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Schwarz-gelbe Koalitionsverhandlungen Stresstest für das Spitzentrio

Cheftrio Merkel, Westerwelle, Seehofer: Endspurt zur KanzlerwahlZur Großansicht
REUTERS

Cheftrio Merkel, Westerwelle, Seehofer: Endspurt zur Kanzlerwahl

11. Teil: Außenpolitik und Verteidigung

Einen Streitpunkt haben Union und FDP überraschend noch vor der Spitzenrunde aus dem Weg geräumt. Zum Umgang mit der Türkei gibt es einen Kompromissvorschlag: Im Koalitionsvertrag sollen - trotz des Widerstandes der CSU - die Verhandlungen zwischen der Türkei und der Europäischen Union als "ergebnisoffen" bezeichnet werden. Sollte aus einem Beitritt nichts werden, wolle man der Türkei ein "privilegiertes Verhältnis" zur EU anbieten. Ähnliches stand auch im Vertrag der Großen Koalition.

Die schwarz-gelbe Regierung will weiterhin für einen ständigen deutschen Sitz im Uno-Sicherheitsrat werben. Auch beim Afghanistan-Einsatz gibt es Übereinstimmung. Die künftige Koalition will die Polizeiausbildung verstärken und die Koordination des gesamten deutschen Engagements innerhalb der Bundesregierung verbessern.

Über die Zukunft der Wehrpflicht muss die Spitzenrunde entscheiden. Die FDP will den Pflichtdienst für Männer aussetzen - sie sieht wegen der niedrigen Einberufungszahlen die Wehrgerechtigkeit nicht gewahrt. Die Union hält die Wehrpflicht dagegen für unverzichtbar. Wahrscheinlich ist, dass im Vertrag ein Prüfauftrag stehen wird.

Keine Einigung gab es bei dem von der FDP geforderten Abzug der US- Atomwaffen aus Deutschland. Offen ist, ob die Regierung einen speziellen Afghanistan-Koordinator einsetzen wird. Auch über den grundsätzlichen Zuschnitt des Auswärtigen Amtes gibt es noch keine Verständigung. Die FDP will dem Ressort die Entwicklungshilfe zuschlagen.

mit Material von dpa/sev/AP/Reuters und AFP

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insgesamt 3075 Beiträge
rafkuß 03.10.2009
...Guido wird meinen: Fremdsprachen, ach was, die Welt(wirtschaft) wird an der Deutschen Sprache genesen! (Man spricht Teutsch!)
Zitat von sysopDirekt nach der Bundestagswahl haben FDP und CDU mit den Koalitionsverhandlungen begonnen. Wird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
...Guido wird meinen: Fremdsprachen, ach was, die Welt(wirtschaft) wird an der Deutschen Sprache genesen! (Man spricht Teutsch!)
friedrich_eckard 03.10.2009
Selbstverständlich, wenn sie Gelegenheit dazu hat. Die Frage ist, ob sie sie bekommen wird. Mindestens Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender, hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich mit einem Aufruf zum Widerstand zu Wort [...]
Zitat von sysop... Wird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
Selbstverständlich, wenn sie Gelegenheit dazu hat. Die Frage ist, ob sie sie bekommen wird. Mindestens Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender, hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich mit einem Aufruf zum Widerstand zu Wort gemeldet http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/ver-di-bsirske-ruft-zu-kampf-gegen-schwarz-gelb-auf_aid_441145.html Diesem Aufruf sollten nun rasch konkrete Massnahmen folgen. Mindestens in allen grösseren Städten sollten sich jetzt so rasch wie möglich "Aktionsausschüsse gegen soziale Demontage" bilden, die vor Ort Demonstrationen und weitergehende Aktionen vorbereiten. Die Initiative dazu sollte von Gewerkschaften und Organisationen wie attac ausgehen, beteiligen sollten sich LINKE, GRÜNE und die noch vorhandenen Sozialdemokraten. Am Tage der Vereidigung der neuen Regierung sollten zum ersten Mal von vielen Malen Strassen und Plätze voll sein, aber nicht zum Feiern! Island und Frankreich liefern Beispiele dafür, wie man marktradikalen Regierungen die Grenzen aufzeigt. *No pasaran!*
Populist 03.10.2009
Blödsinniger Kampfbegriff...was für Gewerkschaften Linke. Für Menschen ohne Verstand... Wohlstand bewahren ist kein Kahlschlag...und unnötige Kostgänger aussortieren auch nicht. Mit Links-Grün käme erst der wirtschaftliche Ruin [...]
Blödsinniger Kampfbegriff...was für Gewerkschaften Linke. Für Menschen ohne Verstand... Wohlstand bewahren ist kein Kahlschlag...und unnötige Kostgänger aussortieren auch nicht. Mit Links-Grün käme erst der wirtschaftliche Ruin und dann notgedrungen der Kahlschlag...SO siehts aus.
1. Oktober 03.10.2009
Nein. Entsprechende Befürchtungen wurden und werden aus der extrem-linken Ecke seit Monaten als düstere Zukunftsvision an die Wand gemalt. Billige Polemik, sonst nichts. In Hessen regiert beispielsweise seit Jahren entweder eine [...]
Zitat von sysopDirekt nach der Bundestagswahl haben FDP und CDU mit den Koalitionsverhandlungen begonnen. Wird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
Nein. Entsprechende Befürchtungen wurden und werden aus der extrem-linken Ecke seit Monaten als düstere Zukunftsvision an die Wand gemalt. Billige Polemik, sonst nichts. In Hessen regiert beispielsweise seit Jahren entweder eine CDU/FDP-Regierung, und vor nicht allzu langer Zeit gar eine reine CDU-Regierung. Sozialer Kahlschlag ist hier aber nirgendwo zu entdecken. Das ist alles nur Angstmacherei.
Rainer Daeschler 03.10.2009
Die Industrieverbände werden jetzt erst recht vorprechen und die INSM-Vertreter wieder vermehrt sich in den Talk-Shows breit machen, Lohnzurückhaltung, Arbeitszeitverlängerung und Lockerung des Kündigungsschutzes fordern, in der [...]
Zitat von sysopWird die neue Regierung den sozialen Kahlschlag einleiten?
Die Industrieverbände werden jetzt erst recht vorprechen und die INSM-Vertreter wieder vermehrt sich in den Talk-Shows breit machen, Lohnzurückhaltung, Arbeitszeitverlängerung und Lockerung des Kündigungsschutzes fordern, in der Erwartung, dass darüber zwischen CDU und FDP eher Einigkeit zu erzielen ist. Allerdings fehlt die SPD als Koalitionspartner, mit der so etwas einfacher durchzusetzen ist. In der Opposition wird sie wieder sozialdemokratisch. Der Widerstand im Bundestag dagegen dürfte damit wesentlich lauter artikuliert werden, als in der Zeit seit 1998 bisher gewohnt war.
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