Siegfried Kauder: Politik und Wahnsinn

Von Nicola Abé

CDU-Bundestagsabgeordnete Kauder: "Das Recht auf eine unvernünftige Entscheidung" Zur Großansicht
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CDU-Bundestagsabgeordnete Kauder: "Das Recht auf eine unvernünftige Entscheidung"

Siegfried Kauder konnte und wollte sich nicht an die Regeln des politischen Betriebs halten. Seine Gegner erklärten ihn deshalb für verrückt. Aber er ist nur zu eigen für ein System, das Konformität verlangt.

Siegfried Kauder steuert auf den Eisberg zu. Sein kleines Holzboot gleitet durch das dunkle Wasser des Klosterweihers. Er sitzt nach vorne gebeugt auf der Ruderbank. Seine Arme ziehen durch. Das Jackett rutscht nach oben, die Krawatte hängt schief um seinen Hals. Am Himmel zieht die untergehende Sonne erste rote Streifen. Kauder entfernt sich immer weiter. Am Ufer steht im blauen Kleid, blond gelockt, seine Frau Isolde. Sie ruft: "Siggi, jetzt komm zurück."

Kauder hat diese Szene nicht geträumt. Sie ist wirklich passiert. Nur der Eisberg war aus Plastik. Eben noch hatte Kauder im noblen Seehaus in St. Georgen zu Abend gegessen, mit seiner Gattin und seinem neuen Social-Media-Berater. Der Kellner hatte ihn mit einer Verbeugung begrüßt. Kauders Frau scherzte über Wahlkampf-Cocktails, Whiskey Kauder oder Siggi on the Rocks. Der Social-Media-Berater erklärte, warum Facebook für Kauders Wahlkampf entscheidend sei. Nur Kauder wurde immer schweigsamer, wand sich auf seinem Stuhl, die Arme verschränkt, mit blassem Gesicht. Bis er die Anspannung nicht mehr aushielt. Da sprang er auf, lief nach draußen, zum See, nahm sich ein Boot und ruderte davon.

Nun drücken die Gäste ihre Gesichter gegen die Glasscheiben und starren auf das Wasser. Kauders Social-Media-Berater wandert auf dem Bootssteg auf und ab und macht ein bedrücktes Gesicht. "Die Aufmerksamkeit ist da", sagt er schließlich und steckt sich eine Zigarette an. Kauder wird den Eisberg gekonnt umschiffen, er wird trockenen Fußes an Land kommen und nach einer Panna cotta verlangen. Doch es ist nicht gerade die Art von Auftritt, die ein PR-Berater einem Mann empfehlen würde, dessen geistige Gesundheit öffentlich angezweifelt wird.

Siegfried Kauder ist Bundestagsabgeordneter, er ist der jüngere Bruder von Volker Kauder, dem mächtigen Fraktionsvorsitzenden der Union, und seit Wochen sieht Deutschland ihm dabei zu, wie er gegen eine Wand läuft. Kauder tritt in seinem Wahlkreis Schwarzwald-Baar als unabhängiger Kandidat an - gegen die eigene Partei, die ihn nicht mehr nominierte und jetzt ausschließen will. Seine Geschichte wurde als Familienzwist erzählt, als die zweier ungleicher Brüder. Siegfried wurde dabei die Rolle des Verrückten zugeschrieben, der daran irre wird, dass er seinem großen Bruder nicht das Wasser reichen kann.

Opfer einer Intrige von ein paar Hobby-Politikern

Doch in Kauders Geschichte geht es weniger um einen Bruderzwist, es geht um den Zusammenstoß zwischen einer Persönlichkeit und einem System. Eine Partei verlangt von ihren Mandatsträgern, dass sie sich anpassen. Doch Kauder konnte und wollte sich den Regeln des politischen Betriebs nicht unterwerfen. Er widersetzte sich der CDU, den Medien, den Interessen seiner Regierung - und je aussichtsloser sein Kampf wurde, desto vehementer focht er ihn.

Es gibt abweichendes Verhalten in der Politik, das akzeptiert wird: Der laute Polterer etwa gilt als besonders durchsetzungsstark. Aber der Einzelgänger, der immer eine Umdrehung weiter denkt? Der kreative Feingeist? Der Unangepasste, der Konventionen bricht, auch weil er es liebt, sie zu brechen? Als Künstler oder Rockstar hätte Kauder vielleicht dauerhaft Erfolg haben können. Aber nicht als Politiker. Schon gar nicht in einem Wahlkreis wie Schwarzwald-Baar.

