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Kritik an Protestpartei: Schäuble nennt AfD "Schande für Deutschland"

Finanzminister Schäuble: "Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht" Zur Großansicht
DPA

Finanzminister Schäuble: "Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht"

"Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht": Finanzminister Schäuble macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung für die AfD. Bei einer Podiumsdiskussion nannte er sie "Schande für Deutschland".

Hamburg - Finanzminister Wolfgang Schäuble hat die "Alternative für Deutschland" (AfD) erneut mit scharfen Worten angegriffen. Die Partei sei eine "Schande für Deutschland", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag bei einer Podiumsdiskussion am Rande der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. Die AfD schüre Vorurteile gegen Ausländer und Minderheiten. "Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht", so Schäuble bei der Veranstaltung des US-Ablegers der Bertelsmann Stiftung.

Bereits im September hatte Schäuble die AfD mit den rechtsextremen Republikanern, die in den Neunzigerjahren erfolgreich waren, verglichen. Die AfD sei eine Gruppierung, "die hemmungslos alles demagogisch missbraucht, was man missbrauchen kann", sagte er damals. AfD-Chef Bernd Lucke hatte die Angriffe des Bundesfinanzministers daraufhin als "niveaulos" bezeichnet.

Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) feierte in den vergangenen Monaten mehrere Wahlerfolge. Sowohl in Sachsen als auch in Thüringen und Brandenburg zog die Partei in den Landtag ein. Zudem holte sie bei der Europawahl im Mai aus dem Stand sieben Prozent.

Der Erfolg schlägt sich auch bei den Mitgliederzahlen nieder. Seit ihrer Gründung vor eineinhalb Jahren hat sich die Zahl der Parteimitglieder mehr als vervierfacht. Das berichtete jüngst das "Handelsblatt" unter Berufung auf den AfD-Bundesschatzmeister Piet Leidreiter. Am 30. März 2013 zählte die Partei 4589 Mitglieder, zum Zeitpunkt der aktuellen Zählung gehörten 19.885 Menschen der AfD an.

bka/dpa/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 242 Beiträge
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1. Was
inovatech 09.10.2014
ist mit Herrn Schäubles Demokratieverständnis ? Diese Partei ist ganz normal und legal in die Landtage gewählt worden - und zwar vom mündigen Wahlvolk. Wo ist die Schande von der er spricht ?
2. überflüssige Polemik .....
daslästermaul 09.10.2014
Schäuble ist Profi genug um nicht zu wissen, dass man diesen merkwürdigen Verein durch eine derartige Schärfe nur unnötig zum Gegenstand öffentlicher Erörterungen macht. Ihn Tot zu schweigen, bzw. sich allenfalls inhaltlich mit seinen oft mehr als fragwürdigen Zielen auseinanderzusetzen, wäre die geschicktere Strategie. So erlangt er nur nur ungewollt mehr Publizität als es notwendig ist.
3. Da
maxgil 09.10.2014
Hat er wohl recht!
4. Recht hat er...
greedo#5 09.10.2014
Hätte ich nie gedacht, dass ich mal einer Meinung mit Herrn Schäuble bin.
5.
Zereus 09.10.2014
Ob nun die herrschende politische Klasse oder eine Partei eine Schande für Deutschland ist, die diese verkrustete Politkaste aufbrechen will, liegt wohl im Auge des Betrachters.
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