Ukraine-Konflikt Deutsch-russisches Regierungstreffen fällt aus

Der Ukraine-Konflikt hat die Stimmung zwischen Deutschland und Russland deutlich verschlechtert. Deshalb fällt nach SPIEGEL-Informationen ein Treffen zwischen Merkel und Putin aus: Aufgrund der angespannten Lage seien Regierungskonsultationen nicht sinnvoll.

Kanzlerin Merkel (l.), Russland-Präsident Putin (Archivfoto): "Treffen nicht sinnvoll"
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Kanzlerin Merkel (l.), Russland-Präsident Putin (Archivfoto): "Treffen nicht sinnvoll"


Berlin - Wegen der Ukraine-Krise fallen die deutsch-russischen Regierungskonsultationen nach Informationen des SPIEGEL in diesem Jahr aus. Die Gespräche zwischen den Regierungschefs und Ministern beider Länder finden in der Regel parallel zum Petersburger Dialog statt, der Ende des Monats im russischen Sotschi geplant ist.

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Gegenwärtig sei ein Treffen angesichts des Verhaltens Moskaus nicht sinnvoll, heißt es in Berlin. Mehrere Nichtregierungsorganisationen haben ihre Teilnahme am Petersburger Dialog, einem deutsch-russischen Gesprächsforum, abgesagt.

Man wolle nicht an der "Aufstellung einer Potemkinschen Fassade namens 'Dialog der Zivilgesellschaften' mitwirken", heißt es in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Unterzeichnet haben das Schreiben unter anderen Greenpeace, die Heinrich Böll-Stiftung und Amnesty International.

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insgesamt 64 Beiträge
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salmasius 11.10.2014
1. Absurd!
Gerade in einer angespannten Lage sind doch Konsultationen sinnvoll.
spmc-129372683232763 11.10.2014
2. Glaubt eigentlich noch irgendjemand,
daß es im Ukrainekonflikt darum geht, irgendwelchem Völkerrecht-wie wär`s zur Abwechslung mal mit dem Selbstbestmmungsrecht der Völker(vgl.z.B. Menschenrechtsakte von 1966) zum Durchbruch zu verhelfen! Es handelt sich um knallharte globale Machtpolitik im Interesse der USA und der EU-Phantasten-gestützt auf das transatlantische Elitenillieu!
an-1 11.10.2014
3.
...klar nicht sinnvoll, weil Frau Dr. Merkel müsste zugeben dass alle Gründe für die Sanktionen gegen Russland sich in eine Luftblase aufgelöst haben... Außer dass Hunter Biden bei Burisma einen guten Job hat und die USA alle Pipelines auf dem Ukrainischem Boden kontrollieren.
W.i.n.t.e.r 11.10.2014
4. Es waren die Deutschen...
... die diese Konsultationen damals haben wollten. Wer sich die Dachthemem der Jahre seit dem 1. Petersburger Dialog (2001) ansieht, wird allerdings eine schleichende Veränderung seitens deren Ausrichtung feststellen. Ist im Anfang noch die Partnerschaft "Russland und Deutschland" im Vordergrund, stellt man ab 2006 fest, daß Deutschland das Gewicht der Europäischen Union in die Wagschale wirft.
Desi 11.10.2014
5. Glaubt Merkel
wirklich, dass sich Russland wieder nach Westen orientieren wird, wenn es ihr und der EU wieder genehm ist. Der Westen repräsentiert nicht die Welt und es gibt mehr als genug andere Länder, die sich freuen den Handel mit Russland zu übernehmen. So etwas von kurzsichtig und absurd.
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