Konkurrenz für Nahles Mario Lavan aus Waldlaubersheim will SPD-Chef werden

Ein munterer Kandidatenreigen: Nach Simone Lange, Dirk Diedrich und Udo Schmitz bewirbt sich nun ein SPD-Mitglied aus Rheinland-Pfalz um den SPD-Vorsitz. Die Partei brauche eine "Runderneuerung in der Führung".

Würfel mit SPD-Logo
DPA

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Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange war die erste, jetzt hat bereits der vierte Sozialdemokrat seine Kandidatur für den SPD-Parteivorsitz angekündigt: Mario Lavan aus dem rheinland-pfälzischen Waldlaubersheim will ebenfalls gegen die große Favoritin Andrea Nahles antreten.

"Ich habe mich persönlich zu diesem Schritt entschieden, da auch ich der Überzeugung bin, dass die SPD eine Runderneuerung in der Führung anstreben muss", teilte Lavan mit. Es solle klar gemacht werden, dass viele Personen in der Partei sich vorstellen könnten, bei dieser Erneuerung mitzuwirken. "Ich betone, dass diese Entscheidung von mir getroffen wurde."

Der Vorsitzende von Lavans SPD-Ortsverein Ingelheim, Roland Schäfer, erklärte: "Die Kandidatur ist nicht mit dem SPD-Ortsverein abgestimmt." Jedes Mitglied habe aber die Möglichkeit, für Ämter zu kandidieren. Die "Allgemeine Zeitung" aus Mainz hatte zuvor über die Pläne von Lavan berichtet.

Bisher haben neben Lavan und Lange auch Dirk Diedrich aus Dithmarschen und der Ortsvereinsvorsteher der SPD Stadland bei Bremerhaven, Udo Schmitz, eine Gegenkandidatur zur designierten Vorsitzenden Nahles angekündigt. Die Wahl findet beim Bundesparteitag am 22. April in Wiesbaden statt.

Der frühere SPD-Chef Martin Schulz hatte Nahles zunächst auch als kommissarische Vorsitzende vorgeschlagen. Nach Protesten aus der Partei hatte diese Aufgabe aber Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz übernommen.



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kev/dpa



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