SPD Steinbrück beklagt sich über geringes Kanzler-Gehalt

"Nahezu jeder Sparkassendirektor verdient mehr": SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wünscht sich ein höheres Gehalt für Bundeskanzler. Altkanzler Schröder findet die Bezüge des deutschen Regierungschefs dagegen durchaus ausreichend.

Altkanzler Schröder (l.) und Steinbrück: Bezahlung für Politiker zu gering
dapd

Altkanzler Schröder (l.) und Steinbrück: Bezahlung für Politiker zu gering


Berlin - Seit Wochen steht er wegen seiner Honorare in der Kritik: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Jetzt hat der Sozialdemokrat eine Debatte über die eines Bundeskanzlers angestoßen. Die nämlich findet Steinbrück zu gering.

"Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS"). "Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin."

Schröder anderer Meinung

Die Debatte über die Bezahlung von Abgeordneten "bis hin zur Spitze der Bundesregierung" sei "sehr schief", findet Steinbrück. Parlamentarier des Bundestags arbeiteten fast sieben Tage die Woche, durchschnittlich 12 bis 13 Stunden. Sie seien gemessen an ihrer Leistung nicht überbezahlt. "Manche Debatte, die unsere Tugendwächter führen, ist grotesk und schadet dem politischen Engagement."

Sein SPD-Parteifreund Gerhard Schröder sieht das allerdings anders. Er sagte der "Bild am Sonntag": "Nach meinem Eindruck werden die Politiker in Deutschland angemessen bezahlt. Ich habe jedenfalls davon immer leben können." Schröder ergänzte: "Wem die Bezahlung als Politiker zu gering ist, der kann sich ja um einen anderen Beruf bemühen."

"Geld löst bei mir keine erotischen Gefühle aus"

Steinbrück wird seit Wochen wegen seiner hohen Nebeneinkünfte kritisiert. Insgesamt soll er seit 2009 Nebeneinkünfte von rund zwei Millionen Euro eingenommen haben. Davon legte er 1,25 Millionen Euro aus Vortragshonoraren öffentlich dar. Er hatte dazu Anfang November gesagt: "Der Wind bläst mir im Augenblick ins Gesicht. Ich weiß, dass Teile der Partei etwas davon abkriegen."

Sein Verhältnis zum Geld bezeichnete Steinbrück nun in der "FAS" als "rein instrumentell". Es habe Zeiten gegeben, in denen er sehr wenig Geld gehabt habe. "Heute bin ich, jedenfalls aus der Sicht vieler Menschen, ein vermögender Sozialdemokrat. Aber Geld löst bei mir keine erotischen Gefühle aus", sagte der SPD-Politiker.

heb

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chico 76 29.12.2012
1. Grundsätzlich
kann man Steinbrück zustimmen. KanzlerIn verdient mehr Geld. Ob man die Filialleitergehälter von Sparkassen kürzen kann, darüber sollte man in NRW nachdenken und handeln.
Dio_genes 29.12.2012
2. Steinbrück
Zitat von sysopdapd"Nahezu jeder Sparkassendirektor verdient mehr": Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wünscht sich ein höheres Gehalt für Bundeskanzler. Ein anderer Genosse sieht das aber ganz anders: Altkanzler Schröder findet die Bezüge des deutschen Regierungschefs durchaus ausreichend. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-steinbrueck-beklagt-sich-ueber-geringes-kanzler-gehalt-a-875096.html
Nicht das Gehalt der Kanzlerin ist zu niedrig, sondern die Gehälter in den Spitzenpositionen der freien Wirtschaft (und der öffentlich-rechtlichen Posten) sind zu hoch. Steinbrück verkennt in seiner Gier mal wieder die Tatsachen.
edmond_d._berggraf-christ 29.12.2012
3. Die Dienste des Bankenpeterchens sind sehr günstig zu haben
Gewiss, im Volk mag die Empörung über die hohlen Hände des Bankenpeterchens groß sein, da dieses für seine albernen Reden einen Jahresverdienst einzusacken pflegt, auch und gerade von den Gemeindeunternehmen hoch verschuldeter Städte wie Bochum, doch muß man sich hier die Zahlen vor Augen halten: So ließ das Bankenpeterchen, in seiner Zeit als Finanzminister, an eine Kanzlei, für Dienste, die ein Jurastudent dem Ministerium für 500 Mark erbracht habe würde, Honorare von sage und schreibe 1,8 Millionen Mark auszahlen und durfte dafür dann später bei selbiger Kanzlei einen Vortrag halten, für den er 15,000 Mark erhalten hat. Ferner sollte man bedenken, daß es das Bankenpeterchen höchst selbst war, welches der bankrotten Münchner Hypo-Bank weit über 100 Mrd. Mark an Steuergeldern zugeschanzt hat und dafür durfte das Bankenpeterchen dann 2 Millionen Mark für Vorträge in Rechnung stellen. Das Bankenpeterchen ist also der billige Jakob, wenn es darum geht hohle Hände zu machen.
ivanogor 29.12.2012
4. und der will kanzler werden?
also SPD kann man schonmal nicht wählen
Social_Distortion 29.12.2012
5.
Zitat von sysopdapd"Nahezu jeder Sparkassendirektor verdient mehr": Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wünscht sich ein höheres Gehalt für Bundeskanzler. Ein anderer Genosse sieht das aber ganz anders: Altkanzler Schröder findet die Bezüge des deutschen Regierungschefs durchaus ausreichend. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-steinbrueck-beklagt-sich-ueber-geringes-kanzler-gehalt-a-875096.html
Nanu ? Es wird doch niemand gezwungen, Bundeskanzler werden zu wollen..... LOL
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