SPD Barley kann sich vor­stellen, Außenministerin zu werden

Katarina Barley hat Großes vor: Die SPD-Politikerin erklärte auf einer Aschermittwochveranstaltung, sie sei die "Universalwaffe" der Genossen - und könne sich auch vorstellen, Außenministerin zu werden.

Katarina Barley
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Katarina Barley


Sigmar Gabriel macht in diesen Tagen das, was ein Außenminister macht - er ist auf Reisen. Während der SPD-Politiker am Aschermittwoch auf dem Balkan und in Bulgarien war, brachte sich Katarina Barley in Position.

Nach Angaben des "Trierischen Volksfreunds" erklärte die geschäftsführende Familienministerin auf einer Parteiveranstaltung im rheinland-pfälzischen Zemmer, sie schließe nicht aus, in einer künftigen Bundesregierung Außenministerin zu werden. Die 49-Jährige bezeichnete sich demnach als "Universalwaffe" ihrer Partei.

Wenn die Genossen der Großen Koaliton zustimmen sollten, könne sie sich vorstellen als Familienministerin im Amt zu bleiben oder den Posten der Arbeitsministerin zu übernehmen, stehe aber auch als Außenministerin zu Verfügung. Die Zeitung gibt sie mit dem Satz wieder, man käme im Falle einer GroKo-Neuauflage an ihr als Ministerin nicht vorbei. Allerdings sagte ein Sprecher Barleys dem SPIEGEL auch: "Zum politischen Aschermittwoch gehören Selbstironie und Zuspitzung. Die Zuschreibungen von Frau Barley waren deshalb auch mit einem Augenzwinkern zu verstehen."

Bislang hat noch kein Sozialdemokrat die Aussagen aufgegriffen. Die Frage, wer auf Sigmar Gabriel als Außenminister folgt oder ob dieser trotz seiner Verbalattacke auf Martin Schulz weiter im Amt bleiben könnte, ist offen.

Nachdem es in der vergangenen Woche so schien, als sei für Gabriel kein Platz in einem nächsten Kabinett, hatte der Schulz hart attackiert. Er zitierte seine Tochter, die ihn mit den Worten getröstet habe: "Papa, jetzt hast du doch mehr Zeit mit uns. Das ist doch besser als mit dem Mann mit den Haaren im Gesicht." Mittlerweile hat sich Gabriel für seine Äußerung entschuldigt.

dop

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