SPD Schulz empfiehlt Sondierung mit Union

SPD-Chef Martin Schulz hat seinem Parteivorstand vorgeschlagen, eine mögliche Koalition mit CDU und CSU zu sondieren. Das verlautete aus Parteikreisen.

Martin Schulz
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SPD-Chef Martin Schulz hat der Parteispitze wie erwartet empfohlen, ergebnisoffene Sondierungen mit der Union über eine Regierungsbildung aufzunehmen. Das verlautete am Freitag aus einer Sitzung des SPD-Vorstands. Schulz hatte darum bereits beim Bundesparteitag der Sozialdemokraten vor rund einer Woche geworben.

Dort sicherte er der Basis zu, er wolle mit der Union auch über alternative Optionen verhandeln wie die Tolerierung einer Minderheitsregierung unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) oder eine Art "Koalition light", die sogenannte Kooperations-Koalition ("Koko").

Laut der ARD-Umfrage "Deutschlandtrend" sehen mittlerweile gut 60 Prozent der Bundesbürger eine Neuauflage einer Großen Koalition positiv. In der SPD gibt es hingegen teils massiven Widerstand dagegen. Um in Sondierungsgespräche mit der Union einzusteigen, muss der Parteivorstand dem Kurs von Schulz zustimmen.

Im Gespräch mit dem SPIEGEL fordert Kanzleramtschef Peter Altmaier mehr Tempo bei der Regierungsbildung und warnt vor einer Lähmung der deutschen Politik. Es sei "ein deutsches Markenzeichen, dass wir in überschaubaren Zeiträumen stabile Regierungen bilden", sagte Altmaier dem SPIEGEL.

cht/dpa/Reuters

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