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Jahrestief bei Forsa: SPD fällt in Umfrage auf 22 Prozent

SPD-Kandidat Steinbrück: Genossen auf Jahrestief Zur Großansicht
AFP

SPD-Kandidat Steinbrück: Genossen auf Jahrestief

Schwarz-Gelb kann auf eine Fortsetzung hoffen: Nach einer neuen Forsa-Umfrage kommen Union und FDP auf eine knappe Mehrheit. Die SPD fällt auf ihr Jahrestief von 22 Prozent - auch ihr Kanzlerkandidat schneidet im direkten Vergleich zu Kanzlerin Merkel schlecht ab.

Berlin - Drei Monate vor der Bundestagswahl muss die SPD neue schlechte Umfragewerte verkraften. Nach einer Forsa-Erhebung ist die Partei in der Wählergunst erneut auf ihr Jahrestief gefallen. Sie liegt mit einem Verlust von zwei Punkten bei 22 Prozent und damit noch unter ihrem schwachen Bundestagswahlergebnis von 2009.

Dabei wurden die Umfragedaten bereits in der vergangenen Woche erhoben, so dass der am Wochenende eskalierte Konflikt zwischen Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel noch nicht einmal berücksichtigt ist.

Die Union erreichte wie in der Vorwoche 40 Prozent. Die FDP verbesserte sich um einen Punkt auf sechs Prozent. Die Grünen kletterten um zwei Punkte auf 15 Prozent. Die Linke sank um einen auf acht Prozent. Schwarz-Gelb kann derzeit mit einer Mehrheit rechnen. Union und FDP zusammen liegen einen Punkt vor SPD, Grünen und Linken (46 zu 45).

Die sonstigen Parteien kommen auf neun Prozent, unter ihnen befinden sich die Piraten und die Alternative für Deutschland mit je zwei Prozent.

Die Schwäche der SPD spiegelt sich auch in der Frage wider, wen die Deutschen gerne als Bundeskanzler hätten. Könnten sie ihren Regierungschef direkt wählen, würden nach der Umfrage 58 Prozent für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmen, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Steinbrück verlor zwei Punkte und fiel auf 18 Prozent. 24 Prozent der Befragten wollten sich für keinen von beiden entscheiden.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dazu: "Die Menschen haben den Eindruck, dass der Kanzlerkandidat und seine Partei keine Einheit bilden." Auch sein Kompetenzteam aus Personen, die der Bevölkerung völlig unbekannt seien, hätte das Vertrauen in die Fähigkeiten der SPD nicht verbessert.


Daten zur Umfrage:

Stichprobe: Forsa befragte 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden.

Zeitraum: 10. bis 14. Juni 2013

Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte

fab/dpa

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insgesamt 615 Beiträge
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1. Ehemalige Arbeiterpartei hat Multimillionär als Kanzlerkandidat.
berns 19.06.2013
Das zeigt, die SPD ist längst beim Kapital angekommen. für diese Partei ist längst nicht mehr das Wohlergehen der Menschen wichtig, sondern das Wohlergehen der Fabrikanten, bzw. Geldspekulanten.
2. Projekt 18 für die SPD!
mwinter 19.06.2013
Bei der tatsächlichen Wahl wird wahrscheinlich die SPD noch schlechter und die (sozialdemokratisierte) CDU noch besser dastehen, da auch viele SPD-Sympathisanten einen Kanzler Steinbrück mit allen Mitteln verhindern wollen werden...
3. Der Triumphator
Regulisssima 19.06.2013
Na, seht ihr, die Zielmarke für die SPD ist 18% und wenn sie den Triumphator gegen Gabriel auswechseln vielleicht 20%. Und den Grünen schwant schon, dass die SPD sie mit in den Abrund reissen wird.
4. Glückwunsch Peer
silvester76 19.06.2013
22%. Da geht noch mehr resp. weniger. Ich bin da ganz zuversichtlich. Die Mövenpicks stehen jetzt schon bei 6%. Wird ja ein spannender Wahlabend werden...
5. Machtperspektive öffnen
Thomas Weber 19.06.2013
Zitat von sysopAFPSchwarz-Gelb kann auf eine Fortsetzung hoffen: Nach einer neuen Forsa-Umfrage kommen Union und FDP auf eine knappe Mehrheit. Die SPD fällt auf ihr Jahrestief von 22 Prozent - auch ihr Kanzlerkandidat schneidet im direkten Vergleich zu Kanzlerin Merkel schlecht ab. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-faellt-in-forsa-umfrage-auf-jahrestief-a-906561.html
Es sind zu wenig Wählerinnen und Wähler der SPD, die die SPD in eine Große Koalition wählen wollen. Die zentrale strategische Wahlkampfaufgabe der SPD ist es, als größte linke Partei einen Weg aufzuzeigen, aus der in der Bevölkerung vorhandenen Mehrheit links von der Mitte eine Kanzlermehrheit im Bundestag werden zu lassen. Dafür ist es noch nicht zu spät.
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