Signale aus Union und SPD Unterstützung für zweite Amtszeit Köhlers wächst

Horst Köhler kann mit breiter Zustimmung rechnen, sollte er sich entscheiden, auch für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Nach der FDP signalisieren nun auch führende Politiker von Union und SPD Zustimmung für eine Wiederwahl des Bundespräsidenten.


Berlin - CSU-Chef Erwin Huber versicherte: "Wenn Horst Köhler sich für eine zweite Amtszeit entscheidet, wird die CSU ihn zu hundert Prozent unterstützen." Horst Köhler sei ein hervorragender Bundespräsident mit großer Überzeugungskraft, sagte Huber der "Bild am Sonntag". Die CSU sehe eine Wiederwahl Köhlers als ein wichtiges Signal für politische Stabilität in Deutschland.

Bundespräsident Köhler: Signale für die Wiederwahl
DDP

Bundespräsident Köhler: Signale für die Wiederwahl

Auch SPD-Fraktionschef Peter Struck deutete Zustimmung zu einer zweiten Amtszeit Köhlers an. Struck sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", Köhler müsse nicht damit rechnen, dass die SPD versuche, mit aller Kraft eine knappe Mehrheit in der Bundesversammlung gegen ihn zu organisieren. Das erste Wort habe der Bundespräsident selbst. Struck hob zugleich das hohe Ansehen Köhlers in der Bevölkerung und dessen Engagement für Afrika hervor. "Ich habe an der Arbeit von Horst Köhler nichts auszusetzen", betonte Struck.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) würde eine zweite Amtszeit Köhlers ebenfalls unterstützen. "Ich schätze an Horst Köhler sein mutiges Amtsverständnis und würde mir wünschen, dass er weitere fünf Jahre Bundespräsident bleibt", sagte Oettinger der "Bild"-Zeitung. Der Ministerpräsident fügte hinzu: "Die Wahlfrauen und Wahlmänner aus Baden-Württemberg werden jedenfalls alles tun, um ihn zu unterstützen."

Köhler selbst will sich dem Blatt zufolge im Sommer erklären, ob er zur Wiederwahl 2009 zur Verfügung steht. FDP-Chef Guido Westerwelle hatte sich am Freitag als erster Parteichef für eine Wiederwahl Köhlers ausgesprochen. Die Generalsekretäre von CDU und SPD, Ronald Pofalla und Hubertus Heil, lobten zwar die Arbeit des Bundespräsidenten, vermieden aber eine Festlegung.

phw/ddp



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