Islamkritische Bewegung Bank sperrt Vereinskonto von Pegida

Pegida in Dresden steht vor einem praktischen Problem: Weil sich die Vereinsführung aufgelöst hat, sperrte die Ostsächsische Sparkasse das Vereinskonto. Die bisherigen Vorstandsmitglieder haben ihre Unterschriftsberechtigung verloren.

Bachmann und Oertel (Archivbild): Zurückgetretene Pegida-Organisatoren
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Bachmann und Oertel (Archivbild): Zurückgetretene Pegida-Organisatoren

Von Conny Neumann


München - Der Dresdner Pegida-Verein kann derzeit nicht über sein Geld bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden verfügen. Die Bank sperrte das Spendenkonto, nachdem sich die Vereinsführung um den Vorsitzenden Lutz Bachmann und Schatzmeisterin Kathrin Oertel aufgelöst hatte.

Bachmann hatte zuerst seinen Rücktritt erklärt, kurz darauf war Oertel aus dem Orga-Team des Vereins ausgeschieden und bei Pegida ausgetreten. Beide verloren dadurch ihre Unterschriftsberechtigung. Der Verein sei aufgefordert worden, nun neue Unterschriftsberechtigungen vorzulegen, sagte ein Sparkassen-Sprecher.

In der ehemaligen Führungsriege hieß es, die von Pegida abgespaltene Gruppe um Oertel beanspruche einen Teil des Geldes für sich. Angeblich sollen sich rund 20.000 Euro auf dem Konto befinden. Oertel wies dies zurück. "Die Summe stimmt nicht." Es gebe auch keinerlei Probleme wegen des Kontos, sie sei ausgetreten und habe mit dem Geld nichts mehr zu tun.

Bachmann erklärte, er habe keinen Streit mir Oertel. Man werde sich noch einmal zusammensetzen und Details in Ruhe besprechen. Im Fall einer Auflösung des Pegida e.V. soll das Vermögen laut Satzung an den Hamburger Verein Dunkelziffer fallen. Dieser kümmert sich um sexuell missbrauchte Kinder.

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