SPD-Nachwuchs Juso-Chefin Uekermann tritt ab

Johanna Uekermann war vier Jahre lang Chefin der Jusos - nun räumt sie ihren Posten. Ihr designierter Nachfolger an der Spitze der SPD-Nachwuchsorganisation ist der bisherige Vize Kevin Kühnert.

Johanna Uekermann
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Die SPD-Spitze soll auf dem Bundesparteitag im Dezember neu aufgestellt werden - der Parteinachwuchs ist da schon weiter: Die bisherige Juso-Chefin Johanna Uekermann, 30, kandidiert nicht erneut. "Ich trete nach vier Jahren nicht nochmal als Juso-Chefin an", sagte sie dem SPIEGEL. Ihre Entscheidung soll schon länger festgestanden haben. "Das ist ein guter Zeitpunkt für diesen Schritt", so Uekermann. "Die Jusos sind gut aufgestellt, schlagkräftig, kampagnenstark und haben inhaltlich viel durchgesetzt in den letzten Jahren."

Nachfolger auf dem Juso-Bundeskongress im November soll der bisherige Juso-Vize Kevin Kühnert, 28, werden. Sein Berliner Landesverband hat Kühnert am Sonntag für den Bundesvorsitz nominiert. "Ich freue mich, dass der Landesverband der Jusos Berlin meinen bisherigen Stellvertreter Kevin Kühnert als neuen Juso-Vorsitzenden für die Wahl auf dem Bundeskongress im November vorschlägt", sagte Uekermann. Offen ist, ob er mit einem Gegenkandidaten oder einer Gegenkandidatin zu rechnen hat. Die Noch-Vorsitzende Uekermann hatte sich in der Vergangenheit auch gegen andere Bewerber durchsetzen müssen.

Die scheidende Juso-Chefin wird auf dem Bundesparteitag der SPD im Dezember für den Parteivorstand kandidieren und sich auf weitere Aufgaben in der SPD konzentrieren. "Ich sehe meine künftige Aufgabe in der Erneuerung der SPD - da gibt es einiges zu tun", sagte sie. "Ich werde auf dem Bundesparteitag im Dezember für den Parteivorstand kandidieren." Uekermann sagte weiter: "Als Vizechefin der bayerischen SPD werde ich mich stark im Landtagswahlkampf im kommenden Jahr engagieren."

Die Jusos haben rund 70.000 Mitglieder - Tendenz steigend. In den vergangenen Monaten hatte die SPD Tausende neue Mitglieder gewonnen, darunter viele jüngere.



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freimachen 11.10.2017
1.
Moment. Der Stinkefinger Steinbrücks galt nicht dem Wahlvolk, sondern den Journalisten, die ihn seiner Meinung nach nicht gleichberechtigt behandelt hatten.
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