SPD-Politiker Oppermann und Nahles: General und Sekretärin

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Die SPD verspürt Aufwind, erstarkt in der Opposition - doch ein Sorgenkind haben die Genossen: Generalsekretärin Andrea Nahles fremdelt mit ihrem Amt und wird von Thomas Oppermann überstrahlt, der die Bundestagsfraktion managt. Er liegt im heimlichen Duell der beiden vorne.

SPD-Politiker Oppermann: Schlägt seine Stunde 2013? Zur Großansicht
Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

SPD-Politiker Oppermann: Schlägt seine Stunde 2013?

Berlin - Thomas Oppermann hat mal wieder die große Bühne. Genüsslich zerpflückt er am Mittwochmorgen die schwarz-gelbe Gesundheitsreform. "Das ist die größte Netto-Lüge in der deutschen Politikgeschichte", ätzt er. Drunter geht's nicht. Die Hauptstadtpresse schreibt eifrig mit. Man wird seine Sätze noch viel lesen in den nächsten Tagen.

Andrea Nahles sagt auch etwas. Nur kriegt es kaum jemand mit. Seit Dienstag ist ihr aktuellster Video-Blog auf YouTube zu sehen. Sie steht vor einer Grünpflanze in ihrem Büro und schimpft leicht verdruckst über die Familienministerin. Das ganze wirkt ein bisschen wie eine Sendung im offenen Kanal. Die Statistik verzeichnet rund 200 Besucher. In 48 Stunden.

Das Bild ist bezeichnend. Nahles gegen Oppermann, die Generalsekretärin gegen den Fraktionsgeschäftsführer - es ist eines der spannendsten heimlichen Duelle, die derzeit in der SPD zu finden sind. Der Trend ist klar: Während Nahles mit ihrem Amt fremdelt, wirkt Oppermann nach außen immer mehr wie der eigentliche General.

Gabriel lässt Nahles wenig Raum zur Entfaltung

Vom Start weg hatte Nahles Mühe. Ihr dürres Ergebnis auf dem Katharsis-Parteitag im vergangenen Jahr war ein erstes Indiz dafür, dass sie sich mächtig anstrengen muss, um von der Partei geliebt zu werden. Doch so recht will seitdem nichts klappen. Ihr fehlt ein Thema, mit dem sie verbunden wird, ihre TV-Auftritte wirken unbeholfen, Parteichef Sigmar Gabriel lässt ihr wenig Raum zur Entfaltung.

Es heißt, sie wirke viel "nach innen". Was sicher stimmt, aber auch ein bisschen wie eine Ausrede wirkt dafür, dass die großen politischen und strategischen Linien von anderen in der Partei bestimmt werden. Sie galt mal als Hoffnungsträgerin der Linken. Doch ausgerechnet in ihrer Amtszeit ist das Verhältnis zur Linkspartei so schlecht wie nie. Zum rot-grün-roten Hinterzimmertreffen am Rande der Bundesversammlung ging sie gar nicht erst hin.

Anders Oppermann. Der Niedersachse spazierte vergangene Woche wie selbstverständlich in das Büro von Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, um an dem denkwürdigen Treffen teilzunehmen.

Für den smarten Juristen, der als Parlamentarischer Geschäftsführer seit 2007 die Bundestagsfraktion ordnet, läuft es so rund wie nie. Kein wichtiges Gremium tagt ohne ihn, in alle zentralen Fragen ist er eingebunden, seine Frühstücksrunden mit Journalisten sind gefüllt wie zu Regierungszeiten. Es gibt kein Thema, zu dem er nichts zu sagen hätte, keinen Plan, von dem er nichts weiß.

Mit Steinmeier, den er einst durch den BND-Untersuchungsausschuss lotste, versteht Oppermann sich bestens. Auch zum Parteichef, mit dem er erst 2005 gemeinsam nach Berlin ging, pflegt der pragmatische "Seeheimer" ein gutes Verhältnis. Das war nicht immer so. Als er in Niedersachsen noch Bildungsminister war und Gabriel Regierungschef, gab es öfter Streit.

"Thomas, das machst Du!"

Die Zeiten sind vorbei. "Thomas, das machst Du!", sagte Gabriel vor einigen Wochen in kleiner Runde, als es darum ging, wer für die SPD mit der Union das Hilfspaket für Griechenland verhandeln sollte.

Seine intellektuelle Schärfe wird über Parteigrenzen hinweg geschätzt. Mit CDU-Amtskollege Peter Altmaier schließt er sich regelmäßig kurz, dessen Vorgänger Norbert Röttgen lud ihn kürzlich zu einer Feier ein. Die beiden duzen sich.

