Rostock-Ticker Demonstration aufgelöst


+++ Demonstration aufgelöst +++

[18:26] Die erneute Demonstration in Rostock gegen den G-8-Gipfel ist von der Demonstrationsleitung aufgelöst worden. Als Begründung gaben die Veranstalter an, der Protestzug habe nicht die verlangte Route nehmen dürfen. Nach Polizeiangaben kam es mehrfach zu Zwischenfällen. Es flogen vereinzelt Steine, außerdem vermummten sich zahlreiche Teilnehmer immer wieder. Die Polizei entschied daraufhin, dass die Demonstration nicht ins Stadtzentrum, sondern zum Warne-Ufer führen sollte.Die Veranstalter sprachen von 10.000 Teilnehmern, die Polizei von 8500.

+++ Veranstalter verärgert über geänderte Route +++

[18:15] Die Veranstalter der Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der G-8-Staaten sind über eine kurzfristig verfügte Änderung der Route verärgert. "Das widerspricht dem Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit", sagte Mitorganisator Christoph Schützle. Die Begründung der Polizei, an der Demo nähmen mehr Menschen teil als angemeldet, stimme nicht.

+++ Attac erwartet mehr Gewalt +++

[17:52] Der Mitbegründer der globalisierungskritischen Organisation Attac, Sven Giegold, rechnet mit weiterer Gewalt rund um den G8-Gipfel. "Ich glaube, dass es in den nächsten Tagen nicht friedlich bleiben wird", sagte er dem Sender n-tv. Attac werde alles tun, um Ausschreitungen zu verhindern. Gleichzeitig räumte Giegold eine "gewisse Ratlosigkeit" ein. "Hooligans" könne seine Organisation nicht erreichen, für sie sei Attac ein Schimpfwort.

+++ Demo-Anmeldung bestätigt +++

[17:41] Die G-8-Polizeisondereinheit Kavala, die für die Zeit des Gipfels auch als Versammlungsbehörde tätig ist, bestätigte am Nachmittag, dass eine Anmeldung für eine NPD-Demo in Rostock eingegangen ist. Die Veranstaltung soll am Donnerstag stattfinden.

+++ Ansturm auf Camps +++

[17:19] Die Camps der Globalisierungsgegner rund um Heiligendamm stehen vor einem neuen Ansturm. "Wir erwarten bis zum Beginn des Gipfels insgesamt 15.000 Menschen", sagte ein Camp-Sprecher. Zu den Blockadeaktionen ab Mittwoch würden ebenfalls rund 15.000 Menschen erwartet.

+++ Erneuter Gewaltausbruch +++

[17:06] Am späten Nachmittag hat sich rund um die Demonstration in Rostock doch noch Gewalt entladen. Es würden Steine gegen Einsatzkräfte geworfen, sagte eine Polizeisprecherin. Zudem seien Schienen blockiert worden. 49 Demonstranten seien festgenommen und in Gefangenensammelstellen gebracht worden. Der Protestmarsch wurde gestoppt, weil Demonstranten gegen Auflagen verstoßen hätten. Die Polizei sei bemüht, Gewaltbereite von friedlichen Teilnehmern zu trennen.

+++ G-8-Gegner gegen Einsatz von Berliner Polizei +++

[16:59] Die Organisatoren der geplanten Blockade des G-8-Gipfelorts Heiligendamm haben ihre friedliche Absicht betont. "Wir wollen keine Eskalation und betrachten die Polizei nicht als unseren Gegner", sagte ein Sprecher. Er forderte die Polizei auf, zur Beruhigung der Lage beizutragen. "Als Zeichen der Deeskalation erwarten wir, dass die Berliner Einsatzhundertschaften nicht zum Einsatz kommen." Ein Sprecher der linken Szene hatte den Berliner Polizisten besondere Härte vorgeworfen.

+++ NPD will Donnerstag in Rostock demonstrieren +++

[16:50] Die rechtsextreme NPD hat laut "Tagesspiegel" für Donnerstag eine Kundgebung in Rostock angemeldet. Etwa 500 Neonazis wollen demnach unter dem Motto "Für Meinungs- und Versammlungsfreiheit, Nein zur Gewalt" demonstrieren. Die Anmeldung sei heute im Rostocker Rathaus erfolgt. Eine am vergangenen Samstag in Schwerin geplante NPD-Demonstration gegen den G8-Gipfel war verboten worden. Mehrere hundert Rechtsextreme wichen daraufhin zu Protestaktionen in andere Städte aus.

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.