So ist es fast folgerichtig, dass Kauder am Ende das Opfer einer Intrige von ein paar Hobby-Politikern aus der Provinz wurde. Seine Eigenheiten machten es den Gegnern leicht. Sein Fall zeigt, wie unausweichlich das System die nicht Konformen eine Weile lang durchkaut und schließlich ausspuckt.

Es gibt ein Bild, auf dem Siegfried Kauder sehr glücklich aussieht. Es zeigt ihn auf der Hannover-Messe im Frühjahr dieses Jahres. Kauder steht hinter Merkel und Putin. Sein Glatzkopf überragt die beiden, man könnte ihn für einen Personenschützer halten. Merkel lächelt verkniffen. Sie hält eine knallbunte Matroschka in den Händen - ein Geschenk des Gasts aus Russland. Putin lächelt verzückt. Er hat eine Kuckucksuhr in der Hand, die mit einem Bundesadler verziert ist - ein Geschenk von Kauder. Kauder ist glücklich, weil Putin seine Sprache verstanden hat.

Kauder kommuniziert über Kuckucksuhren. Er bestellt sie in einem Laden, dessen Wände mit Uhren übersät sind: in Pink und Türkis, Orange und Gold. Es gibt winzige Kuckucksuhren und riesige, solche mit Hirschgeweihen und andere mit Strasssteinchen. Für eine Schweizer Delegation hat Kauder eine rote mit einem weißen Kreuz anfertigen lassen. Diesmal bestellt er eine Sonderanfertigung mit original Schwarzwälder Bollenhut für eine Ausstellung, die er im Herbst eröffnen will.

In seiner Anwaltskanzlei in Villingen-Schwenningen hängt auch ein Exemplar. Kauder sagt, dass er die Schwarzwälder Kuckucksuhr habe schützen lassen. Es sei jetzt verboten, eine Kuckucksuhr, die nicht im Schwarzwald produziert wurde, als Schwarzwälder Kuckucksuhr zu verkaufen. Das Schräge an ihm ist immer auch ein wenig inszeniert.

Kauder sitzt kerzengrade. Jede seiner Bewegungen ist kontrolliert, als stünde er ständig unter Strom und müsse aufpassen, dass nicht irgendetwas in seinem Inneren explodiert.

"Herr Kauder, angesichts der Lage, sind Sie gestresst?"

"Stress existiert nicht. Lediglich Aufgaben, die abgearbeitet werden müssen."

"Haben Sie sich verraten gefühlt, als die Partei Sie nicht mehr nominiert hat?"

"In solchen Kategorien denke ich nicht."

Er kann Paragrafen runterbeten. Seine Reden sind voll subtilen Humors. Er kann juristische Sachverhalte auf den Punkt bringen. Er gilt als exzellenter Strafverteidiger, am liebsten verhandle er über Mord und Totschlag, wegen der menschlichen Tragödien.

Über Gefühle sprechen kann er nicht. Stattdessen malt er Bilder. Ein bisher unvollendetes Werk trägt den Titel "Das Ende einer langen Freundschaft" und zeigt eine blutende Weltkugel, in die ein Speer hineinfährt.

Diese innere Anspannung, die habe sie beim Siggi schon immer gespürt, erzählt Ute Granold, eine Unionsabgeordnete im Bundestag. Granold saß bisher im Rechtsausschuss, Kauder war dessen Vorsitzender, eine Rolle wie "maßgeschneidert" für ihn. Immer top vorbereitet, immer pünktlich. "Wenn ich morgens um halb sieben ins Büro kam, war der Siggi meistens schon da", sagt Granold. Die Partei habe sich seine juristische Spitzfindigkeit zunutze gemacht, etwa als sie ihn schwierige BND-Untersuchungsausschüsse leiten ließ.

Aber Kauder ist eigen. Manchmal habe er tagelang vergessen zu essen. Dann wieder habe sie ihn in der Kantine getroffen, frühmorgens, ein riesiges Stück Käsekuchen auf dem Teller, dazu einen Berg Schlagsahne. Als Kauder sich beim Marathon die Achillesferse verletzte, habe man ihn überreden müssen, die Operation nicht ambulant zwischen zwei Terminen durchzuziehen.

