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Ermittlungen wegen Kinderpornografie: Edathy kritisiert Staatsanwaltschaft

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SPD-Politiker Edathy: "Staatsanwaltschaft wirft mir kein strafbares Verhalten vor" Zur Großansicht
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SPD-Politiker Edathy: "Staatsanwaltschaft wirft mir kein strafbares Verhalten vor"

Sebastian Edathy meldet sich zu Wort - und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwälte. Die Hausdurchsuchungen seien "unverhältnismäßig" und widersprächen rechtsstaatlichen Grundsätzen, sagte er SPIEGEL ONLINE. Der SPD-Politiker soll angeblich Kinderpornografie besessen haben.

Berlin - Sebastian Edathy geht in die Offensive. Der SPD-Politiker, gegen den wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie ermittelt wird, kritisiert das Vorgehen der Staatsanwälte scharf.

"Nach mir vorliegenden Informationen wirft mir die Staatsanwaltschaft ausdrücklich kein strafbares Verhalten vor", sagte Edathy SPIEGEL ONLINE. "Die Durchsuchungen waren nicht nur unverhältnismäßig, sondern stehen im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen. Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft demnächst einräumt, dass die Vorwürfe gegenstandslos sind", erklärte der Politiker weiter.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den 44-Jährigen. Am Montag durchsuchten Ermittler Wohnungen und Büros in Niedersachsen und Berlin.

Hinweise aus Kanada

Nach Informationen des SPIEGEL fanden sich Hinweise auf Edathy in umfangreichem Material, das die kanadische Polizei in den vergangenen drei Jahren bei Ermittlungen gegen einen internationalen Kinderporno-Ring sicherstellte. Die Operation lief unter dem Codenamen "Spade".

Bereits am Dienstag hatte Edathy sich via Facebook zu Wort gemeldet und die Vorwürfe zurückgewiesen. "Die öffentliche Behauptung, ich befände mich im Besitz kinderpornografischer Schriften beziehungsweise hätte mir diese verschafft, ist unwahr", sagte der ehemalige Innenexperte der SPD-Fraktion. Edathy hatte am Samstag sein Bundestagsmandat nach 15 Jahren niedergelegt - nach eigenen Angaben aus gesundheitlichen Gründen.

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frubi 12.02.2014
Zitat von sysopGetty ImagesSebastian Edathy meldet sich zu Wort - und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwälte. Die Hausdurchsuchungen seien "unverhältnismäßig" und widersprächen rechtsstaatlichen Grundsätzen, sagte er SPIEGEL ONLINE. Der SPD-Politiker soll Kinderpornografie besessen haben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sebastian-edathy-spd-kritisiert-vorgehen-der-staatsanwaltschaft-a-952920.html
Die Sache müsste sich doch recht schnell klären lassen. Edathy muss einfach vollständige Transparenz gegenüber den Behörden vorweisen und wenn diese absolut nichts finden können, wäre der Fall geklärt. Ich glaube nicht, dass Edathy ein schlauer Hacker ist, der alle seine Spuren löschen kann. Der Verdacht auf Kinderpornographie ist natürlich schwer wiegend. Solange aber nichts bewiesen ist, gilt auch für ihn die Unschuldsvermutung. Aber wir sollten als Bürger, Wähler und Steuerzahler nicht naiv sein. Im Bundestag sitzen Menschen mit Schwächen, Lüsten und Begierden die auch andere Menschen haben. Das es auch im Bundestag pädophile Menschen gibt, würde mich nicht wundern. Im Bundestag sitzen ja nicht nur Ehrenmänner und Ehrenfrauen.
2.
herrkunstprodukt, 12.02.2014
Zitat von sysopGetty ImagesSebastian Edathy meldet sich zu Wort - und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwälte. Die Hausdurchsuchungen seien "unverhältnismäßig" und widersprächen rechtsstaatlichen Grundsätzen, sagte er SPIEGEL ONLINE. Der SPD-Politiker soll Kinderpornografie besessen haben. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sebastian-edathy-spd-kritisiert-vorgehen-der-staatsanwaltschaft-a-952920.html
Versteh ich jetzt nicht. Die Staatsanwaltschaft wirft Herrn Edathy kein "strafbares Verhalten" vor, aber dennoch wurde seine Wohung und Büros durchsucht?! Kann mir das jemand erklaeren?
3.
mooky 12.02.2014
Eine IP-Adresse ist noch lange kein beweis, da die 100% Zugehörigkeit zu einem Benutzer nicht gegeben ist. Also abwarten ist angesagt.
4. Justizia
Muhammad Tariq Veder 12.02.2014
"Et altera pars audiatur." Ein eherner Rechtsgrungsatz, auch der andere Teil muss gehört werden-aber erst schiessen, dann fragen ist wohl das neue (amerikanische) Rechtsempfinden. Schönen Tach noch
5. meines Wissens
rosaberg 12.02.2014
ist es möglich IP-Adressen zu "stehlen". Und an einen solchen Fall (möglicherweise durch Hacker der Neonazis) glaube ich hier. Verstehen kann ich gar nicht, dass die Staatsanwaltschaft in Hannover Ermittlungen vor den Ergebnissen preisgibt. und dadurch den guten Ruf der Leute ruiniert. Wahrscheinlich braucht sie "Erfolge" nach Wulff und Glaeseker.
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