Kampf gegen rechts: SPD-Länder bleiben bei Antrag auf NPD-Verbot

Die Bundesregierung verzichtet, im Bundestag gibt es Widerstände - doch die SPD-Länder wollen am Antrag auf ein NPD-Verbot festhalten. Der Bundesrat habe nach einer soliden Grundlage im Dezember entschieden. Dabei bleibe es, stellt NRW-Ministerpräsidentin Kraft klar.

Berlin - Trotz des Verzichts der Bundesregierung bleiben die SPD-Bundesländer bei einem Antrag auf ein NPD-Verbot. "Die Entscheidung für einen NPD-Verbotsantrag ist nach reiflicher Befassung gefallen", sagte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) SPIEGEL ONLINE. "Nachdem über Monate durch die Innenminister eine solide Grundlage dafür erarbeitet worden ist, haben wir im Dezember unsere Entscheidung im Bundesrat getroffen. Dabei bleibt es." Kraft ist auch Koordinatorin der sozialdemokratischen Ministerpräsidenten.

An diesem Mittwoch will die Bundesregierung im Kabinett einen Verzicht auf einen eigenen Antrag auf ein NPD-Verbot beschließen. Vizekanzler und FDP-Chef Philipp Rösler hatte das Ergebnis der monatelangen Beratungen zu Wochenbeginn vorweggenommen.

Auch im Bundestag gibt es in den Fraktionen erhebliche Widerstände gegen einen Neuanlauf in Karlsruhe. Die Spitze der Unionfraktion wertet den Verzicht der Bundesregierung als eine Art Vorentscheid für die Haltung des Parlaments. Am Dienstag hatte es in der FDP angesichts der jüngsten Entwicklungen in Berlin Stimmen gegeben, die auch die Länder aufforderten, auf ihr Vorhaben zu verzichten. Dass der Bundesrat einen Rückzieher macht, gilt jedoch als ausgeschlossen. Auch Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat bereits erklärt, dass er an einem Antrag der Länder festhalten wolle.

vme

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insgesamt 6 Beiträge
rainer2405 20.03.2013
NPD Parteienverbot. Somit entzieht man der Partei ihre Zuwendungen aus Steuergeldern. Das ist Grund genug ! Aber die FDP war schon immer für "Rechts"
NPD Parteienverbot. Somit entzieht man der Partei ihre Zuwendungen aus Steuergeldern. Das ist Grund genug ! Aber die FDP war schon immer für "Rechts"
ops123 20.03.2013
Warum ist ein Verbot so schwer durchzusetzen. Jede Gruppierung die gegen das Grungesetz verstößt sollte sofort verboten werden können - von jedem Richter dises Landes.
Warum ist ein Verbot so schwer durchzusetzen. Jede Gruppierung die gegen das Grungesetz verstößt sollte sofort verboten werden können - von jedem Richter dises Landes.
knieselstein 20.03.2013
von "solide" und "reiflicher Überlegung" redet, fallen mir immer spontan die letzten Haushaltes des Landes NRW ein, die waren auch "solide und durchdacht". Spätestens nach der 3 Klatsche sollte Frau [...]
von "solide" und "reiflicher Überlegung" redet, fallen mir immer spontan die letzten Haushaltes des Landes NRW ein, die waren auch "solide und durchdacht". Spätestens nach der 3 Klatsche sollte Frau Kraft wissen, daß Verfassungsrichter anders ticken ;-)
vivare 20.03.2013
Wieder einmal hat die FDP eine verwirrende " Haltung" Die bayrische Staatsregierung , bestehend aus einer CSU&FDP Regierung befürwortet ein Verbotsverfahren im Bundesrat.. Die Minister der FDP im Bund lehnen es ab. [...]
Wieder einmal hat die FDP eine verwirrende " Haltung" Die bayrische Staatsregierung , bestehend aus einer CSU&FDP Regierung befürwortet ein Verbotsverfahren im Bundesrat.. Die Minister der FDP im Bund lehnen es ab. Gemischtwarenladen FDP. Dummheit kann man wirklich nicht verbieten Herr Rösler und Opportunismus auch nicht..
Wolfwoman 20.03.2013
Was soll man von unseren Politikern halten, wenn sie unliebsame Meinungen - in dem Fall die NPD - verbieten wollen? Das hat mit demokratischem Verhalten rein gar nichts zu tun! In einer echten Demokratie darf jeder alles sagen, [...]
Was soll man von unseren Politikern halten, wenn sie unliebsame Meinungen - in dem Fall die NPD - verbieten wollen? Das hat mit demokratischem Verhalten rein gar nichts zu tun! In einer echten Demokratie darf jeder alles sagen, auch wenn es noch so unsinnig sein mag. Davon sind wir in der BRD meilenweit entfernt. Aus meiner Sicht zeigen die Politiker von SPD, Bündnis90/Die Grünen und CDU, dass sie die wahren Verfassungsfeinde sind. Der NPD unterstellt man, dass es eine Partei sei, die Rassismus verbreite, doch was machen unsere Politiker? Sie verschwenden unsere Steuergelder, indem sie U-Boote an Israel quasi verschenken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unseren Politikern nicht bewusst ist, dass es sich bei Israel um einen rassistischen Staat handelt. Würde eine NPD auch nur ansatzweise Gesetze fordern, wie sie in Israel zum Nachteil von Nichtjuden bereits existieren, hätte man einen wirklichen Grund, die NPD zu verbieten. Unsere Politiker sollten sich einmal an die eigene Nase fassen und darüber nachdenken, in welchem Maße sie sich mitschuldig machen, wenn sie in Zukunft Rassismus in anderen Ländern unterstützen.
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  • Mittwoch, 20.03.2013 – 00:42 Uhr
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