Als hätte man Gott den Stinkefinger gezeigt

Für Kauder waren die letzten Jahre im Bundestag seine besten, er reiste durch Afrika und die Mongolei und, noch wichtiger für ihn, immer wieder nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht. Er stellte Systemfragen und beschäftigte sich mit den wirklich wichtigen Themen. Es ging um Demokratie, Transparenz und Europa. Nebenbei heiratete er seine dritte Frau. Er merkte nicht, wie die Provinz ihm entglitt.

"Wer kann schon von sich sagen, dass er einen Bundestagsabgeordneten gestürzt hat?", fragt Kai Palme von der Jungen Union und kichert. Palme, 25, Student der Forstwirtschaft, war Pressesprecher der örtlichen CDU zu der Zeit, als Kauder in Schwierigkeiten geriet. Als Treffpunkt hat Palme das Hotel Bosse in Villingen-Schwenningen vorgeschlagen, ein quasi historischer Ort. Im vergangenen Herbst scheiterte hier das Vermittlungsverfahren zwischen Kauder und seinen Gegnern. Kauder habe nur stumm dagesessen und gelächelt. Dann machte er einen entscheidenden Fehler: Er erschien nicht zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Erwin Teufel. Den Ex-Ministerpräsidenten zu beleidigen, das ist in Baden-Württemberg, als würde man Gott den Stinkefinger zeigen.

Palme nimmt einen Ordner aus seiner Aktentasche und breitet seinen Schlachtplan aus. Da finden sich Vorlagen für Leserbriefe, in denen Kauder als "Hans Dampf" bezeichnet wird. Arrogant und selbstherrlich sei er. Eine Liste mit Kauders Verfehlungen reicht von seinen laxen Umgang mit der Spielindustrie bis hinzu "peinlichen Auftritten" in Berlin. Auf einem Christkindlmarkt habe er einen Holzbären bestellt und nicht bezahlt. Palme spricht von einer Quelle, die Kauder sexuellen Missbrauch und Mordversuche vorwirft. Es ist vielleicht die größte Sache, bei der Palme je dabei war - da scheint noch der absurdeste Tratsch willkommen.

"Wir waren die Bande", sagt er. Die "Bande" bestand aus einer Handvoll CDU-Mitgliedern aus dem Wahlkreis, die sich aus unterschiedlichen Motiven dazu berufen fühlten, Kauders Zeit im Bundestag zu beenden. Die einen fühlten sich von ihm nicht ernst genommen, die anderen schielten wohl selbst auf ein Mandat. Eine Führungsrolle hatte Frau Dr. Barbara Fink. Sie telefonierte Ortsvorstände ab und lud sie zu konspirativen Treffen. Traudel Zimmermann, Rentnerin und Schatzmeisterin der Partei vor Ort, war es, die im Sommer 2012 in einem Interview erstmals das Gerücht streute, Kauder sei verrückt.

Kontrahent Frei ist das Gegenteil von Kauder

Drei mal reichte der Ehemann von Frau Dr. Fink bei Kreisvorstandssitzungen einen Antrag ein, um Kauders Nominierung für die Bundestagswahl zu verschieben. Drei mal lehnten die Kreisvorstände den Antrag ab. Die Mehrheit stand hinter Kauder.

Doch der Vorgang ging durch die Presse, die von der "Bande" mit immer neuen Details über Kauders Sünden gefüttert wurde. Für die CDU war das unangenehm. Kauder bot zu viel Angriffsfläche. Der Rückhalt bröckelte. War der kauzige Typ vielleicht tatsächlich verrückt?

Klaus Panther, Ehrenvorsitzender der Partei im Wahlkreis, spricht von einer Hetzjagd. Irgendwann sei Kauder "wundgeschossen" gewesen, wie ein Tier. Er habe sich damals für die CDU geschämt.

Schließlich kam es zu einer Mitgliederversammlung, bei der die "Bande" ihren Antrag erneut vorstellte. Kauder durfte nicht reden. Dieses Mal ging der Antrag mit einer knappen Mehrheit durch. "Danach kippte die Stimmung", erzählt Panther. Bei der Nominierungsveranstaltung im vorigen November verlor er haushoch gegen den Donaueschinger Oberbürgermeister Thorsten Frei.

