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SPD-Chef Gabriel: "Natürlich will ich Bundeskanzler werden"

Sigmar Gabriel: Bei einer Umfrage wollen ihn nur 16 Prozent als Kanzler Zur Großansicht
DPA

Sigmar Gabriel: Bei einer Umfrage wollen ihn nur 16 Prozent als Kanzler

Die Umfragewerte der Union sinken noch tiefer - für die SPD ein Grund, sich wieder der Kanzlerfrage zu widmen. Sigmar Gabriel untermauert seinen Führungsanspruch, sichert aber zu: Seine "persönliche Eitelkeit" bleibt in der Frage außen vor.

Ende Juli noch schien Angela Merkel als Bundeskanzlerin so unantastbar, dass einzelne SPD-Mitglieder vorschlugen, vielleicht einfach keinen eigenen Kandidaten bei der nächsten Bundestagswahl aufzustellen. Es sei schwer, gegen diese Kanzlerin zu gewinnen; eine bloße Regierungsbeteiligung könne daher auch Wahlziel für seine Partei sein, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD).

Nur vier Monate später sinken Merkels Zustimmungswerte, in einer aktuellen Forsa-Umfrage für den "Stern" ist die Union auf 36 Prozent abgesackt. Das ist der schlechteste Wert seit drei Jahren. Und prompt stellt auch Sigmar Gabriel klar, dass er bei der nächsten Bundestagswahl auf Sieg setzt und 2017 selbst gegen Kanzlerin Angela Merkel antreten will.

"Natürlich will ich Bundeskanzler werden, wenn die SPD mich aufstellen will. Das ist doch gar keine Frage", sagte der Vizekanzler dem "Stern". Weiter sagte er: "Ich habe mir geschworen, die Frage, wer führt die Partei in die nächste Wahl, nicht von meiner persönlichen Eitelkeit abhängig zu machen."

Traditionell hat der SPD-Vorsitzende das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur. In der Forsa-Umfrage sieht es jedoch nicht so gut aus für Gabriel: Nur 16 Prozent wollen den SPD-Chef als Kanzler.

Als wichtige Wegmarken für die Bundestagswahl gelten die Landtagswahlen im März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. In der aktuellen Umfrage verharrt die SPD bei 24 Prozent. Von den schlechten Werten der Union profitiert laut "Stern" die FDP; sie legt um zwei Prozentpunkte auf sechs Prozent zu. Die rechtspopulistische AfD hingegen verliert: Ihr Zustimmungswert sank um einen Punkt auf sechs Prozent. Die Grünen kommen im Wahltrend auf elf, die Linkspartei auf neun Prozent.


Datenbasis: Für den Wahltrend befragte Forsa 2501 Wahlberechtigte zwischen dem 19. und 23. Oktober.

brk/dpa/Reuters

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 414 Beiträge
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1. Siggi ...
panzerknacker51 28.10.2015
FLOP
2. Tusch!...
Öhrny 28.10.2015
...Siggi Popp als uneitler Kanzler, dann lieber Seehofer. (das meine ich wirklich ernst;)
3. Aber aber
stoffi 28.10.2015
der wird sich doch nicht etwa von dem Pack wählen lassen wollen? bei allen anderen bekäme kaum mehr Stimmen als alle anderen Splitterparteien.
4. und wovon träumt
eisbaerchen 28.10.2015
Klein-Sigmar sonst noch...;-) ?
5.
firlefanzus 28.10.2015
Nein, bitte nicht Herr Gabriel. Nutzen Sie Ihre transatlantischen Verbindungen und planen Sie Ihren Umzug nach Übersee.
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