Schleswig-Holstein Rot-Grün baut Vorsprung aus

Einer Wahlumfrage zufolge hat Rot-Grün den Vorsprung vor Schwarz-Gelb in Schleswig-Holstein ausgebaut. Die SPD von Ministerpräsidentin Simonis liegt demnach fünf Prozent vor CDU-Herausforderer Carstensen. Zum Zünglein an der Waage könnte der Südschleswigsche Wählerverband werden.


Ministerpräsidentin Simonis: 57 Prozent stehen hinter ihr
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Ministerpräsidentin Simonis: 57 Prozent stehen hinter ihr

Mainz/Kiel - Die vom NDR bei Infratest dimap in Auftrag gegebene Umfrage ergibt, dass die SPD derzeit auf 41 Prozent kommt. Im Vergleich zur entsprechenden Erhebung im Januar legt sie damit um einen Prozentpunkt zu. Die CDU verliert im Vergleichszeitraum einen Prozentpunkt und kommt auf 36 Prozent. Die Grünen liegen mit 7,5 Prozent leicht schwächer als zuvor, die FDP bei sieben Prozent unverändert. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) käme auf drei Prozent, die rechtsextreme NPD auf 2,5 Prozent.

Auch laut ZDF-Politbarometer hat die Koalition aus SPD und Grünen eine Woche vor der Wahl einen leichten Vorsprung vor einem möglichen CDU/FDP-Bündnis. Doch demnach käme die SPD auf 40 Prozent, die CDU auf 37 Prozent, wäre an diesem Wochenende bereits Wahl, teilte der Sender mit. Grüne und FDP erhielten jeweils sieben Prozent, der von der Fünf-Prozent-Hürde ausgenommene Südschleswigsche Wählerverband vier Prozent. Die rechtsextreme NPD steht bei drei Prozent. Nach dieser Umfrage hätte Rot-Grün damit keine eigene Mehrheit. Zum Zünglein an der Waage könnte der Südschleswigsche Wählerverband werden.

Erst 66 Prozent aller Befragten hätten sich auf eine Partei festgelegt, hieß es. 57 Prozent hätten lieber Ministerpräsidentin Heide Simonis als künftige Ministerpräsidentin, 30 Prozent bevorzugen CDU-Herausforderer Peter Harry Carstensen. Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hatte für das ZDF vom 8. bis 10. Februar 1106 Menschen befragt.

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