Flensburgs Oberbürgermeisterin Nahles-Rivalin fiel auf angebliche Mail von Schröder herein

Die Herausforderin von Andrea Nahles um den SPD-Vorsitz berichtete über eine kritische Mail von Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Doch es stellte sich heraus, dass das Schreiben eine Fälschung war.

Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange
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Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange


Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange hat berichtet, dass sie überraschend eine E-Mail von Gerhard Schröder erhalten habe, obwohl sie den Altkanzler doch gar nicht persönlich kenne. Darin habe er kritisiert, dass sie gegen Andrea Nahles um den SPD-Vorsitz kämpfen wolle. Doch Lange fiel auf eine Fälschung herein.

Das Büro von Gerhard Schröder dementierte am Donnerstag, dass der Ex-Kanzler ihr eine E-Mail geschrieben habe. "Wir haben die Meldung erst für einen Karnevalsscherz gehalten", sagte Schröders Büroleiterin Sigrid Krampitz der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". "Da hat sich jemand den Namen Gerhard Schröder angeeignet."

Auch Lange selbst erhielt vom Büro Schröder die Auskunft, dass Schröder ihr keine Mail geschrieben habe. "Tatsächlich liegt mir aber eine E-Mail vor. Wenn das eine Fälschung sein sollte, dann kann ich nur sagen, dass ich das verurteile", sagte sie.

Sie habe das Schreiben Schröders so verstanden, dass der Altkanzler es lieber gesehen hätte, wenn Ruhe in der SPD herrsche. "Aber man kann Ruhe nicht verordnen", sagte Lange.

Die SPD will auf einem Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden über die Nachfolge des zurückgetreten Parteichefs Martin Schulz entscheiden. Präsidium und Parteivorstand haben sich für Bundestagsfraktionschefin Nahles ausgesprochen. Es haben bereits mehrere SPD-Politiker aus den hinteren Reihen angekündigt, als Gegenkandidaten anzutreten - darunter auch Oberbürgermeisterin Lange.

Bis zur Wahl wird der dienstälteste Parteivize, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, die SPD kommissarisch führen.

als/dpa



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