Sachsen Rechtsextremist bastelte Rohrbombe - schwer verletzt

Plante er einen Terroranschlag? Mit hochexplosiven Chemikalien hat ein Rechtsextremist im sächsischen Leutersdorf eine Rohrbombe gebaut - doch der Sprengkörper explodierte noch in seiner Wohnung und verletzte den 20-Jährigen. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.


Görlitz - Beim Bau einer Rohrbombe ist ein Anhänger der rechten Szene im sächsischen Leutersdorf schwer verletzt worden. Wie eine Polizeisprecherin heute in Görlitz mitteilte, wurde der 20-Jährige in ein künstliches Koma versetzt. Weitere Personen seien nicht verletzt worden. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen. In der Wohnung des Mannes im Landkreis Löbau-Zittau sei rechtsextremistisches Propagandamaterial gefunden worden.

Einen terroristischen Hintergrund wollte die Sprecherin weder bestätigen noch dementieren. Die Ermittlungen stünden erst am Anfang.

Der Mann wollte den Angaben zufolge in seiner im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses liegenden Wohnung gestern Abend aus verschiedenen hochexplosiven Chemikalien eine Rohrbombe bauen, als der Sprengkörper explodierte. Er habe schwerste Verbrennungen am ganzen Körper erlitten. In dem Gebäude habe sich zu diesem Zeitpunkt sonst niemand aufgehalten.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung hätten Spezialisten weitere hochexplosive Chemikalien gefunden. Da ein Abtransport zu gefährlich gewesen sei, habe man diese Chemikalien vor dem Gebäude auf einer Wiese kontrolliert gesprengt, sagte die Sprecherin.

hen/AP



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