Oppermann sucht die Öffentlichkeit und bekommt sie, weil er mitunter Sätze sagt, die weh tun wie Säbelhiebe. Mal geißelt er Außenminister Guido Westerwelle als "politischen Brandstifter", mal nennt er Schwarz-Gelb "die faulste Regierung aller Zeiten", dann knöpft er sich gar den Bundespräsidenten vor. "Er ist unser Vollstrecker", sagt einer aus der Fraktion, der nicht unbedingt zu seinen Freunden zählt, und das trifft die Sache ganz gut.

Andrea Nahles würde derzeit kaum jemand in der Partei als Vollstreckerin bezeichnen. Wenn sie überhaupt vorkommt, wirken ihre Angriffe auf die Bundesregierung oder die Linkspartei gestelzt, umständlich und phantasielos. Keine Attacke von ihr, die in Erinnerung geblieben wäre.

Die Zeiten haben sich dramatisch geändert für sie. Jahrelang konnte Nahles innerparteilich gegen etwas opponieren. Sie lieferte sich Machtkämpfe mit Parteivorsitzenden, stritt mit den Agenda-Reformern und warb für Ausnahmen bei der Rente mit 67. Kurzum: Sie profilierte sich über Inhalte, die nicht immer auf Parteilinie waren. Das machte sie reizvoll. Jetzt ist sie plötzlich die Partei. Sie muss auf Mainstream machen, ihre Gegner von einst sind entweder weg oder inzwischen ihre Verbündeten. An diese Situation muss sie sich offensichtlich noch gewöhnen.

Oppermann setzt auf die Wahl 2013

Oppermann hat seine Rolle gefunden. Allerdings: In der SPD ist er, vorsichtig formuliert, nicht nur beliebt. Bei seiner Wiederwahl zum "PGF" erhielt er im vergangenen September nicht einmal 80 Prozent. Vor allem zwei Dinge stören die Genossen: Sein Hang zum Übersteuern und seine Eitelkeit. Wenn das Fernsehen ruft, lässt er schon mal einen Wahlkreistermin sausen. Als die Kanzlerin vergangenes Wochenende zum WM-Viertelfinale nach Südafrika reiste, wollte er dabei sein. Dann merkte er, dass das in der Fraktion nicht so gut ankam - und machte plötzlich einen Rückzieher.

Über seine Ambitionen würde der 56-Jährige nie öffentlich reden, aber dass er noch welche hat, daran zweifelt keiner seiner Parteifreunde. Als Generalsekretär könnte man ihn sich gut vorstellen, allerdings ist der Platz weder frei, noch würde er ihn bekommen. Der linke Flügel wäre wohl kaum bereit, den Chef-Pragmatiker, der in Niedersachsen einst Langzeit-Studiengebühren einführte, auf einem Parteitag zu wählen.

Immer mal wieder wird er als potentieller SPD-Spitzenkandidat für die Wahl in Niedersachsen in zweieinhalb Jahren genannt. Doch man darf davon ausgehen, dass einer, der im Namen der SPD Milliardenhilfen für einen EU-Partner verhandelt hat, nicht unbedingt wieder monatelang durch Kleingartenvereine ziehen will. Erst recht nicht, wenn die Chancen eher gering sind, anschließend auch in die Staatskanzlei einzuziehen.

Oppermann dürfte anderes im Sinn haben. Er weiß auch: Sollte die SPD 2013 im Bund wieder mitregieren, könnte er mit einem Platz am Kabinettstisch rechnen. Dafür bräuchte er auch keine Mehrheiten auf Parteitagen.

