Außenminister Gabriel nimmt doch an Münchner Sicherheitskonferenz teil

Verwirrung um die Termine des Noch-Außenministers: Erst hieß es, Sigmar Gabriel werde nicht bei der wichtigen Münchner Sicherheitskonferenz dabei sein. Nun soll der SPD-Politiker sie doch besuchen.

Sigmar Gabriel
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Der scheidende Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) nimmt nun doch an der Münchner Sicherheitskonferenz in der kommenden Woche teil. Das teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts mit.

Noch am Donnerstag hatte es geheißen, Gabriels Teilnahme sei nicht geplant. Es wurde vermutet, dass der 58-Jährige aus Verärgerung nicht dabei sein wolle. Zuvor hatte Martin Schulz bekannt gegeben, dass er in einer neuen Großen Koalition Gabriels Amt des Außenministers übernehmen wolle.

"Der Außenminister wird nächste Woche an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen", sagte der Außenamtssprecher. Die Konferenz ist ein hochrangig besetztes Treffen zu außen- und sicherheitspolitischen Fragen. Sie findet in diesem Jahr vom 16. bis 18. Februar statt.

Am Donnerstag habe es "etliche Missverständnisse" zu Gabriels Terminplanungen gegeben, sagte der Außenamtssprecher. Es sei "nicht zutreffend", dass Gabriel alle seine Termine abgesagt habe.

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hatte am Donnerstag gesagt, dass "der SPD-Chef und vermutlich künftige Außenminister Martin Schulz" an dem Treffen teilnehmen werde. Dies wurde seitens der Sozialdemokraten aber dementiert.

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Gabriel gegen Schulz: Vom Freund zum Feind

Schulz hatte am Mittwoch erklärt, er wolle nach Zustandekommen einer Großen Koalition neuer Bundesaußenminister werden. Gabriel beklagte daraufhin einen respektlosen Umgang mit ihm und sprach von einem Wortbruch.



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insgesamt 26 Beiträge
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hanfbauer2 09.02.2018
1. Gabriel denkt halt an die eigene Zukunft...
...und wird Kontakte knüpfen. Kann ja gut sein, dass Putin einen weiteren deutschen Gasableser bei Gasprom unterbringen kann und der Schröder ein gutes Wort für seinen ehemaligen Minister und niedersächsischen Amtsnachfolger einlegt. Nur nicht unterkriegen lassen Siggi - das wird schon!
Proggy 09.02.2018
2. Geht doch
Herr Schulz lässt Gabriel also doch noch einen großen Auftritt. Das ist grundanständig einem untergeordneten Außenminisiter gegenüber. Es ist ein weiteres Zeugnis der politischen Weitsicht und der Zuverlässigkeit unserer neuen Lichtgestalt der SPD, Martin Schulz.
spon-412-frt9 09.02.2018
3. Gabriel bleibt Außenminister - Ende von Schulz naht
Mein Tipp: Geht die GroKo bei der Abstimmung der SPD-Basis durch, wird Gabriel Außenminister bleiben. Schulz wird es nicht, denn die SPD-Führung wird sich nicht selbst killen. Der Absturz von Schulz ins politische Nirwana steht kurz bevor. Wetten, dass...
Olaf 09.02.2018
4.
Wahrscheinlich war die Dienstreise schon genehmigt und das Hotel gebucht. So muss er jetzt doch fahren.
dweik01 09.02.2018
5. Konsequent wäre, wenn Schulz jetzt auch auf
der Sicherheitskonferenz aufschlägt. Sonst hätte er sich das Personalkarusell vor dem Mitgliedervotum auch sparen können. Abgesehen davon frage ich mich dann schon, was Schulz zur Vertretung unserer Interessen besser kann als Gabriel? Der Umgang von Schulz mit Gabriel ist unter alles Sau. Nur die SPD kann so mit ihren Granden umgehen. In der CDU alles von oben nach unten durchregiert. Verräter werden dort sofort politisch hingerichtet. Schade, daß es keine Partei gibt deren interner Umgang sich einen humanen Mittelweg aussucht.
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