Niedersachsen: SPD kürt Stephan Weil zum Spitzenkandidaten

Der Herausforderer für Niedersachsens CDU-Ministerpräsidenten David McAllister steht fest: Die SPD hat Stephan Weil fast einstimmig zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr gekürt. Weniger erfreulich lief es für Doris Schröder-Köpf.

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Stephan Weil: Die Delegierten wählten ihn fast einstimmig auf Platz eins der Landesliste

Hameln - Die niedersächsische-SPD hat Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil, 53, zum Spitzenkandidaten gekürt. Er wird den Ministerpräsidenten David McAllister (CDU) bei der Landtagswahl Anfang 2013 herausfordern. Die Delegierten wählten Weil am Samstag mit 98,95 Prozent in Hameln fast einstimmig auf Platz eins der Landesliste und bestätigten ihn als Landeschef der Partei im Amt.

Nach einer Umfrage vom Mai käme eine rot-grüne Koalition in Niedersachsen auf eine eigene Regierungsmehrheit. Allerdings liegt Weil in Umfragen bislang bei der Beliebtheit deutlich hinter Amtsinhaber McAllister.

Trotzdem stimmte Weil seine Partei natürlich auf den Sieg ein: "Die SPD ist wieder die stärkste politische Kraft in Niedersachsen", sagte er in Hameln. Bei einer Regierungsübernahme werde die SPD sich für eine bessere Kinderbetreuung, mehr Ganztagsschulen und die Abschaffung der Studiengebühren einsetzen. Die schwarz-gelbe Landesregierung befinde sich im Sinkflug und hinke bei allen Zukunftsthemen hinterher.

Doris Schröder-Köpf bekommt 18 Nein-Stimmen

"Das ist die wichtigste Landtagswahl auch für die Bundes-SPD", sagte SPD-Bundesfraktionsvize Hubertus Heil. Ein Sieg in Hannover wäre eine wichtige Etappe zum Machtwechsel auch in Berlin, betonte Torsten Albig, Parteigenosse und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident. "Lasst diese Wahl den ersten Schlussschritt der Merkel-Regierung werden."

Für Doris Schröder-Köpf, 48, Ehefrau des Altkanzlers Gerhard Schröder, endete die Abstimmung nicht ganz so erfreulich. Sie bewirbt sich ebenfalls um ein Landtagsmandat in Niedersachsen und geht auf Platz zwölf der Landesliste ins Rennen. Sie bekam mit 18 Nein-Stimmen das mit Abstand schlechteste Ergebnis aller Kandidaten für die Landesliste. Sie nahm es gelassen: "Ich habe 90 Prozent, das ist ein glänzendes Ergebnis." Hintergrund war möglicherweise ein Streit in ihrem Wahlkreis Hannover-Döhren, wo die Ortsvereine lieber ihre Konkurrentin, die langjährige Landtagsabgeordnete Sigrid Leuschner, vorne gesehen hätten.

fln/dpa

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