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ARD-Deutschlandtrend: Schwarz-Gelb hat erstmals seit 2009 eigene Mehrheit

Angela Merkel mit Guido Westerwelle (Archiv): Bestes Ergebnis seit 2009 Zur Großansicht
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Angela Merkel mit Guido Westerwelle (Archiv): Bestes Ergebnis seit 2009

Die Koalitionsparteien CDU und FDP haben laut ARD-Deutschlandtrend gemeinsam ein besseres Ergebnis als alle im Bundestag vertretenen Oppositionsparteien zusammen - zum ersten Mal seit November 2009. Auch die Institute Forsa und Allensbach sehen die Koalition mit einer eigenen Mehrheit.

Köln/Berlin - Die schwarz-gelbe Koalition kommt erstmals seit November 2009 wieder auf eine eigene Mehrheit. Das ist das Ergebnis des aktuellen ARD-Deutschlandtrends. Damit sind CDU und FDP zusammen stärker als die im Bundestag vertretenen Parteien der Opposition. Auch die Institute Forsa und Allensbach sehen die Koalition derzeit mit einer eigenen Mehrheit. Im jüngsten ZDF-Politbarometer liegen Koalition und Opposition gleichauf bei 46 Prozent.

Die Ergebnisse der sogenannten Sonntagsfrage im Einzelnen:

    • Die Union bleibt im Vergleich zur Vorwoche unverändert bei 42 Prozent.
    • Die SPD legt einen Punkt zu und erreicht 26 Prozent.
    • Die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 13 Prozent.
    • Die Linke bleibt bei sieben Prozent.
    • Die FDP kann um einen Punkt zulegen und erreicht fünf Prozent.

Rund sieben Wochen vor der Bundestagswahl ist mehr als die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. Das sind neun Prozent mehr als noch im Mai. Die Zufriedenheit ist damit so hoch wie noch nie im Deutschlandtrend, der seit 1997 besteht. Nach Angaben von Infratest dimap ist es eine weitverbreitete These, dass die Zufriedenheit mit der jeweiligen Regierung über den Wahlausgang entscheidet.

39 Prozent der Bundesbürger fänden es gut, wenn die FDP an der nächsten Bundesregierung beteiligt wäre. Vor der Bundestagswahl 2009 hatten sich 51 Prozent für eine FDP-Beteiligung an der Bundesregierung ausgesprochen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel führt weiter die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Mit ihrer Arbeit sind 67 Prozent der Deutschen zufrieden. Auf dem zweiten Platz folgt auch in diesem Monat Finanzminister Wolfgang Schäuble mit einer Zustimmung von 64 Prozent.

Peer Steinbrück liegt hinter Angela Merkel

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gewinnt im Vergleich zum Vormonat drei Punkte hinzu, liegt aber mit einer Zustimmung von 35 Prozent weiter deutlich hinter Kanzlerin Merkel. Verteidigungsminister Thomas de Maizière verliert erneut an Zustimmung und erreicht nur noch 34 Prozent. Im Mai waren noch 56 Prozent zufrieden mit seiner Arbeit.

Auch bei der Direktwahlfrage bleibt der Abstand zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück groß. Wenn die Deutschen die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich 60 Prozent für Merkel entscheiden, 28 Prozent würden hingegen Steinbrück wählen.

Eine knappe Mehrheit der Deutschen von 51 Prozent ist der Meinung, dass Thomas de Maizière wegen der Euro-Hawk-Affäre nicht vom Amt des Verteidigungsministers zurücktreten sollte. Dies sind allerdings zehn Punkte weniger im Vergleich zum Juni. 42 Prozent sind für einen Rücktritt de Maizières.

Der Vorstoß der FDP zur Abschaffung des Solidaritätszuschlags trifft mehrheitlich auf Zustimmung. 54 Prozent sind der Ansicht, der Solidaritätszuschlag sollte in den nächsten Jahren abgeschafft werden. 44 Prozent finden hingegen, dass der Staat die Einnahmen daraus auch künftig zur Verfügung haben sollte.