Wahlplakate weisen den Weg zu Frei, sie zeigen einen Mann mit weißen Zähnen und grauen Schläfen. Auch Frei ist Jurist und seit neun Jahren Vollzeit-Bürgermeister. Er ist verheiratet, hat drei Kinder, einen verbindlichen Blick und eine ruhige Stimme. Ein Mann, wie aus einem CDU-Bausatz gefertigt. Das Gegenteil von Siegfried Kauder. Er kann sich an Regeln halten. In seinem Büro gibt es nichts, was auffällt. Keine Kuckucksuhr und keine Gemälde mit Brüsten und Totenschädeln. Er redet viel von Geschlossenheit und Harmonie. In Berlin kann er sich alles Mögliche vorstellen. Thematisch sieht er sich da, wo er gebraucht wird.

Das Subversive gehört zu Kauders Wesen

"Einer, der die politische Null-Rede beherrscht", sagt Kauder und lässt die Seiten einer Miniaturausgabe des Grundgesetzes immer wieder durch seine Finger rasen. Wahrscheinlich ahnt er, dass die politische Null-Rede genau das ist, was er nicht zu bieten hat. Ein paar Tage zuvor hat Kauder die Bombe platzen lassen, seine Kandidatur als Unabhängiger verkündet. "Die Art, wie man geglaubt hat, mich absägen zu können, schmeckt mir nicht", hat er in einem Fernsehinterview gesagt. Er hat dabei ungewöhnlich viel mit dem Kopf gewackelt.

Seine Chancen, den Wahlkreis zu gewinnen, sind minimal. Es ist klar, dass er sich Ärger einhandeln wird. Man könnte sein Verhalten als selbstschädigend bezeichnen. Aber Kauder umgibt eine Aura des Höheren, wenn er in langen Schritten durch die Kanzlei eilt. Er sieht sich im Recht, das Volk auf seiner Seite. Als sei es gerade der Kampf, der ihn belebt. Das Subversive gehört zu seinem Wesen. Anpassung käme der Selbstaufgabe gleich, würde womöglich tatsächlich in den Wahnsinn führen.

In Kauders Wahlkreisbüro hat sich eine Gruppe von Unterstützern versammelt, es ist eine Art Gipfeltreffen der Andersdenkenden und Enttäuschten. Eine Dame klagt, die CDU sei ein unchristlicher Verein geworden, es fehle das C. Ein bärtiger Mann mit langem Haar schimpft über die Bananenrepublik Deutschland. Sie sprechen über Kauders Wahlkampf, sie wollen von Tür zu Tür gehen, ansonsten ist eine Mischung aus Stammtisch und Twitter geplant. Einer kommt auf die Idee, dass vielleicht die Toten Hosen ein Konzert geben könnten, er sei mit Campino zur Schule gegangen, der sei schließlich auch ein Rebell.

Am 8. August beschließt die CDU des Schwarzwald-Baar-Kreises, dass Siegfried Kauder aus der Partei fliegen soll - wegen parteischädigenden Verhaltens. Vor der Sitzung gab es ein Signal aus Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble forderte den Parteiausschluss. Auch im Bundestag war Kauder seit seiner Nicht-Nominierung über das Ziel hinausgeschossen. Er wurde immer unberechenbarer, provozierte die Abstimmung zur Frauenquote und nervte die Fraktionskollegen acht Mal mit Vorstößen gegen Abgeordnetenbestechung.

Kauder verehrt Schäuble und Merkel

Dass Schäuble sich äußerte, nahm Kauder ihm übel. Denn auch wenn man das kaum glauben mag: Kauder verehrt Schäuble, genauso wie Angela Merkel. Es war in jenen Tagen, als etwas kaputt ging in Kauder. Als habe er immer noch an eine Art höhere Gerechtigkeit geglaubt. Er gab noch eine Pressekonferenz in einem Landgasthof, hielt eine tadellose Rede, ein Akt äußerster Disziplin.

Kauder ist seit 45 Jahren Mitglied der CDU. Das sind fast drei Viertel seines Lebens. Er hatte nicht mit dem "Putsch" gerechnet. Und er hatte geglaubt, dass die Partei, mit der er sich einige Sperenzchen erlaubt hatte, sich ihm gegenüber loyal verhalten würde. Vielleicht ist dies das Verrückteste an ihm.

