Gabriels Kandidatin Katarina Barley soll neue SPD-Generalsekretärin werden

Sigmar Gabriel hat seine Wahl getroffen: Katarina Barley soll neue Generalsekretärin der SPD werden. Die Newcomerin aus Rheinland-Pfalz muss aber noch vom Bundesparteitag gewählt werden.

Gabriels Kandidatin Barley: Sie soll im Dezember gewählt werden
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Gabriels Kandidatin Barley: Sie soll im Dezember gewählt werden


SPD-Chef Sigmar Gabriel will Katarina Barley zur neuen Generalsekretärin der Partei vorschlagen. Das verlautete am Sonntag aus der Parteispitze. Ein Sprecher wollte die Personalie zunächst nicht kommentieren.

Barley, 46 Jahre alt und gelernte Juristin, vertritt den Wahlkreis Trier und gehört dem Bundestag erst seit 2013 an. Derzeit ist sie Justiziarin der Bundestagsfraktion. Zuvor hatte sie unter anderem als Richterin und als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht gearbeitet.

Inhaltlich in Erscheinung getreten ist Barley bisher kaum. Allerdings gilt sie in der Fraktion als zuverlässige und präzise Arbeiterin. Gabriel wollte sich noch am Sonntag mit ihr treffen, um Details der künftigen Zusammenarbeit zu besprechen.

Erst am Samstag hatte Gabriel den Abgang der amtierenden Generalsekretärin Yasmin Fahimi bekanntgeben. Sie soll ihr Amt Ende Dezember niederlegen und als Staatssekretärin ins Bundesarbeitsministerium von Andrea Nahles wechseln.

Gabriel hatte angekündigt, bis Dezember eine Nachfolgerin für Fahimi zu finden. Nun ist er offenbar sehr schnell fündig geworden. Schon am Montag will er seinen Vorschlag den Führungsgremien der Partei präsentieren. Eine Vorstandssitzung war ohnehin vorgesehen, zudem wurde kurzfristig das SPD-Präsidium einbestellt.

Sollte Gabriels Vorschlag von den Führungsgremien durchgewinkt werden, müsste Barley noch von den Delegierten des ordentlichen Bundesparteitags gewählt werden, der vom 10. bis 12. Dezember in Berlin stattfindet.

kn



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speedy 01.11.2015
1. Namen sind wie Schall und Rauch.
Was soll dieses Theater? Es ist doch völlig egal wer oder was uns regiert oder so tut als würde er regieren.Die Bevölkerung wird nicht gefragt und wenn sie sich rührt wird sie niedergemacht und mit allem beworfen was die Kanonen hergeben.Es gibt Entscheidungen und die trägt die Mehrheit des volkes nicht mit.Dies ist euch aber allen sch...egal,ihr zieht es einfach durch.Ob jetzt eine Verfassungsrichterin die Gesetze und Grundrechte bricht ist doch egal.Die Politiker haben beschloßen sich gegen das volk zu stellen.Das muss man nüchtern zur Kenntnis nehmen und seine lehren daraus ziehen.Artikel 1 des GG gilt nicht nur für Flüchtlinge sondern auch für Hartz4-Empfänger und die Mittelschicht.Gesetze gelten nicht nur wenn man nichts gegen diese Flüchtlingsangriff von George soros machen will sondern auch dann wenn man die Gesetze wegen der Rettung von Privat Banken mit Steuergeld bricht.Und Gesetze gelten auch wenn man internationale Verträge wie den Vertrag zur Nichtverbreitung von Atomwaffen unterschreibt und man diesen Vertrag durch die Stationierung von 20 selbstlenkenden Atomraketen unter USA Befehl aber mit deutschen Piloten und deutschen Flugzeugen zum Anschuß kommen sollen.Eine Farce diese Scheindemokratie.
ftester 01.11.2015
2. Uuups?
Sollte der planlose Stellvertreter von Frau Merkel mal ein glückliches Händchen haben:-)? Zumindest zeigt der CV der Kandidatin Bezug zur deutschen Realität und wirkliches Arbeitsvermögen. Bin gespannt ob sie ihre unfähige Vorgängerin deklassieren kann(obwohl DAS eigentlich fast jeder könnte...) Viel Erfolg, FrauBarley, schade das Sie in der falschen Partei sind.
Markus Frei 01.11.2015
3. Job
Als Generalsekräterin ist man verantwortlich für den Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017. Und das mit dieser SPD mit dem Kandidaten Gabriel. Ehrlich gesagt hat der Job der Generalsekräterin bei der SPD in etwa die Attraktivität wie der des Hausmeisters im AKW in Fukushima. Es gehört schon eine ordentlich Portion Masochismus dazu diesen Job freiwillig anzunehmen.
realist29 01.11.2015
4. Toll
Ich habe mir gerade mal den Lebenslauf von Frau Barley bei Wikipedia durchgelesen. Klingt ja alles beeindruckend, aber warum tritt sie in die SPD ein? Auf ihrer Homepage schreibt sie dazu: "Für mich war früh klar, dass meine politische Heimat die SPD werden sollte. Soziale Gerechtigkeit mit all ihren Bestandteilen stand für mich immer im Vordergrund. Die Ungerechtigkeit, dass in Deutschland nach wie vor die soziale Herkunft über den Erfolg im Leben entscheidet, dass Armut krank und Krankheit arm macht, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht, treibt mich immer noch um." Jetzt nochmal die Frage: Warum in die SPD? Die Politik der SPD ist den Zielen von Frau Barley doch völlig entgegengerichtet. Irgendwie verwirrt mich das...
gersco 01.11.2015
5. @ speedy #1 Das kommt dabei heraus, wenn man (zu...
...recht) einige Kommentarfunktionen bei anderen Artikeln nicht freischaltet. Da wird die Nominierung einer bisher recht unauffälligen SPD-Dame zum Anlaß genommen, eine mehrzeilige, zudem noch völlig abstruse und dem rechten Möchtegern-Mainstream folgende Generalabrechnung unterzubringen, die in ihrer Einfältigkeit vielmehr eine Anklage gegen das deutsche Bildungssystem darstellt als daß sie den darin herbeigedrehten Verschwörungstheorien Vorschub leistet. Von einem der Nominierten im Vorfeld unterstellten Verfassungsbruch bis zu Atomwaffen war in den paar Zeilen alles drin. Da wird man für eine Wahl nominiert und trägt schon globale Verantwortung für all die Wirrköpfe dieser Nation und das selbstverständlich auch noch in einer Scheindemokratie. Berufsempörte und Verschwörungstheoretiker vereinigt Euch! Das Land dürstet nach solch weitsichtigen Einsichten...
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