Schleswig-Holstein Leiter des Verfassungsschutzes beurlaubt

Der Chef der Verfassungsschutzabteilung in Schleswig-Holstein ist vorzeitig von seinem Amt entbunden worden. Angaben zu den Gründen gibt es nicht. Einem Bericht zufolge gehe es um "fragwürdiges Verhalten".

Dieter Büddefeld
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Dieter Büddefeld


Der Leiter des Verfassungsschutzes in Schleswig-Holstein, Dieter Büddefeld, ist beurlaubt worden. Das Innenministerium des Landes bestätigte einen Bericht des Norddeutschen Rundfunks.

Es gehe um "fragwürdiges Verhalten im Kollegenkreis", berichtete NDR Info. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, wurde gegen Büddefeld ein Disziplinarverfahren eingeleitet, für dessen Dauer er beurlaubt worden sei. Es gehe um persönliches Verhalten des Verfassungsschutzchefs, der diesen Posten seit knapp sieben Jahren innehatte.

Das Innenministerium beließ es auf Anfrage bei einer knappen Mitteilung: Ressortchef Hans-Joachim Grote (CDU) habe den Abteilungsleiter des Verfassungsschutzes "vorläufig von der Führung seiner Dienstgeschäfte entbunden", heißt es. "Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes kann das Ministerium darüber hinaus keine Angaben machen." Nach SPIEGEL-Informationen wurde für Dienstag, 8.30 Uhr, das für die Aufsicht über den Verfassungsschutz zuständige Parlamentarische Kontrollgremium des schleswig-holsteinischen Landtags zu einer Sondersitzung einbestellt.

Der NDR berichtet, dass Büddefeld vor Jahren schon einmal für Verärgerung im Ministerium gesorgt haben soll. Demnach soll bei einer Routineüberprüfung seines Dienstrechners eine CD mit zweifelhaftem Inhalt gefunden worden sein.

Büddefeld ist seit Oktober 2011 Leiter des Verfassungsschutzes in Schleswig Holstein. Davor war er Chef des Landeskriminalamtes in Brandenburg.

asc/dpa

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