Personaldebatte SPD-Frauen fordern nächsten Parteivorsitz

Durch die kriselnde SPD schallt der Ruf der Erneuerung. Im SPIEGEL melden die sozialdemokratischen Frauen Anspruch auf den Parteivorsitz an - wenn der nächste Wechsel ansteht.

SPD-Politikerin Elke Ferner (Archivbild aus dem Jahr 2015)
DPA

SPD-Politikerin Elke Ferner (Archivbild aus dem Jahr 2015)


Die Frauen in der SPD erheben Anspruch auf den Parteivorsitz. "Beim nächsten Wechsel auf dem Parteivorsitz ist es Zeit, dass nach mehr als 150 Jahren erstmals eine Frau Parteichefin wird", fordert Elke Ferner, Chefin der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen im SPIEGEL. "Die SPD hat genug talentierte Frauen, die in der Lage sind, die Partei zu führen." (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 6/2018
Kaufen oder mieten? Was wo schlau ist

Seit Wochen wird in der Partei über eine notwendige Erneuerung diskutiert. Dabei geht es auch um die Zukunft des angeschlagenen Vorsitzenden Martin Schulz. Dessen interne Ansage, in einer Großen Koalition zusätzlich Minister werden zu wollen, stößt auf Widerstand.

Die Sozialdemokraten planen, vor dem Mitgliedervotum über den Koalitionsvertrag die Ressortverteilung zwischen den Bündnispartnern öffentlich zu machen - allerdings ohne Namen zu nennen. In der Parteispitze der Sozialdemokraten wird damit gerechnet, dass es im Zuge der Regierungsbildung zu einer Debatte über die Gesamtaufstellung in der SPD kommt - also auch über den Vorsitz.

Union und SPD wollen am Sonntag, möglicherweise aber auch erst am Montag ihre Koalitionsverhandlungen beenden. Mehrere Arbeitsgruppen haben bereits ihre Ergebnisse vorgelegt. So planen beide Seiten milliardenschwere Investitionen in die Rente, die Pflege und die Bildung. Zwei große Streitpunkte - die Eingrenzung der sachgrundlosen Befristung sowie eine Reform des Gesundheitssystems - dürften erst ganz am Schluss geklärt werden.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL-Magazin - am Kiosk erhältlich ab Samstagmorgen und immer freitags bei SPIEGEL+ sowie in der digitalen Heft-Ausgabe.

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berndatlondon 02.02.2018
1. Na dann wird wohl alles besser
SPD ihr braucht ne Vision :) Und ein Program was die Menschen heute anspricht! Danach macht euch darum Gedanken wer das umsetzt.
klausbrause 02.02.2018
2.
Nach mehr als 30 Jahren wäre es zudem an der Zeit, daß es die spd einmal mit einem (linken) Programm, jenseits des Wir-müssen-den-Laden-am-laufen-halten versucht. Das könnte dann auch von einer Frau umgesetzt werden. Wenn man sich allerdings erinnert, wie die spd mit linken Frauen in der Vergangenheit umgegangen ist, wird da wohl eher ein wer-soll-es-denn-sonst-machen-Kandidat die Führung übernehmen.
friedrich_eckard 02.02.2018
3.
Ob Frau Uekermann schon "so weit ist"? Frau Hilde Mattheis wäre natürlich eine Möglichkeit... aber, und wenn ich mir jetzt der Zorn sämtlicher Mitforistinnen zuziehen sollte: bevor Frau Titularlinke Nahles SPD-Vorsitzende wird wäre doch wohl ein Marco Bülow vorzuziehen, auch wenn der ein Mann ist.
demokrat2 02.02.2018
4. Die Forderung ist berechtigt.
Wenn sie allerdings nur dazu dienen sollte, Schulz schnell los zu werden, dann gilt: Man erkennt die Absicht des Spiegel noch ein weiteres Krisenthema zu verbreiten. Denn mit Personalfragen kann man die Leser weiter verunsichern. Die deutsche Presse sorgt so für das schlechte Image der SPD. Für Schulz gibt es in der Regierung mehrere Optionen. Und für Gabriel auch.
GegnerallerDummköpfe 02.02.2018
5. Völlig realitätsfremd!
Es waren doch gerade die Quotenfrauen und diese "Quotenmentalität", dass die SPD hat so abstürzen lassen. Dass man das nicht einsieht und sogar noch weitergehen will, zeigt einfach, dass die Lage bei der SPD ziemlich trostlos ist. Meine Hoffnung hat sich wieder mal völlig zerschlagen, die SPD wird nie mehr zu einer Volkspartei. Zukünftig muss man wohl gegen die FDP und die Grünen um den dritten Platz kämpfen. Und der Zerfall der SPD stärkt leider auch die AfD, die sich anscheinend etablieren können. Nicht weil sie clever agiert hätten, sondern weil ihre Gegner so dilettant sind.
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