Personaldebatte in der SPD Gabriel würde gern Außenminister bleiben

Wer geht für die SPD in einer neuen Großen Koalition ins Kabinett? Nach Martin Schulz bekundet auch Sigmar Gabriel Interesse. Dem SPIEGEL sagte der Ex-Parteichef, er würde gerne Außenminister bleiben.

Sigmar Gabriel (Mitte)
DPA

Sigmar Gabriel (Mitte)


Sigmar Gabriel würde gerne das Amt des Außenministers behalten, wenn es zu einer Neuauflage der Großen Koalition kommt. "In solchen international verwirrenden Zeiten seinem Land als Außenminister dienen zu können, ist natürlich ungeheuer spannend und auch eine sehr große Ehre", sagte Gabriel dem SPIEGEL. "Und es wäre ja seltsam, wenn man das nicht gerne weitermachen würde." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 6/2018
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Er glaube, dass er seine Aufgabe als Außenminister ganz gut mache, betonte aber: "Wir sind alle Gewählte und nicht Erwählte. Die SPD hat natürlich jedes Recht, mögliche Ministerämter anders zu besetzen."

Auch beim jüngsten Gewerkschaftsrat war Gabriels politische Zukunft Thema. Nach SPIEGEL-Informationen warben mehrere Gewerkschaftsvertreter gegenüber SPD-Chef Martin Schulz dafür, dass Gabriel dem nächsten Kabinett angehört.

Auch Schulz strebt ins Kabinett. Gegenüber mehreren Mitgliedern der SPD-Spitze erklärte er unlängst, dass ein Kabinettsverzicht für ihn nicht infrage komme.

Das Verhältnis zwischen Schulz und Gabriel gilt als belastet. In der Partei wird bezweifelt, dass für beide im Kabinett Platz ist. Die Sozialdemokraten wollen die Namen ihrer Minister nicht vor dem Mitgliedervotum über die Große Koalition bekannt geben.

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insgesamt 83 Beiträge
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Seite 1
Rudra 02.02.2018
1. Weder Format noch Rückrad
Als Wirtschaftsminister hat er komplett versagt, bei der Frage der des Kanzlerkanditaten hat er sich zum 2. Mal in Folge abgeduckt und - wohl wissend das er verlieren wird - einen Vertreter hingeschickt. Jetzt will er Außenminister bleiben. Wir brauchen neue Leute und keine alten Loser!
winki 02.02.2018
2. Gabriel würde gern Außenminister bleiben
Was durchaus Sinn macht. Zum Einen macht er seine Sache offensichtlich recht gut und zum Anderen ist ein ständiger Wechsel für das Auftreten Deutschlands auf der Weltbühne auch nicht unbedingt dienlich. Fragt sich natürlich, was macht dann Schulz, für den wäre das Amt mit seiner EU-Erfahrung eigentlich auch eine denkbare Angelegenheit. Ideal wäre, Gabriel wird Kanzler und Schult der Chef im AA.
citizen01 02.02.2018
3. Gabriel war zu Anfang seiner Amtszeit ganz gut.
Allerdings muß er noch eine gewisse Zurückhaltung in seinen Äußerungen noch lernen. Sonst wird auch die Außenpolitik erratisch kontaminiert.
dirk1962 02.02.2018
4. Gabriel ist derzeit der einzige
Politiker der SPD, der ein hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt. Es wäre schön paradox, ihn jetzt aus der Regierung zu drängen. Wenn ich dann noch überlege, welche Namen aus der Union kommen für das Aussenministerium, dann kann ich nur sagen, behaltet den Gabriel.
jjcamera 02.02.2018
5. Einsamkeitsministerium
Wie auch immer es kommt, wäre es ein grundsätzliches Problem, jemand für ein Ministeramt zu nehmen, der wegen jeder Entscheidung seine Basis befragen muss, weil er kein Vertrauen bei den eigenen Mitgliedern genießt. Auch Außenminister müssen manchmal spontan einsame Entscheidungen treffen, die sie nicht lange abstimmen können.
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