Herter unterliegt Kutschaty neuer SPD-Fraktionschef in Nordrhein-Westfalen

Kampfabstimmung bei der SPD in Nordrhein-Westfalen: Ex-Justizminister Thomas Kutschaty hat sich gegen Marc Herter durchgesetzt und ist neuer Fraktionschef der Sozialdemokraten im Landtag.

Thomas Kutschaty
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Thomas Kutschaty


Thomas Kutschaty ist neuer Fraktionschef der SPD im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Der frühere Landesjustizminister setzte sich in einer Kampfabstimmung knapp gegen den Parlamentarischen Geschäftsführer Marc Herter durch.

Kutschaty bekam nach Angaben aus der Fraktion 35 Stimmen, auf Herter entfielen 31 Stimmen. Es gab eine Enthaltung. Der 49-Jährige löst den langjährigen Vorsitzenden Norbert Römer ab.

Der Posten gilt als einflussreich, weil der Fraktionschef sich im Landtag mit Ministerpräsident Armin Laschet duellieren kann. Die von SPD und Grünen geführte Landesregierung war vor einem Jahr bei der Landtagswahl in NRW abgewählt worden. Die SPD sitzt nun in der Opposition.

Herter hatte sich vor der Abstimmung zur Wahl von Andrea Nahles geäußert. Das schwache Ergebnis von 66 Prozent habe weniger der neuen SPD-Chefin gegolten, sagte Herter SPIEGEL ONLINE, es sei "Ausdruck eines massiven Grummelns in der Partei". Die SPD dürfe es sich nie wieder in einer Koalition bequem machen - "schon gar nicht in einer Koalition mit CDU und CSU".

cte/dpa



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dialogischen 24.04.2018
1. Ist Herr Kutschaty ...
... nicht der SPD-Justizminister, der die gesetzlich vorgesehene Entschädigung von Zwangsarbeitern durch Verfahrensverschleppung bis zum Ableben der Berechtigten mit den zuständigen Behörden „erledigen“ wollte?
Duggi 24.04.2018
2.
Ich dachte, auch die NRW-SPD wollte sich erneuern. LOL
kizfonis 24.04.2018
3.
Es bereitet mir eine hellte Freude, dass die beiden Partei-Muppets Groschek und Römer vom NRW-SPD-Balkon als Herter-Promoter deutlich die rote Karte bekamen. Beide sind der Inbegriff des verknöcherten Apparatschiks von vorgestern. Manche begreifen erst nach spürbar "eins in die Fresse", was die Stunde geschlagen hat. Ich hoffe, die vergangheitsprogrammierten Scholzomaten auf Bundesebene begreifen das nach dem Ergebnis für Nahles. Meine Befürchtung ist, trotz 66 % sind die noch kein bisschen weiser. Doch: die nächste Klatsche kommt bestimmt. Vermutlich für Schläfer-Dümpel in Hessen , der immer bedeutungsschwer guckend Belanglosigkeiten ins Mikro faselt.... Ich brauch in Ämtern keine regionalen Proporzfürsten mit Stallgeruch, ich brauch Kompetenzträger mit der Aura und Überzeugung einer sozialen Zukunfts- und Bürger*innenorientierung. Norbert Sinofzik, Rheinstadt Uerdingen
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