Landtagswahl in Schleswig-Holstein CDU klar stärkste Kraft, Schlappe für die SPD

Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein verliert die SPD von Ministerpräsident Torsten Albig, die CDU wird klar stärkste Kraft. Die Linke verpasst laut aktuellen Hochrechnungen den Einzug, die AfD ist im Parlament.



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Es ist das Aus für die sogenannte Dänen-Ampel in Schleswig-Holstein: Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und der dänischen Minderheitspartei SSW hat bei der Landtagswahl ihre Mehrheit verloren. Stattdessen triumphiert die CDU.

Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Torsten Albig müssen Verluste hinnehmen. Laut einer aktuellen ZDF-Hochrechnung (Stand: 21.24 Uhr) kommt die Partei auf 26,7 Prozent (ARD: 26,8). Das sind 3,7 Punkte weniger als bei der vergangenen Wahl. Die Union liegt deutlich vorne bei 32,9 (32,5) Prozent.

Die FDP legt zu und kommt nun auf 11,0 (11,4) Prozent. Die Grünen bestätigen mit 12,9 (12,9) Prozent in etwa ihr Ergebnis von 2012. Die Linke verzeichnet zwar leichte Zugewinne, verpasst den erhofften Einzug in den Landtag jedoch erneut klar (3,6 Prozent / 3,7). Die AfD schafft wohl knapp den Sprung ins Parlament - sie liegt aktuell bei 5,8 (5,9) Prozent. Der SSW, der von der Fünfprozenthürde befreit ist, landet bei 3,5 (3,4) Prozent, die Piraten bei 1,2 (1,2) Prozent.

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Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Jubel bei der CDU, Sozialdemokraten trauern

Nach der Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat hatte die SPD auch in Schleswig-Holstein in den Umfragen zunächst zugelegt und konnte sich Hoffnungen machen, stärkste Kraft zu werden. Mitte März lag die Partei dort noch bei 33 Prozent. In der Folge konnte sie diese Werte jedoch nicht halten.

"Bitterer Tag"

Möglich wären den ersten Zahlen zufolge eine große Koalition oder Dreierbündnisse aus SPD oder CDU mit Grünen und FDP, da keine der etablierten Parteien eine Koalition mit der AfD eingehen will.

CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther sagte in Kiel vor seinen Anhängern: "Die Menschen haben gegen die Koalition des Stillstands gestimmt, weil sie eine Koalition des Aufbruchs wollen."

SPD-Vize Ralf Stegner bezeichnete das Abschneiden seiner Partei in Schleswig-Holstein als "enttäuschend". "Das ist ein bitterer Tag für die Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein", sagte Stegner kurz nach Bekanntgabe der ersten Prognosen.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley sagte, Schleswig-Holstein sei für die SPD immer "ein schwieriges Pflaster" gewesen. "Wir haben es nicht geschafft zu mobilisieren", räumte Barley ein.

kev/AFP/Reuters



insgesamt 316 Beiträge
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RustinCohle 07.05.2017
1. ...
Der Schulz-Zug ist wohl auf dem Abstellgleis gelandet …
Mittelalter 07.05.2017
2. Was sagt man zu dem Ergebnis?
Der Schulz-Zug ist so was von entgleist.
Benko 07.05.2017
3.
Sehr gut, die AfD drin, der "Schulz-Zug" einmal mehr gestoppt und die Linken draußen. Hätte wesentlich schlechter ausfallen können. Albig ist fort und hat keinen Amtsbonus bekommen -verständlich. Arroganter Kerl. Jetzt wird sich zeigen was Daniel Günter kann.
KingTut 07.05.2017
4. Kein Schulz-Effekt
Glückwunsch an die schleswig-holsteinische CDU, die künftig den Ministerpräsidenten stellen wird. Der Schulz-Effekt war eine Fata Morgana.
skeptikerin007 07.05.2017
5. Heiliger Schulz
Wo warst du?
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