Umfrage Gabriel so unbeliebt wie noch nie

So wenig Zustimmung hatte Sigmar Gabriel noch nie: Nur noch elf Prozent der Deutschen wünschen sich laut einer Umfrage den SPD-Chef als Kanzler. Die Amtsinhaberin liegt 47 Prozentpunkte vor ihm.

SPD-Chef Gabriel: Tief gesunken in den Umfragewerten
DPA

SPD-Chef Gabriel: Tief gesunken in den Umfragewerten


Berlin - SPD-Chef Sigmar Gabriel hätte als Kanzlerkandidat derzeit schlechte Karten: Laut dem "stern-RTL-Wahltrend" würden derzeit nur elf Prozent der Deutschen den Wirtschaftsminister in einer Direktwahl zum Regierungschef wählen. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als zuletzt, Gabriel erreicht damit seinen bislang niedrigsten Wert. Demgegenüber schneidet die gerade als CDU-Chefin wiedergewählte Bundeskanzlerin exzellent ab: Angela Merkel bekäme bei einer Direktwahl 58 Prozent der Wählerstimmen - und damit ganze 47 Prozentpunkte mehr als ihr Stellvertreter.

Der SPD-Chef "drückt damit die Werte seiner Partei gleich mit nach unten", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. "Jetzt will er wirtschaftsfreundlich sein, nachdem er im vergangenen Wahlkampf auf Umverteilung gesetzt hatte - einen solchen Zickzackkurs nehmen ihm die Wähler übel."

Bei den Parteienpräferenzen gibt es in der Umfrage keine Veränderungen: Die Unionsparteien CDU/CSU bleiben bei 41 Prozent, die SPD verharrt weiter bei 24 Prozent. Die Grünen kommen auf elf und die Linke auf neun Prozent. Die AfD liegt weiter bei sechs Prozent - und bitter sieht es nach wie vor für die FDP aus: Nur zwei Prozent der Wahlberechtigten würden ihr Kreuz derzeit bei den Liberalen machen.


Das Forsa-Institut befragte vom 1. bis 5. Dezember 2014 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

mxw/AFP

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 37 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Banause_1971 10.12.2014
1. Bis
zur nächsten Wahl ist alles wieder vergessen und die politischen Wendehälse setzen ihr Zuckerguß-Lächeln auf und der dusselige Wähler fühlt sich geküsst und fällt erneut auf die ewig gleichen Wahlkampflügen rein. Aber es ist ja auch so schwer, sein Kreuz mal an einer anderen Stelle zu machen, als bei den Etablierten Parteien.
Umfrage Stuttgart 21 10.12.2014
2. Gabriel
FORSA und sein Chef Güllner sind notorische Gegner der SPD und die angeblichen Umfrageergebnisse sind regelmäßig die mit Abstand negativsten füt die Sozialdemokraten. Auf Güllner und FORSA sind sehr wenig zu geben. Dass die Kanzlerin vorne liegt, ist normal. Sie hatte zur Zeit Schröders gegen diesen auch keine Chance.
Korf 10.12.2014
3. Kein Wunder.
Gabriel gilt als unsympathisch, prinzipienlos, unzuverlässig und intellektuell überfordert. Wenn die SPD Merkel und der CDU die Führungsrolle streitig machen will, muss sie sich nach einer charismatischen Perönlichkeit mit Führungsqualitäten umschauen, die in der GroKo nicht "verbrannt" worden ist. Dem Kandidaten bzw. der Kandidatin darf Gabriel dann aber nicht im Wege stehen, damit er/sie in der zur Verfügung stehenden Zeit aufgebaut werden kann. Ein beinahe aussichtloses Unterfangen ...
Ludwigsburger 10.12.2014
4. Zick-Zack-Kurs?
Das würde ja bedeuten, dass er zwischen zwei Eckpunkten einen geraden Kurs hätte! Ganz ehrlich: nichtmal das hat er. Für was steht der Mann? Steht er in 6 Monaten auch noch für die selben Ziele? An was wird man sich in ein paar Jahren noch in Zusammenhang mit seinem Namen erinnern? ich glaube nur daran, dass er eine Elternzeit nahm. Aber immerhin - das ist ja auch schonmal was. Aber soetwas als Qualifikation für höhere Ämter im Staat?
smelly19 10.12.2014
5. hmm
Dabei macht er meiner Meinung nach als wirtschaftsminister doch ein ganz guten Job. Das es Wähler gibt, egal welcher Partei, die an Wahlversprechen glauben und anschließend enttäuscht sind gefährden die Demokratie. Mit soviel Naivität kann man seine Wähler nur enttäuschen und nur soviel Naivität kann erklären, das die Partein (keine spezielle) mit ihren Wahlkampfthemen tatsächlich Wahlen gewinnen. Schade um die Demokratie :(
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.