mal eine Vita. Der Verbleib in Düsseldorf (Im Landtag) sei wirklich geschnkt. Dazu bedarf es eines Direktmandates (Listenplätze gibt es für die "Christlichen" nicht wegen des neuen, von ihnen gewollten Wahlrechts) Also muß R. bis zum Herbst Bundesminister bleiben. Erst dann darf er in die Wirtschaft.
5. Schatten satt
peter1000 07.04.2012
Zitat von sysopNorbert Röttgen setzt auf bekannte Namen in seinem Team. Der CDU-Spitzenkandidat beruft nach SPIEGEL-Informationen den ehemaligen nordrhein-westfälischen Integrationsminister Armin Laschet in sein Schattenkabinett. NRW-Landtagswahl: Röttgen holt Laschet in sein Schattenkabinett - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,826067,00.html)
... die Schatten sind bereits voraus und werden lang und länger für dieses Untalent Röttchen und für Ost-Muttchen AM wird's gottchen Dank enger
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