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insgesamt 22 Beiträge
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1. wsd
Juergen Wolfgang 08.07.2010
Zitat von sysopDie SPD verspürt Aufwind, erstarkt in der Opposition. Doch ein Sorgenkind haben die Genossen: Generalsekretärin Andrea Nahles. Sie fremdelt mit ihrem Amt und wird von Thomas Oppermann übertrahlt, der die Bundestagsfraktion managt. Er liegt vorne in dem heimlichen Duell zwischen beiden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,705229,00.html
wusste gar nicht das beim Absturz auch Aufwuínd zu spüren ist. Die SPD ist genau so nicht wählbar wie dies FDP und CDU sowie Grüne sind. Pack verträgt sich, Pack verschlägt sich. Und die VIER sogenannten Volksparteien sind allesamt ein Lobbyistenpack.
2. ...
Strichnid 08.07.2010
Steinmeier ... Müntefehring ... Oppermann ... Der Spiegel ist also wieder eifrig dabei, die Neoliberalen in der SPD hochzupuschen. Glaubt ihr wirklich, dass euch noch mal jemand so eine Kampagne abnimmt? Die Leute haben die Schnauze voll von Agenda2010 und ähnlichem Murks. Wann begreift ihr Journalisten das endlich? Stattdessen schon wieder so eine Ansammlung an den Haaren herbeigezogener Argumente. Was zahlt euch die Bertelsmannstiftung eigentlich dafür?
3. Sozikoma
Baikal 08.07.2010
Zitat von Juergen Wolfgangwusste gar nicht das beim Absturz auch Aufwuínd zu spüren ist. Die SPD ist genau so nicht wählbar wie dies FDP und CDU sowie Grüne sind. Pack verträgt sich, Pack verschlägt sich. Und die VIER sogenannten Volksparteien sind allesamt ein Lobbyistenpack.
Mit denselben traurigen Gestalten der karrierefixierten Politopportunisten vom Schlage einer noch nie den Mühen der arbeitsamen Ebene ausgesetzten Nahles: Lindner, Bahr, Mßfelder, Spahn - von den peinlichen Grünen erst gar nicht zu reden.
4. Na toll, ...
llofwyr 08.07.2010
Zitat von sysopDie SPD verspürt Aufwind, erstarkt in der Opposition. Doch ein Sorgenkind haben die Genossen: Generalsekretärin Andrea Nahles. Sie fremdelt mit ihrem Amt und wird von Thomas Oppermann übertrahlt, der die Bundestagsfraktion managt. Er liegt vorne in dem heimlichen Duell zwischen beiden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,705229,00.html
... ein weiterer Seeheimer Marktradikaler wird als Zukunftshoffnung einer Partei gehandelt, die von Sozialdemokratie inzwischen weiter entfernt ist, als der Mond von der Erde. Wenn ich daran denke, dass sich mein Großvater für die Ideale dieser Partei mal hat einsperren lassen, dann wird mir übel. Die Stimmen der nach links abgefallenen Wähler wird man so nicht wieder einfangen und die der bei den Grünen zwischengeparkten auch nicht. Solange die Partei ihre Einstellung zu Afghanistan, Agenda 2010, Hartz4, Geldpolitik, Überwachung, Datensammlung usw. nicht sichtbar ändert - und das heißt a) Rauswurf aller Seeheimer b) Auswechslung der kompletten Spitzenmannschaft c) Bekenntnis zur Sozialen Demokratie vor Schröder - so lange wird sie nicht mehr in die Regierungsverantwortung kommen. Das jetzige Zwischenhoch ist allein der Unfähigkeit der schwarz-gelben Regierung zu verdanken.
5. Na toll, ...
llofwyr 08.07.2010
Zitat von sysopDie SPD verspürt Aufwind, erstarkt in der Opposition. Doch ein Sorgenkind haben die Genossen: Generalsekretärin Andrea Nahles. Sie fremdelt mit ihrem Amt und wird von Thomas Oppermann übertrahlt, der die Bundestagsfraktion managt. Er liegt vorne in dem heimlichen Duell zwischen beiden. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,705229,00.html
... ein weiterer Seeheimer Marktradikaler wird als Zukunftshoffnung einer Partei gehandelt, die von Sozialdemokratie inzwischen weiter entfernt ist, als der Mond von der Erde. Wenn ich daran denke, dass sich mein Großvater für die Ideale dieser Partei mal hat einsperren lassen, dann wird mir übel. Die Stimmen der nach links abgefallenen Wähler wird man so nicht wieder einfangen und die der bei den Grünen zwischengeparkten auch nicht. Solange die Partei ihre Einstellung zu Afghanistan, Agenda 2010, Hartz4, Geldpolitik, Überwachung, Datensammlung usw. nicht sichtbar ändert - und das heißt a) Rauswurf aller Seeheimer b) Auswechslung der kompletten Spitzenmannschaft c) Bekenntnis zur Sozialen Demokratie vor Schröder - so lange wird sie nicht mehr in die Regierungsverantwortung kommen. Das jetzige Zwischenhoch ist allein der Unfähigkeit der schwarz-gelben Regierung zu verdanken.
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Kurzporträts der SPD-Spitze
Parteivorsitzender: Sigmar Gabriel
REUTERS
Mit 51 Jahren ist Gabriel jüngster Parteichef seit Willy Brandt. In der Großen Koalition war er bis Herbst 2009 Umweltminister und profilierte sich im Wahlkampf mit Attacken gegen die Atomkraft. Nach dem Wahldesaster der Sozialdemokraten griff er entschlossen nach dem Parteivorsitz. Gabriel gilt als politisches Naturtalent, geschickter Verkäufer und Selbstvermarkter.

