Schleswig-Holstein CDU-Führung will de Jager als neuen Spitzenkandidaten

Jost de Jager soll es richten: Nach dem Rücktritt von Christian von Boetticher hat sich die schleswig-holsteinische CDU-Führung auf den neuen Spitzenkandidaten und Parteichef geeinigt. Überraschend war die Wahl nicht.

Jost de Jager: Schleswig-Holsteins neuer CDU-Spitzenkandidat
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Jost de Jager: Schleswig-Holsteins neuer CDU-Spitzenkandidat


Kiel - Wirtschaftsminister Jost de Jager soll neuer CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein werden. Der 46-Jährige soll zudem Ende September auf einem Sonderparteitag zum neuen Landesvorsitzenden seiner Partei gewählt werden. Dafür sprach sich die Landesspitze der Christdemokraten am Dienstagabend in Kiel einstimmig aus.

"Ich trete an, um diese Wahl zu gewinnen", sagte de Jager nach der zweieinhalbstündigen Sondersitzung. Es fühle sich gut an, so breit von der Partei getragen zu werden.

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatten sich führende Christdemokraten für de Jager stark gemacht. "Ich halte Jost de Jager für den optimalen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten", sagte Landtagspräsident Torsten Geerdts. Innenminister Klaus Schlie nannte ihn eine "herausragende Persönlichkeit".

Ministerpräsident Carstensen hatte sich bereits am Montag hochzufrieden über den möglichen Boetticher-Nachfolger de Jager geäußert: "Ich sehe ihn als einen charakterfesten, ordentlichen Kerl", sagte der Regierungschef. Er sei in seinem Kabinett einer der stärksten.

"Ausgesprochen fleißig und kompetent"

Die "Kieler Nachrichten" porträtieren de Jager als "Mann für alle Fälle". "Er gilt als ausgesprochen fleißig, kompetent und als derjenige, der aus Sicht vieler Christdemokraten von Anfang an die bessere Alternative war", so das Blatt am Montag.

Der Sohn eines Pastors wurde am 7. März 1965 geboren. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Nach seinem Wehrdienst bei der Marine studierte de Jager in Kiel Geschichte, Englisch und Politik. Nach einem Volontariat beim Evangelischen Pressedienst in Kiel gelang ihm 1996 der Sprung in den schleswig-holsteinischen Landtag.

Dort brachte er es bis zum stellvertretenden Fraktionschef. Zum Start der großen Koalition wechselte er 2005 als Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium. Nach der Landtagswahl 2009 wurde er schließlich Wirtschaftsminister.

De Jager soll die Nachfolge des am Sonntag zurückgetretenen ehemaligen Landes- und Fraktionschefs sowie Spitzenkandidaten Christian von Boetticher antreten. Der 40-Jährige war über eine frühere Beziehung zu einer damals 16-Jährigen gestürzt. Seine Beziehung zu dem jungen Mädchen, das er über Facebook kennengelernt haben soll, beschrieb Boetticher vor der Presse unter Tränen mit den Worten: "Es war schlichtweg Liebe."

aar/dapd/AFP

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Schroekel 16.08.2011
1. na wenn dat mal gutgehn tut
Zitat von sysopJost de Jager soll es richten: Nach dem Rücktritt von Christian von Boetticher hat sich die schleswig-holsteinische CDU-Führung auf den neuen Spitzenkandidaten und Parteichef geeinigt. Überraschend war die Wahl nicht. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,780639,00.html
is ja mal nich nur frisur, diesmal. dat hatten wir ja schon bei dem anderen kerl. nu kommn auch noch de zähne dazu. rate dringend zu schnellem wechsel des zahn kosmetikers.
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