Rüstung "Puma" für die Bundeswehr bewilligt

Die Bundeswehr wird mit dem neuen Schützenpanzer "Puma" ausgestattet. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Mittel dafür bewilligt.


Schützenpanzer Puma: Je nach Ausstattung wiegt er zwischen 31,5 und 43 Tonnen und ist damit luftverladefähig. Er ist mit einer 30-Millimeter-Kanone ausgestattet und bietet Platz für zehn Soldaten
MARCO-URBAN.DE

Schützenpanzer Puma: Je nach Ausstattung wiegt er zwischen 31,5 und 43 Tonnen und ist damit luftverladefähig. Er ist mit einer 30-Millimeter-Kanone ausgestattet und bietet Platz für zehn Soldaten

Berlin - Der "Puma" soll den 30 Jahre alten "Marder" ablösen. Für die Beschaffung der ersten Exemplare musste der Ausschuss 364 Millionen Euro freigeben. Insgesamt will die Bundeswehr 410 Stück im Gesamtwert von drei Milliarden Euro bestellen. Die Firmen Rheinmetall sowie Krauss Maffei Wegmann, deren gemeinsame Tochter PSM den Schützenpanzer herstellt, begrüßten die Freigabe der Mittel.

Das Projekt gilt als das größte Rüstungsprojekt für die Heeresindustrie. Es hat zudem eine Schlüsselrolle für Pläne zur Kooperation oder Konsolidierung in der Sparte. Das Verteidigungsministerium hatte die beiden Firmen zu einer möglichst engen Zusammenarbeit gedrängt, etwa in einem Gemeinschaftsunternehmen.

Vor diesem Hintergrund war der Ausstieg der Familie Röchling als langjährigem Großaktionär von Rheinmetall Ende November als mögliche Gelegenheit zur weiteren Konsolidierung gewertet worden. Der Vorstand hatte sich offen für eine Fusion gezeigt, für die Kraus Maffei Wegmann als Kandidat genannt wurde. Die Röchling-Anteile von 42,1 Prozent wurde an eine Gruppe institutioneller Investoren verkauft.



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