"Nichts im Leben ist ewig", sagt Kauder. Er hat stark abgenommen. In der "Bild am Sonntag" musste er wieder über sich lesen, dass er irre sei. Es ist seltsam still an diesem Morgen. Kein Klient, keine Angestellten. Kauder erzählt, wie er durch die Fußgängerzone von Villingen gelaufen sei und eine alte Dame sich an seinen Arm geklammert und gebettelt habe: "Gell, Herr Kauder, sie kümmern sich um die Rente." Dann zählt er auf, wie viele Sponsorengelder er für seinen Wahlkreis gesammelt hat, 850.000 Euro für den Linacher Stausee, 150.000 für den Fußball-Club 08 und, hochgerechnet, zwölf Millionen für die Feldner Mühle, ein Behinderten-Projekt.

"Es waren schöne Jahre", resümiert er seine Zeit in Berlin.

Es klingt, als hätte er aufgegeben.

Derzeit schreibt Kauder an einem Aufsatz. Es geht um die Normierung des alltäglichen Lebens durch die EU, um Mentholzigaretten und Zucker, um Verbote. Der Aufsatz trägt den Titel: "Das Recht auf eine unvernünftige Entscheidung".

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Der Falsche?
sgvs 19.09.2013
Ich weiß nicht ob mit Kauder ein Falscher mit dem Parteiausschluß bedroht wird. Falsch wäre es auf alle Fälle, sollte er der Einzige bleiben. Nun weiß ich nicht, was von dieser "Bande" genau kolportiert wurde, gemäß Ihrem Artikel hört sich das jedoch sehr nach Überschreiten der Schwelle zur strafrechtlichen Relevanz an.
2. Alles oder nichts!
volker_morales 19.09.2013
Kauder weiß, dass er gegen ein eisernes Gesetz der Parteipolitik verstösst. Allen menschlich verständlichen Überlegungen zum Trotz ist es für einen Abgeordneten undenkbar, dass er gegen seine Partei zur BT-Wahl antritt. Es wäre ein absolut nicht gewollter Präzedenz-Fall, wenn die Union hier ein Auge zudrückt. Mit anderen Worten: Entweder hat er den Bezug zur Realität verloren oder es ist ihm klar, dass seine Kandidatur unweigerlich zu einem Parteiausschlussverfahren führen wird. Mir scheint, er nimmt dies in Kauf, in der Hoffnung als "freier" Abeordneter von den anderen Parteien umworben zu werden.
3. Erststimme
Manwirddasdochsagendürfen 19.09.2013
Schwarzwälder! Gebt im eure Erststimme und wählt mit der Zweitstimme die Partei eures Vertrauens. Das neue Wahlrecht fordert das geradezu heraus.
4. Kauder muss weg!
lisaschnei 19.09.2013
Der ausufernde Text von Nicola Abe zeigt vor allem eins: Sie ist wohl aus der ganzen Angelegenheit ebenso wenig schlau geworden wie alle anderen Beobachter. Fakt ist: Kauders CDU Kreisverband hat ihn ganz basisdemokratisch nicht mehr aufgestellt. Die wollten ihn nicht mehr, mit 500 zu 230 Stimmen wurde ein Anderer nominiert. Und nun jammert Kauder rum, pfeift auf die demokratische Entscheidung und stellt sich auch noch als Opfer einer mysteriösen Intrige dar, die nur in seiner Fantasie existiert. Wenn Kauder endlich weg ist, atmen 95 % Prozent der Leute in seinem Wahlkreis auf, weil sie das ganze selbstverliebte Theater dieses Herrn satt haben. Der Typ lebt von angeblichen "Verdiensten" von vor fünf , sechs Jahren - seither ist nix passiert, nur große Worte und viel Selbstdarstellung ohne Resultate.
5. ich würde ja zum ersten Mal einen Schwarzen wählen
Kryszmopompas 19.09.2013
wenn ich in seinem Wahlkreis wohnen würde. Wohlgemerkt nur mit der Erststimme. Die SPD, Grünen und sonstigen Wähler sollten Kauder mit der Erststimme wählen, wenn ihre eigenen Kandidaten keine Chancen haben, wovon ich ausgehe. Solche Leute wie Kauder gehören in den Bundestag.
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