Rüstungsaffäre Neue Millionenforderungen an von der Leyen

Weil die Bestellung der "Eurofighter" zurückgenommen wurde, könnte es jetzt teuer werden für Ursula von der Leyen: Nach Informationen des SPIEGEL will Airbus Defence dem Verteidigungsministerium einen dreistelligen Millionenbetrag in Rechnung stellen.

Ministerin von der Leyen: Airbus Defence will dreistelligen Millionenbetrag fordern
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Ministerin von der Leyen: Airbus Defence will dreistelligen Millionenbetrag fordern


Hamburg - Millionenschwere Forderungen der Industrie kommen auf Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu: Nach Informationen des SPIEGEL plant die Rüstungsfirma Airbus Defence, dem Ministerium in Kürze einen dreistelligen Millionenbetrag in Rechnung zu stellen.

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Der Grund: Die Bestellung der letzten Tranche des "Eurofighter" wurde zurückgenommen. Das Verteidigungsministerium hatte noch im vergangenen Jahr entschieden, 37 Flugzeuge der sogenannten Tranche 3B nicht mehr zu bestellen.

Um in Zukunft besser über Risiken informiert zu sein, plant von der Leyen einen noch weitergehenden Umbau ihres Ressorts als bisher bekannt. So soll demnächst ein Leitungsreferat eingerichtet werden, das ähnlich wie früher der Planungsstab eine Kontrollfunktion bei den wichtigsten Projekten wahrnimmt. Schwerpunkte der Arbeit des Referats sollen neben Rüstung auch die Themen Bundeswehrreform, Attraktivität des Arbeitgebers Bundeswehr und Nato/EU sein.

Affäre Beemelmans

Konkrete Auswirkungen zeigte die Rüstungsaffäre bereits am vergangenen Donnerstag: Wegen mehrerer außer Kontrolle geratener Rüstungsvorhaben hatte von der Leyen ihren Staatssekretär Beemelmans und ihren Abteilungsleiter Rüstung, Detlef Selhausen, entlassen.

Dass Beemelmans mit seinen Ausführungen über die 15 größten Rüstungsvorhaben Kostensteigerungen und Verzögerungen bei wichtigen Projekten nicht schlüssig erklären konnte, bedeutete das Ende seiner Beamtenkarriere. Zuletzt war er in die Kritik geraten, weil er beim Jagdflugzeug "Eurofighter" Ende vergangenen Jahres eine Zahlung von 55 Millionen Euro am Parlament vorbei an die Industrie freigegeben hatte.



insgesamt 43 Beiträge
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abcstudent 23.02.2014
1. gefällt mir
die Frau gefällt mir. Sie räumt in diesem korrupten saustall auf
Meckerliese 23.02.2014
2. zm Kotzen
Wenn man sieht wie unsere Politiker mit unserem Geld umgehen kann man nur noch kotzen. ABer wir habens ja. Der dumme Michel erarbeitet es ja täglich damit es diese Polithansel zum Fenster rauswerfen können.
Luna-lucia 23.02.2014
3. seltsame Überlegungen von
Zitat von sysoppicture alliance / dpaWeil die Bestellung der "Eurofighter" zurückgenommen wurde, könnte es jetzt teuer werden für Ursula von der Leyen: Nach Informationen des SPIEGEL will Airbus Defence dem Verteidigungsministerium einen dreistelligen Millionenbetrag in Rechnung stellen. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ruestungsaffaere-neue-millionenforderungen-an-von-der-leyen-a-955156.html
den Eurofighter Herstellern. Dann sollte eben Frau von der Leyen logisch kontern, und denen ganz klar mitteilen, dass diese Firmen eben dann keinerlei Aufträge mehr, bekommen werden. Ausschreibungen kann man so, oder auch so formulieren ...
fritze_bollmann 23.02.2014
4.
Mein Vorschlag, man sollte mal untersuchen lassen, wer von diesen ganzen "Fehleinschätzungen" profitiert hat oder profitiert und inwieweit da vielleicht auch Geld geflossen ist. Schließlich sitzen im Beschaffungsamt oder Ministerium auch nur Menschen...
rodelaax 23.02.2014
5. Wie gehabt, ...
... lichtert Zensursula realitätsfremd durch die ihr gestellten Aufgabenbereiche herum. Zum Schluß wird auch bei diesem Amt nichts heraus kommen.
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