Nur 20 Prozent der Deutschen sind dafür, dass das am 1. August eingeführte Betreuungsgeld auch künftig gezahlt werden sollte. Drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) finden hingegen, der Staat sollte das dafür vorgesehene Geld für den Ausbau von Kindertagesstätten und Krippen ausgeben. 60 Prozent finden, es sei nicht genügend getan worden, um allen Eltern einen Betreuungsplatz für Ein- und Zweijährige anzubieten. Nur 27 Prozent finden, es sei genug getan worden.


Daten zur Umfrage:

Stichprobe: Infratest dimap befragte 1003 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger durch computergesteuerte Telefoninterviews, für die Sonntagsfrage waren es 1503 Bundesbürger.

Zeitraum: 29. bis 31. Juli 2013

Statistische Fehlertoleranz: +/- 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte

kha/Reuters

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insgesamt 361 Beiträge
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1. Na, dann....
alline 01.08.2013
Wenn jeweils 1500 Bürger befragt werden brauchen wir ja keine Wahlen mehr! Lächerlich!
2. Wers glaubt wird selig.
lachsforelle 02.08.2013
Das die SPD zu nichts mehr zu gebrauchen ist ist klar aber das die CDU angeblich so gut weg kommen soll kann ich nicht glauben. Vieleicht kann man ja die Ergebnisse vom Deutschlandtrend als maßgeblich für die Bundestagswahl nehmen. Okay dann brauche ich im September ja auch nicht wählen zu gehen. Oder vieleicht wurde das ja schon bei der letzten Wahl so gehandhabt und die ganzen Wahlzettel sollten nur den Altpapierentsorgungsunternehmen ein Plus verschaffen.
3. Mit Steinbrück
Havenpirat 02.08.2013
hat die SPD ja auch heimlich beschlossen Vizekanzler zu werden, nu wird nicht mal das davon. Prima! Also immer schön schwatz/geld wählen und das Chaos vorantreiben. ;-)
4. Mein Gott,
moelln56 02.08.2013
Achen es möglich haben wir nur noch Blinde in dieser Republik? Was soll denn noch alles passieren bevor man dieser unfähigen Kanzlerin den Weg weist. Zufriedene Rentner und Bild Leser m
5. Alles Lügen
kokolemle 02.08.2013
So blöd können die Wähler nicht sei. Schon ergessen die Mövenpicpartei FDP? Was war den da mit der Bevorzugung des Gastronomiegerwerbes? Diese Umfragen sind zu einer reinen Wahlkampfhilfe für Schwarz Gelb verkommen.Frau Merkel hat überhaupt nichts gelöst. Ich erinnere an die immer weiter grassierende Ausuferung der prekären Beschäftigung und an die immer noch betrügerisch manipulierten Arbeitslosenzahlen wo über 58 Jährige, in 400 Eurojobs steckende, kranke Arbeitslose und noich viel mehr nicht mitgezählt werden. Es sind laut Bundesagentur für Arbeit rund 3,7 Millionen Menschen ohne Job. Und das lässt sich auch durch betrügerisch manipulierte Statistiken nicht wegdiskutieren. Schon vergessen Der durch die FDP geschönte Reichtums und Armutsbericht? Auch die zahlosen PLagiatsaffären. Angefangen beim Saubermann Guthenberg, weiter zur Frau Schavan und weitere Politiker von der FDP. Jetzt hat es den Herrn Bundestagspräsidenten erwicht. Wenn da raus kommen sollte, das er abgeschrieben hat, na dann gute Nacht. Und sowas soll laut den vermutlich manipulierten Umfragen wieder gewählt werden? Was muss denn hier an Skandalen noch alles passieren, damit die Deutschen endlich mal aufwachen? Muss erst ein Skandal um z.B. Kindesmissbrauch (was ich nicht hoffe) an das Licht kommen? Nein die amtierende Bundesregierung hat überhaupt nichts positives bewirkt. Schon vergessen kurz nach der Wahl hat man sich als Gurkentruppe beschimpft. So was kann man nicht wählen.
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