ARD-Sonntagsfrage SPD rutscht auf 16 Prozent

So schlecht haben die Sozialdemokraten noch nie abgeschnitten: Die SPD ist im ARD-"Deutschlandtrend" erstmals auf 16 Prozent gefallen.

Andrea Nahles
DPA

Andrea Nahles


Die SPD weist im neuen ARD-"Deutschlandtrend" nur noch 16 Prozent aus. Das sind nochmals zwei Prozentpunkte weniger als vor gut zwei Wochen. Die Union stagniert bei 33 Prozent. Die AfD legt leicht zu und kommt auf 15 Prozent. Ähnlich sieht es bei den Grünen aus, die nun auf 13 Prozent kommen. Die FDP verliert leicht und liegt nun bei neun Prozent. Die Linke bleibt stabil bei elf Prozent. Bereits im jüngsten SPON-Wahltrend waren die Sozialdemokraten nur noch bei 16,4 Prozent gelandet.

Fast 80 Prozent der Befragten finden es laut "Deutschlandtrend" richtig, dass Martin Schulz als SPD-Vorsitzender zurückgetreten ist und auf alle Ämter als Minister verzichtet. Die Zustimmung für Andrea Nahles ist zurückhaltend. Nur etwa jeder Dritte glaubt, sie sei in der Lage, die SPD wieder zu einen. Für den ARD-"Deutschlandtrend" hat infratest dimap zwischen dem 13. und 15. Februar 1001 Menschen telefonisch befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.

Die SPD will auf einem Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden über die Nachfolge des zurückgetreten Parteichefs Martin Schulz entscheiden. Präsidium und Parteivorstand haben sich für Bundestagsfraktionschefin Nahles ausgesprochen. Es haben bereits mehrere SPD-Politiker aus den hinteren Reihen angekündigt, als Gegenkandidaten anzutreten.

Bis zur Wahl wird der dienstälteste Parteivize, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, die SPD kommissarisch führen. Die Frage, wer auf Sigmar Gabriel als Außenminister folgt oder ob dieser trotz seiner Verbalattacke auf Martin Schulz weiter im Amt bleiben könnte, ist offen.

Nachdem es in der vergangenen Woche so schien, als sei für Gabriel kein Platz in einem nächsten Kabinett, hatte der Schulz hart attackiert. Er zitierte seine Tochter, die ihn mit den Worten getröstet habe: "Papa, jetzt hast du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht." Mittlerweile hat sich Gabriel für seine Äußerung entschuldigt.



Sie wollen die Sonntagsfrage für den Bund beantworten? Stimmen Sie hier ab:


Wer steckt hinter Civey?

Civey ist ein Online-Meinungsforschungsinstitut mit Sitz in Berlin. Das Start-up arbeitet mit unterschiedlichen Partnern zusammen, darunter sind neben SPIEGEL ONLINE auch der "Tagesspiegel", "Cicero", der "Freitag" und Change.org. Civey wird durch das Förderprogramm ProFit der Investitionsbank Berlin und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.