Angriff mit Molotowcocktail 30-Jähriger gesteht Brandanschlag in Salzhemmendorf

Sie putschten sich mit Alkohol und Rechtsrock auf, bauten einen Brandsatz und warfen ihn in die Wohnung von Asylbewerbern: Das geht nach SPIEGEL-Informationen aus dem Geständnis eines der mutmaßlichen Täter von Salzhemmendorf hervor.

Asylbewerber-Wohnung in Salzhemmendorf: Dritter Tatverdächtiger gesteht
DPA

Asylbewerber-Wohnung in Salzhemmendorf: Dritter Tatverdächtiger gesteht


Nach dem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf hat nach SPIEGEL-Informationen auch der dritte Tatverdächtige ein Geständnis abgelegt. Der 30-jährige Dennis L. hat zugegeben, einen Molotowcocktail auf das Haus geworfen zu haben. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Aus der Aussage geht auch hervor, wie die Stunden vor der Tat abgelaufen sind.

In der Nacht hätten er und der 24-jährige Sascha D. in seiner Garage gesessen und mehrere Biere sowie fast zwei Flaschen Weinbrand getrunken und über YouTube Musik von Bands wie "Sturmwehr", "Nordfront" und "Kategorie C" gehört, so Dennis L. Dann hätten sie eine Flasche mit Benzin und Sägespänen gefüllt. Die 23-jährige Saskia B., die ebenfalls beteiligt war, aber keinen Alkohol getrunken haben soll, fuhr laut L. das Auto zum Tatort.

Der Brandsatz landete im Kinderzimmer einer Asylbewerberfamilie aus Simbabwe, die nebenan schlief und unverletzt blieb. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen die beiden Männer und die Frau wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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