"Höhere Arbeitslosigkeit" Gabriel warnt vor Trump

Was passiert, wenn Donald Trump US-Präsident werden sollte? Das von Sigmar Gabriel geführte Wirtschaftsministerium erwartet nach SPIEGEL-Informationen katastrophale Folgen.

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Das Wirtschaftsprogramm von Donald Trump klingt radikal: Der republikanische Präsidentschaftskandidat verspricht die größte Steuersenkung der US-Geschichte. Er will einen Großteil der Handelsverträge mit anderen Ländern kündigen und in großem Stil neue Straßen, Brücken und Kommunikationsnetze bauen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 40/2016
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Trump sagt zwar nicht, wie er das finanzieren will. Aber er verspricht, dass die US-Ökonomie wieder zu alter Stärke finden soll.

Die Beamten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kommen zu einem ganz anderen Ergebnis. Würde Trump sein Programm umsetzen können, wäre in den USA mit einem "schrumpfenden Bruttoinlandsprodukt, weniger Arbeitsplätzen und höherer Arbeitslosigkeit" zu rechnen.

Das schreiben Gabriels Experten nach SPIEGEL-Informationen in einer internen Analyse des Ministeriums. Demnach seien Trumps wirtschaftspolitische Vorschläge "nicht praktikabel". Die Pläne verstießen gegen internationales oder amerikanisches Recht und könnten "keine Grundlage einer realistischen Wirtschaftspolitik sein", heißt es in dem Papier weiter.

Die USA sind der weltweit wichtigste deutsche Handelspartner, am 8. November finden dort Präsidentschaftswahlen statt. Im Rennen zwischen der Demokratin Hillary Clinton und dem Republikaner Trump spielen Wirtschaftsthemen eine Schlüsselrolle.

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insgesamt 82 Beiträge
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marthaimschnee 01.10.2016
1. das ist lustig
denn nach der "größten Steuersenkung aller Zeiten" schreien ja auch seine Brüder im Geiste hierzulande. Aber Moment, genau DAS wird an den Plänen Trumps doch mit Sicherheit nicht der Kritikpunkt sein, oder?
Jarek M 01.10.2016
2. Das hat man auch von New Deal behauptet
Die Beamten von Gabriel sollte vielleicht besser analysieren, was passiert, wenn der Welthandel stockt und eine mit innerer Austerität auf Export getrimmte Volkswirtschaft das zu spüren bekommt.
menefregista 01.10.2016
3. Na ja
"Die Meinung der Beamten im Wirtschaftsministerium ". Mal abgesehen davon, dass ihr Chef nicht unbedingt mit seinem Lehramtstudium zu den Großen der Wirtschaftswissenschaftlen in dieser Welt gehört, glaube ich kaum, dass die Investoren an den Börsen in den USA und in China sich um die Meinung dieser Beamten kümmern. Werter Autor, genau so gut hätten Sie über das Wetter in Alaska schreiben können und den Klimawechsel, den Donald Trump mit seiner Strategie weltweit veranlassen wird.
lupenreinerdemokrat 01.10.2016
4. Gabriel ist Wirtschaftsexperte?
Mag ja sein, dass Gabriel Wirtschaftsminister ist, ebenso wie eine gewisse Frau v.d. Leyen Verteidigungsministerin ist - das sagt allerdings wie man sieht nicht das geringste über fachliche Kompetenz aus. Wie kommt Gabriel also zu dem Schluss, dass Trumps Wirtschaftsprogramm die US-Wirtschaft schädigen könnte? Wenn man so liest, was dieser plant, sieht es eher nach dem Gegenteil aus. Offenbar ein weiterer kläglicher Versuch, Trump zu diskreditieren, um Kriegstreiberin Hillary "Sarin" Clinton zu unterstützen.
macinfo 01.10.2016
5. So so, Gabriel warnt ...
... wann immer Gabriel vor etwas warnt, ist es meist ein guter Indikator dafür, dass genau das Gegenteil eintreffen wird. Kann mich noch gut erinnern wie er die Quecksilber-Energiesparlamen mit 1-EUR-Bezuschussung des Staates unter das Volk bringen wollte, obwohl längst absehbar war, dass die LED-Lampen mit geringerer Umweltbelastung und höherer Lichtausbeute schon bald wirkliche Fortschritte bringen würden.
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