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Asylpolitik: Schnellere Verfahren für Flüchtlinge aus Syrien und Irak

Jesiden auf der Flucht aus dem Irak (im August): Neue Asylpolitik Zur Großansicht
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Jesiden auf der Flucht aus dem Irak (im August): Neue Asylpolitik

Bislang müssen Flüchtlinge lange auf die Entscheidung über ihren Asylantrag warten. Bei Migranten aus extrem unsicheren Ländern soll die Bearbeitungsdauer jetzt rapide gesenkt werden.

Nürnberg - Bei der Gesamtzahl der Asylbewerber in Deutschland dauert die Bearbeitung eines Antrags derzeit im Schnitt sieben Monate - zu lang, wie Innenminister von Bund und Ländern Mitte Oktober entschieden. Asylverfahren von Jesiden und Christen aus Syrien oder dem Irak sollen deshalb ab sofort deutlich schneller bearbeitet werden.

Wie ein Sprecher des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) am Dienstag in Nürnberg mitteilte, könnten Verfahren für Flüchtlinge aus extrem unsicheren Herkunftsländern im Idealfall innerhalb von elf Tagen nach Antragstellung abgeschlossen werden. Durch Fragebögen könne in diesen Fällen meist auf eine mündliche Anhörung verzichtet werden. Ziel sei es, die Anträge anzuerkennen, noch bevor die Asylbewerber auf die Kommunen verteilt würden.

Die Zahl der bewilligten Asylanträge ist in Deutschland so hoch wie seit Jahren nicht. Im dritten Quartal 2014 wurden 9582 Asylanträge genehmigt, damit wurde in diesem Jahr insgesamt bereits 25.646 Asylsuchenden Schutz gewährt. Der Großteil der Bewerber, die Asyl bekamen, stammt aus den Krisengebieten Syrien, Afghanistan und Irak.

Die Innenminister von Bund und Ländern hatten sich im Oktober auf eine Beschleunigung der Asylverfahren verständigt; hierzu soll auch das Bundesamt für Flüchtlinge künftig besser ausgestattet werden. Die Bundesregierung hatte das langfristige Ziel vorgegeben, die Bearbeitungsdauer für die Gesamtzahl der Asylbewerber auf drei Monate zu verkürzen.

eth/dpa

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1. Asyl
ali00 12.11.2014
Asyl für yesiden und Christen ??? Wieso erwähnt man die anderen Muslimen die auch aus Syrien stammen ??? Ansonsten fehlen mir die Worte, kein Kommentar dazu
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