Rücktritte von Wulff und Köhler Doppeltes Präsidenten-Pech für Burkina Faso

Die afrikanische Republik Burkina Faso hat kein Glück mit deutschen Staatsoberhäuptern: Im Juni 2010 kam die kurzfristige Absage von Horst Köhler - er war gerade als Präsident zurückgetreten. Nun platzt der Besuch von Christian Wulff, seine Visite war demnächst geplant.


Berlin/Ouagadougou - Am Sonntag in zehn Tagen sollte Christian Wulff in Burkina Faso einfliegen - die Vorbereitungen in der Hauptstadt Ouagadougou liefen auf Hochtouren. Doch nach dem Rücktritt des Bundespräsidenten wird es nichts mit dem Besuch in der afrikanischen Republik.

Ironischerweise ist es bereits die zweite kurzfristige Absage eines deutschen Staatsoberhaupts. Im Juni 2010 war der damalige Präsident Horst Köhler zum Staatsbesuch in Ouagadougou angekündigt, trat aber wenige Tage vor der Reise zurück.

Wulff wollte neben Burkina Faso auch Tansania und Sambia besuchen. Staatsbesuche in Kanada und Kroatien waren ebenfalls für die nächsten Wochen fest vereinbart. Wer diese Länder nun demnächst als oberster Repräsentant Deutschlands besuchen wird und wann, blieb zunächst unklar.

flo/AFP

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rainer_daeschler 17.02.2012
1.
Ich hoffe in Burkina Faso ist man jetzt nicht sauer. Die glauben vielleicht, wir lassen unsere Präsidenten absichtlich zurücktreten, nur um uns vor einem Staatsbesuch bei ihnen zu drücken. Wir sollten ihnen schnell Westerwelle als Trostpflaster schicken.
ogs 17.02.2012
2.
Zitat von rainer_daeschlerIch hoffe in Burkina Faso ist man jetzt nicht sauer. Die glauben vielleicht, wir lassen unsere Präsidenten absichtlich zurücktreten, nur um uns vor einem Staatsbesuch bei ihnen zu drücken. Wir sollten ihnen schnell Westerwelle als Trostpflaster schicken.
Na wenn sie da mal nicht richtig beleidigt sind?
Stefnix 17.02.2012
3. Super Idee!!
Zitat von rainer_daeschlerIch hoffe in Burkina Faso ist man jetzt nicht sauer. Die glauben vielleicht, wir lassen unsere Präsidenten absichtlich zurücktreten, nur um uns vor einem Staatsbesuch bei ihnen zu drücken. Wir sollten ihnen schnell Westerwelle als Trostpflaster schicken.
Der kann dann auch gleich dableiben! :-D
Bundeskanzler20XX 17.02.2012
4. Ich machs
Ich melde mich freiwillig diese Länder gegen eine üppige Gebühr + Aufwandsentschädigung für mich und meine Firma abzuklappern. Eine im Anschluss nahtlose Rentenzahlung eingeschlossen, natürlich ;o)
sumoh 17.02.2012
5. Burkina Faso = „Land der Aufrichtigen“
Es ist eher ein Gluecksfall, dass unser korruptes Oberhaupt da nicht hingefahren ist: zum einen gehoert er nun wirklich nicht ins Land der Aufrichtigen, zum anderen wird dieses Land vom Moerder Thomas Sankaras regiert, und der war ironischerweise der Namensgeber des Landes. Wulffs Kollege, Blaise Compaoré, Kampfgefaehrte und Unterstuetzer von Charles Taylor (kann sich noch jemand an die abgeschlagenen Haende in Sierra Leone erinnern?), wurde von Muammar Gadaffi unterstuetzt und zusammen haben diese drei Herren einige hunderttausend Tote auf dem Gewissen. Falls wir wirklich einen "Repraesentanten" unseres Landes bekommen - sollte er oder sie einen grossen Bogen machen um Burkina Faso solange dort dieser Despot herrscht. Bitte mal Thomas Sankara googeln!
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