Bisherige Umweltministerin Auch Hendricks scheidet aus Kabinett aus

Die bisherige Umweltministerin Barbara Hendricks ist in der künftigen Bundesregierung nicht mehr vertreten. Sie gehe mit einem "guten Gefühl" aus dem Amt, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post".

Barbara Hendricks
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Barbara Hendricks


Barbara Hendricks (SPD) wird in der neuen Bundesregierung keine Ministerin. "Ich werde der neuen Bundesregierung nicht angehören", sagte Hendricks, derzeit geschäftsführende Umweltministerin, der "Rheinischen Post".

Sie sei "dankbar", dass sie die letzten vier Jahre als Bundesumwelt- und Bauministerin dem Land, seinen Menschen und ihrer Partei habe dienen dürfen, sagte Hendricks der Zeitung. "Ich gehe mit einem guten Gefühl aus diesem Amt, weil ich glaube, dass ich dazu beitragen konnte, Positives für unser Land und für die Umwelt bewegt zu haben."

Hendricks war seit 2013 Umweltministerin. Von 2007 bis 2013 war sie Bundesschatzmeisterin der SPD. Sie ist seit 1994 Abgeordnete im Bundestag.

Zuvor hatte bereits der geschäftsführende Außenminister Sigmar Gabriel mitgeteilt, er werde dem nächsten Kabinett nicht angehören. Andrea Nahles und Olaf Scholz hätten ihn über diese Entscheidung informiert, so Gabriel.

Darüber war seit Längerem spekuliert worden. Gabriel hatte unter anderem wegen seiner Kritik an dem inzwischen zurückgetretenen Ex-Parteichef Martin Schulz Unmut aus den eigenen Reihen auf sich gezogen. Nahles und Scholz wollen die SPD-Mitglieder der künftigen Bundesregierung am Freitag bekannt geben. Die erneute Wahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ernennung der Minister ist für kommenden Mittwoch geplant.



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cte/AFP

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insgesamt 77 Beiträge
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h.glaps 08.03.2018
1. Gutes Gefühl?
Mein Gefühl ist, das Frau Hendricks wegen Ihrem schlechten Job, nicht mehr Ministerin wird. Aus diesem Grund ist es auch gut, das uns 4 weitere Jahre "Hendricks" erspart bleiben. Das Sie meint Sie hätte gutes getan, ist wohl Ihrem alter geschuldet! Sie kommt aus dem Rheinland, und hat gar nichts beim Problem belgischer Atomkraftwerke erreicht! In Ihrer Heimat leben viele Pendler nach Düsseldorf, beim Punkt Diesel hat Sie auch nichts erreicht, sonder sich von der Autolobby vereinnahmen lassen. Man kann ins Zeugnis schreiben Sie bemühte sich redlich!
janne2109 08.03.2018
2. sehr schade
das ist wirklich sehr schade, sie war relativ kompromisslos in ihrer Haltung, nur wegen der Proporz werden die Minister die eingearbeitet sind ausgewechselt, kein Arbeitgeber wechselt seine guten Angestellten wegen dem Proporz aus, KEINER! Jede neue Einarbeitung kostet richtig Geld, warum läßt man bewährte Leute nicht an ihrem Platz?
oldman2016 08.03.2018
3. Mit 66 Jahren ist nun Schluss
Das war zu erwarten. Barbara Hendricks ist 66 Jahre alt und kann nicht zur Erneuerung der SPD beitragen. Als Bundesumweltministerin hat Sie sich gegenüber dem Verkehrsminister (blaue Plakette) oder dem Wirtschaftsminister (Braunkohleverstromung) nicht durchsetzen können und war deshalb eine Fehlbesetzung.
rkinfo 08.03.2018
4. 'Mit 66 Jahren' - Sie ist Jahrgang 1952
Sie hat eine solide Karriere im Bundestag und Amt hinter sich. Jetzt bricht eh eine neue Zeit an, wie verbindliche Passivhausbauweise ab 2019 für alle öffentlichen Gebäude. Dabei sind Niedrigenergiehäuser mit hohem solaren Deckungsbeitrag sinnvoller für uns, das wir eh knapp jederzeit verfügbaren elektrischen Strom im Netz bald sind und häufig aus Akkus leben werden.
GumpyOM 08.03.2018
5. Sehr schade
Nach allem was man so mitbekommen hat in Talkshows, war sie sehr fähig, sachlich und litt immerzu an ihrem begrenzten Handlungsspielraum gegenüber diesen wandelnden Lobbydirnen Christian Schmidt und Alexander Dobrindt. Ein Verlust.
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