Schadsoftware Chinas Geheimdienste starteten Spähangriff auf deutsche Regierung

Hochrangige Mitarbeiter mehrerer Bundesministerien und Banken waren nach SPIEGEL-Informationen Ziel eines Spionageangriffs aus China. Die Betroffenen erhielten E-Mails mit Schadsoftware, die Daten an die Volksrepublik leiten sollte.

Chinesischer Premier Li, Kanzlerin Merkel: Schadsoftware an deutsche Regierungsmitglieder
DPA

Chinesischer Premier Li, Kanzlerin Merkel: Schadsoftware an deutsche Regierungsmitglieder


Hamburg - Chinesische Geheimdienste haben offenbar einen Spionageangriff auf die Bundesregierung unternommen. Nach Informationen des SPIEGEL wurden im Vorfeld des G-20-Gipfels in St. Petersburg im vergangenen September E-Mails an hochrangige Mitarbeiter mehrerer Bundesministerien und Banken verschickt, die Schadsoftware enthielten.

Eine dieser E-Mails gaukelte einen Informationsaustausch unter den sogenannten Sherpas vor, die den Gipfel vorbereiteten, in diesem Fall die wirtschaftspolitischen Berater der mächtigsten Politiker der Welt. Eine Regierungssprecherin bestätigte Versuche, "die Informationssicherheit im Bundeskanzleramt auf dem beschriebenen Weg zu kompromittieren". Diese Angriffe seien abgewehrt worden.

Die in der E-Mail enthaltene Schadsoftware sollte ihre Ergebnisse nach China liefern. Der deutsche Verfassungsschutz kann den Angriff internen Erkenntnissen zufolge "nachrichtendienstlichen Urhebern" zuordnen: chinesischen Geheimdiensten.

Westliche Nachrichtendienste beobachten seit längerer Zeit wachsende Aktivitäten der Spione aus China. Im Vorfeld des G-20-Gipfels 2013 waren bereits Außenministerien in fünf EU-Staaten zum Ziel einer mutmaßlich aus China gesteuerten Spionageattacke geworden.

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anja-boettcher1 16.02.2014
1. Vermutung
Ich nehme an, jeder Chinese der bei dem Versuch erwischt wird, eine solche Spähsoftware zu implementieren, wird verhaftet, vor Gericht gestellt und infaftiert werden. Wann bitte geschieht, im Sinne des Gleichheitsgrundsatzes, Gleiches mit ähnlich agierenden US-Amerikanern?
catcargerry 16.02.2014
2. Na und
Zitat von sysopDPAHochrangige Mitarbeiter mehrerer Bundesministerien und Banken waren offenbar Ziel eines Spionageangriffs aus China. Die Betroffenen erhielten E-Mails mit Schadsoftware, die Daten an die Volksrepublik leiten sollte. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schadsoftware-chinesischer-spionageangriff-auf-deutsche-regierung-a-953744.html
Die dürfen das doch, das sind doch keine Freunde.
heiko1977 16.02.2014
3.
Ja und? Was die USA seit Jahren machen können die Chinesen auch. Das hatte sich wohl auch der chinesische Geheimdienst gedacht. Ausserdem stört es doch unser Strampelanzug Merkel nicht da D ausspioniert wird, ist doch alles geklärt und wieder supi.
hador2 16.02.2014
4.
Wahrlich eine Sensation: Geheimdienste spionieren ausländische Regierungen aus... Anstatt sich künstlich über etwas aufzuregen, dass seit mindestens 2000 Gang und Gäbe ist wünschte ich mir von den Medien endlich mehr Aufmerksamkeit für die wirkliche Problematik: Das Regierungen weltweit ihre Bürger in einer Art und Weise bespitzeln von der selbst George Orwell nicht zu träumen wagte!
basdy 16.02.2014
5. Oh Gott
Wenn sie das Telefon der Kanzlerin abhören ist das eine Meldung wert, alles andere sind doch Peanuts. Oder um einen Vergleich auf anderer Ebene zwischen China und den USA zu bemühen: Anfänger überfallen eine Bank, Profis gründen eine!
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