SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrück trennt sich von seinem Sprecher

Steinbrück, Sprecher Donnermeyer: Trennung am Wochenende Zur Großansicht
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Steinbrück, Sprecher Donnermeyer: Trennung am Wochenende

Seine Kampagne kommt nicht voran - nun zieht Peer Steinbrück Konsequenzen: Der SPD-Kanzlerkandidat trennt sich von seinem Sprecher Michael Donnermeyer. Ein Nachfolger ist bereits gefunden.

Berlin - Paukenschlag in der SPD: Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich von seinem Sprecher Michael Donnermeyer getrennt. Schon am Mittag, wenn Steinbrück die letzten Mitglieder seines Kompetenzteams vorstellt, wird Donnermeyer nicht mehr im Willy-Brandt-Haus vor die Presse treten. Donnermeyer wurde demnach am Wochenende von der Entscheidung informiert. Der Kandidat hat offenbar bereits einen Nachfolger gefunden und will ihn am Mittag präsentieren. Es soll sich dabei um Ex-"Bild"-Hauptstadtbüroleiter Rolf Kleine handeln.

Steinbrück zieht mit dem Schritt die Konsequenzen aus den unglücklich verlaufenen letzten Monaten. Donnermeyer galt seit längerem als angeschlagen. Ihm wurden parteiintern etliche kommunikative Fehler angelastet, die das Bild von Steinbrück in der Öffentlichkeit beschädigten.

In der SPD gilt die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt dennoch als überraschend. Wenige Monate vor der Bundestagswahl einen so wichtigen Posten neu zu besetzen, gilt als Risiko. In der SPD-Spitze hieß es dagegen, kurz vor der heißen Wahlkampfphase wolle man nun den Schalter umlegen. Dies ginge nicht ohne einen personellen Umbau.

Die Trennung ist auch ein Eingeständnis dafür, wie schleppend die Kampagne Steinbrücks bislang verläuft. In der Partei war zuletzt die Zuversicht gesunken, nach der Bundestagswahl den Kanzler stellen zu können. In der Führungsriege wird für die Lage der SPD auch Steinbrück selbst verantwortlich gemacht. Der Kandidat habe bisher zu wenig Angriffslust gezeigt, heißt es.

Am Mittag will Steinbrück die letzten drei Mitglieder seines Kompetenzteams vorstellen. Die frühere saarländische Wirtschaftsministerin Christiane Krajewski (SPD) soll den Bereich Wirtschaft übernehmen. Für das Feld der Entwicklungshilfe kommt die Präsidentin der Hilfsorganisation Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel. Bereits am Sonntag hatte Steinbrück öffentlich gemacht, dass er den Essener Kulturmanager Oliver Scheytt für die Themen Kunst und Kultur berufen wird.

Donnermeyer wandte sich am Morgen an seine unmittelbaren Kollegen. Er kenne die Regeln des Geschäfts, die man zu akzeptieren habe, erklärte er und bedankte sich bei allen für die gute Zusammenarbeit der letzten Wochen und Monate. Donnermeyer sagte, er hoffe sehr, dass die Kampagne jenen Wind unter die Flügel bekommen wird, der nötig ist, um am 22. September rot-grüne Mehrheiten herbeizuführen.

vme

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insgesamt 264 Beiträge
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1. Steinbrück bleibt Steinbrück, da helfen keine Sprecher
tomatosoup 10.06.2013
Selbst Aspirin versagt.
2. Wofür braucht ...
mexi42 10.06.2013
P€€R einen Sprecher? Er redet doch selbst.
3. Wird auch nicht helfen!
Superman44 10.06.2013
Wer dem Bürger ans Geld will(Steuererhöhungen), wird nunmal nie populär werden! Das haben die Sozen und Grünen wohl nicht verstanden mit ihrer unsäglichen wirtschaftlichen Inkompetenz! Es ist doch jetzt bereits sonnenklar, dass die SPD 2013 die Wahl nicht gewinnen kann, wieso treten sie noch mit soviel Wichtignahme an? 26% reichen nicht!
4.
Steuerzahler0815 10.06.2013
ich glaube die probleme liegen nicht an seinem sprecher, nichtmal bei der SPD sondern an den grünen...
5.
kjartan75 10.06.2013
Gut so, wenn er es nicht bringt, muss er weg. Steinbrück hat nicht mehr viel Zeit. Hoffentlich ist der neue besser.
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