Jamaika-Sondierungen Seehofer rechnet mit noch längeren Gesprächen

Es sei noch ein "Berg von Entscheidungen" zu bewältigen: CSU-Chef Horst Seehofer geht davon aus, dass die Sondierungsgespräche anders als geplant nicht am Sonntag um 18 Uhr beendet werden.

Horst Seehofer
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Horst Seehofer


Die Sondierungen für ein Jamaikabündnis können nach den Worten von CSU-Chef Horst Seehofer anders als geplant nicht am Sonntag um 18 Uhr beendet werden. Dies liege daran, dass noch ein "Berg von Entscheidungen" zu bewältigen sei, sagte der bayerische Ministerpräsident. "Morgen um 18 Uhr wird die Veranstaltung nicht beendet sein."

Seehofer sagte außerdem: "Die Verantwortung bleibt, dass man das Menschenmögliche tun muss, für Deutschland eine Regierung mit einem sauberen Programm zu bilden, aber das muss eben wirklich sorgfältig erfolgen."

Nachdem die Unterhändler die ursprünglich bis zum Freitagmorgen befristeten Sondierungen verlängerten, hatten mehrere Teilnehmer zuvor betont, am Sonntag müssten die Gespräche endgültig beendet werden. "Sonntagabend 18 Uhr ist es vorbei", sagte etwa FDP-Chef Lindner. Am Samstag appellierten denn auch Vertreter von Union, FDP und Grünen an die Kompromissbereitschaft aller Beteiligten. "Alle müssen die Bereitschaften haben, dass es ein gutes Ergebnis gibt", sagte Grünen-Chef Cem Özdemir vor Beginn der Verhandlungen in der Berliner CDU-Zentrale.

Video: Road to "Jamaika" - vertagt

SPIEGEL ONLINE; dpa

als/Reuters

insgesamt 39 Beiträge
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widder58 18.11.2017
1. nun....
Flughäfen werden in Deutschland auch nicht an einem Tag erbaut ...
Amanare 18.11.2017
2. Das personifizierte Problem
Seehofer ist doch das personifizierte Problem. Ohne ihn bzw. die CSU mit ihrem bald-ist-Landtagswahl-Getue wäre das Thema doch schon lange beendet.
zensurgegner2017 18.11.2017
3.
Seehofer ist für mich das Paradebesipiel für einen Politiker, der in seinem Wissensstand vor 30 Jahren abgeschlossen hat, und Rezepte bestenfalls von Gestern verfolgt. Wenn wir betrachten wo überall wir als Land mittlerweile Aufholbedarf haben, und dann betrachten, welche geistigen Zwerge, zudem noch durch Parteigezänk gelähmt, Entscheidungen treffen sollen, die selbst fähige Denker herausfordern, dann wird einem ganz schlecht. Obwohl ich keineswegs ein AFD Anhänger bin halte ich mittlerweile Neuwahlen und meinetwegen einen massiven Zugewinn der AFD für sinniger als weitere 5 Jahre unter "Mutti" und "Horst" und Nochmehrlachnummer "Dobrint" als Zukunft(verweigerungs)sminister. WO ist denn ein EINZIGER wirklich fähiger Politiker, der für ein Ministeramt ernsthaft taugt, und der nach diesem Geschacher und Standpunkteverkauf auch nur noch ein Quentchen Handlungsspielraum hat?
haarer.15 18.11.2017
4. Aufhören !!!
Wann hat endlich einer den Mut, dieses Brechreiz erzeugende absurde Theater zu beenden ? Man kommt hier auf keinen gemeinsamen Nenner - Punkt. Eine Missgeburt namens Schwampel kann sich doch ernsthaft keiner mehr wünschen !
Garak 18.11.2017
5. Man möchte lachen, leider ist es eher zum weinen!
Die angeblichen Verteidiger der Demokratie liefern jeden Tag ein unwürdigeres Schauschspiel ab! Bei den massiven Problemen die vor Deutschland und Europa liegen haben unsere Politiker nichts besseres zu tun als Zeit zur verschwenden. Wenn es ihnen wirklich um Deutschland und seine Bürger ginge hätten sie sich schon vor Wochen einigen und die Regierungsarbeit aufnehmen müssen. Aber wie zu erwarten sind ihnen ihre Ideologien, Dogmen und Posten wichtiger als die Zukunft Deutschlands.
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