Konflikt bei der Linken Wagenknecht will neue Flüchtlingspolitik ihrer Partei

Tausende Wähler hat Die Linke bei der Bundestagswahl an die AfD verloren. Als eine Ursache hat Fraktionschefin Wagenknecht die Migrationsfrage ausgemacht. Im SPIEGEL setzt sie sich für einen härteren Kurs ihrer Partei ein.

Sahra Wagenknecht
REUTERS

Sahra Wagenknecht


Nach dem Machtkampf mit der Parteiführung fordert Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht eine neue Position in der Flüchtlingsfrage: "Statt mit der wenig realitätstauglichen Forderung 'Offene Grenzen für alle Menschen sofort' Ängste und Unsicherheitsgefühle zu befördern, sollten wir uns darauf konzentrieren, das Asylrecht zu verteidigen", sagt Wagenknecht in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

"Das bedeutet nicht, dass jeder, der möchte, nach Deutschland kommen und hier bleiben kann."

In der Flüchtlingspolitik sieht sie eine der Hauptursachen für die Wählerwanderung im Osten von links nach rechts: "Es geht darum, sensibler mit den Ängsten von Menschen umzugehen, statt sie als 'rassistisch' zu diffamieren und damit Wähler regelrecht zu vertreiben."

Die Rassismusvorwürfe gegen ihre Person wies sie als absurd zurück. "So zu argumentieren ist politisch fahrlässig, weil es echte, gefährliche Rassisten wie Björn Höcke unkenntlich macht und verharmlost."

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - diese Woche bereits ab Donnerstagmorgen erhältlich.

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insgesamt 129 Beiträge
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volkerrachow 20.10.2017
1. Sarah hat Recht
Im Gegensatz zu Merkel, Schulz und den Grünen hat Sarah Wagenknecht realisiert, warum die "etablierten Parteien" so abgeschmiert sind. Statt das zu erkennen, wird nach einem muslimischen Feiertag und Familienzuzug geschrien. Unfassbar realitätsfern.
Luna-lucia 20.10.2017
2. Frau Wagenknecht
Sie werden uns immer sympatischer! Sie haben die Zeichen der Zeit richtig erkannt. Halten Sie an Ihrem Kurs fest! Den halten wir für besser, als so manches andere, aus den übrigen Parteien.
Dumme Fragen 20.10.2017
3. Linkspartei macht sich überflüssig!
Mit diesen Aussagen und den ersten Ergebnissen der Jamaika-Sondierungen kann man feststellen: Grüne und Linkspartei sind dabei, sich überflüssig zu machen. Wenn die SPD als Opposition nichts falsch macht, kann sie die Spaltung des Mitte-Links-Lagers jetzt endlich beenden und überwinden!
Ostseeland 20.10.2017
4. Zu spät liebe Sahra!
Sie sind die einzigste Politikerin oder auch Politiker die ich mag und ich Respekt zollen muss. Sie sind Intellegent, Eloquent.Ihre Logik und ihre Rethorik ist unerreicht. Ich habe viele ihrer Reden auf youtube gesehen. Aber ihren Schwenk in der Politik um Ängste, um die Sicherheit nimmt ihnen keiner mehr ab. Die Linke hat wie die Grünen ihre Glaubwürdigkeit verspielt mit ihren sozialistischen Ideen. Selbst im Osten gehen ihnen die Wähler ab. Warum? Die Flüchtlingspolitik ihrer Partei ist da wohl als erstes zu nennen. Sie haben den Wählerauftrag nicht verstanden der wollte, dass sie Oppositionspolitik machen und nicht am Abnickerverein mitmachen. Was sie ja leider bei den wichtigsten Themen gemacht haben. Persönlich wünsche ich ihnen viel Erfolg was ich von ihrer Partei nicht sagen kann. Schönen Freitag.
buerger2013 20.10.2017
5. Dann
wäre Die Linke die bessere SPD und somit wählbar und koalitionsfähig. Aber ich glaube nicht, dass sich das in der Partei durchsetzen lässt.
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