Der gelernte Lehrer aus Goslar ist seit 1977 SPD-Mitglied. Mit 40 Jahren war er jüngster deutscher Ministerpräsident in seinem Heimatland Niedersachsen (1999-2003). Nach der Abwahl wechselte Gabriel nach Berlin und gab ein Intermezzo als "Pop-Beauftragter" der Sozialdemokraten, was ihm eher Spott als Anerkennung einbrachte ("Siggi Pop"). Gabriel ist liiert mit einer Zahnärztin.

Parteivize: Manuela Schwesig
Getty Images
Manuela Schwesig schaffte in nur sechs Jahren den Aufstieg von der Finanzbeamtin zur SPD-Vizechefin. Frank-Walter Steinmeier pries die 36-Jährige als "strahlenden Nordstern der SPD". Im Vorstand soll sie nun die Familienpolitik vorantreiben.

Die gebürtige Brandenburgerin studierte Steuerrecht und folgte ihrem Mann nach Schwerin. Dort engagierte sie sich zunächst in der Kommunalpolitik, bevor sie im Oktober 2008 ins Schweriner Kabinett eintrat - als bundesweit jüngste Landesministerin. Sie ist Mutter eines Sohnes.

Parteivize: Hannelore Kraft
DPA
Die 49-Jährige ist SPD-Landeschefin und Ministerpäsidentin von Nordrhein-Westfalen. Seit Mitte Juli 2010 führt sie eine rot-grüne Minderheitsregierung in Düsseldorf.

Die gelernte Bankkauffrau und studierte Wirtschaftswissenschaftlerin sieht sich selbst als Pragmatikerin, die keinem SPD-Flügel angehört. Auch ohne den typischen Stallgeruch und die übliche Ochsentour machte sie im größten SPD-Landesverband schnell Karriere - zunächst als Europa- und dann bis Mai 2005 als Wissenschaftsministerin. Später wurde sie Fraktionschefin in Düsseldorf. Kraft ist verheiratet und hat einen Sohn.

Parteivize: Klaus Wowereit
DPA
Regierender Bürgermeister von Berlin und schon seit neun Jahren an der Spitze einer rot-roten Koalition. Gilt deshalb - für nicht wenige in der SPD irrtümlich - als Linker sowie als Wegbereiter einer bundesweiten Öffnung zur Linkspartei. Hoffnungsträger mit Ambitionen auf die nächste Kanzlerkandidatur.

Mit 56 Jahren schon der Senior innerhalb der neuen SPD-Spitze. Gelernter Jurist, passionierter Partygänger, Skat- und Golfspieler. Lebt mit einem Arzt zusammen. Bekanntester Satz, immer noch: "Ich bin schwul - und das ist auch gut so."

Parteivize: Olaf Scholz
AP
Bis Herbst 2009 war der 52-Jährige Bundesarbeitsminister, aber auch jetzt ist er wieder gut beschäftigt: Als Fraktionsvize im Bundestag ist er für Innen und Recht zuständig. Zudem ist er SPD-Landesvorsitzender in Hamburg - mit knapp 97 Prozent wurde er im Juni im Amt bestätigt.

Der Fachanwalt für Arbeitsrecht hat in der SPD schon viele Karrierestationen hinter sich: Innensenator in Hamburg, SPD-Generalsekretär und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Scholz ist verheiratet mit einer Hamburger SPD-Politikerin.

Generalsekretärin: Andrea Nahles
AP
Die 40-Jährige ist schon lange bei der SPD aktiv. Vor ihrer Wahl zur Generalsekretärin war Nahles stellvertretende SPD-Vorsitzende. Einst war sie Chefin der Nachwuchsorganisation Jusos und für kurze Zeit schon einmal als Generalsekretärin vorgesehen: 2005, gegen den Willen von Franz Müntefering, der deshalb nicht mehr Parteichef sein wollte.

Nahles stammt aus Rheinland-Pfalz, sie ist Germanistin und bekennende Katholikin. Sieht sich nicht mehr unbedingt als Vertreterin des linken Flügels. Gilt bei vielen in der SPD als Frau für noch höhere Aufgaben. Liiert mit einem Bonner Kunsthistoriker.

Bundesgeschäftsführerin: Astrid Klug
DDP
Bevor Klug Bundesgeschäftsführerin wurde, war sie als Parlamentarische Umweltstaatssekretärin bei Sigmar Gabriel tätig. Die 42-jährige gelernte Bibliothekarin zählt sich sowohl zu den reformorientierten Netzwerkern als auch zu den SPD-Linken.

(Quelle: dpa)